Weißbuch zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr 2006


Das Weißbuch 2006 (Quelle: BMVg)
Zwölf Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten Weißbuches zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Lage der Bundeswehr vergangen. In dieser Zeit hat sich das internationale Umfeld Deutschlands erneut tief greifend verändert.
"Diese Debatte [über Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik] braucht klare Analysen, welche deutschen Interessen es zu schützen und zu fördern gilt, vor welchen Herausforderungen und Bedrohungen wir dabei stehen, auf welche Ressourcen wir zählen können, wie wir vorgehen und welche Rolle dabei die Bundeswehr übernimmt." Horst Köhler, Bundespräsident, Kommandeurtagung der Bundeswehr in Bonn am 10. Oktober 2005
Erster Teil: Deutschlands Sicherheit
Zwölf Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten Weißbuchs zur Sicherheit Deutschlands und zur Lage der Bundeswehr vergangen.
Deutschlands Sicherheit ist untrennbar mit der politischen Entwicklung Europas und der Welt verbunden.
Zweiter Teil: Die Bundeswehr - Instrument deutscher Sicherheitspolitik
Die Bundeswehr ist Instrument einer umfassend angelegten, vorausschauenden Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Deutschland ist in den vergangenen 15 Jahren zu einem der größten Truppensteller für internationale Friedensmissionen geworden. Die Bundeswehr ist heute weltweit im Einsatz.
Voraussetzung zur erfolgreichen Auftragserfüllung sind Streitkräfte, die im gesamten Aufgabenspektrum verwendbar sind.
Zugleich muss die Weiterentwicklung der vorhandenen Fähigkeiten der multinationalen Einbindung der Bundeswehr Rechnung tragen.
Gut ausgebildete, gleichermaßen leistungsfähige wie leistungswillige Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.
Moderne und leistungsfähige Streitkräfte sind ein Element in der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge. Ihre Aufgaben leiten sich aus ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag und den Werten, Zielen und Interessen deutscher Sicherheits- und Verteidigungspolitik ab.