Eine schwarz-weiß Aufnahme vom Bundesverteidigungsministerium in Bonn.
© Bundeswehr/Munker

Geschichte des Verteidigungsministeriums

Die Dienststelle Blank in Bonn wird am 7. Juni 1955 offiziell in Bundesministerium für Verteidigung umbenannt (später Bundesministerium der Verteidigung). Erster Verteidigungsminister ist ihr langjähriger Leiter Theodor Blank. Die Beschäftigten im Amt Blank bereiten die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland vor.

Geschichte des Verteidigungsministeriums

Amt Blank wird Bundesministerium der Verteidigung

Blank im Porträt

Theodor Blank

© Bundeswehr/BMVgBundesministerium der Verteidigung

Wichtige Mitarbeiter im Amt Blank sind Adolf Heusinger und Hans Speidel. Heusinger ist der spätere erste Generalinspekteur der Bundeswehr, Speidel erster Oberbefehlshaber der alliierten Landstreitkräfte Europa Mitte. Sie und weitere dreizehn ehemalige Generale, Admirale sowie Stabs- und Generalstabsoffiziere treffen sich im Oktober 1950 im Zisterzienserkloster Himmerod in der Eifel.

Der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Konrad Adenauer hat zur Konferenz in die Abtei Himmerod eingeladen: Thema sind künftige westdeutsche Streitkräfte. Adenauer ist von der Notwendigkeit von Streitkräften als Merkmal staatlicher Souveränität überzeugt.

Veränderte Weltlage als Auslöser für das Amt Blank

Hintergrund der Himmeroder Konferenz und der Aufstellung des Amtes Blank ist eine gegenüber dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gründlich veränderte Weltlage. Die einstigen Verbündeten USA, Großbritannien und Frankreich einerseits und die Sowjetunion andererseits sind zerstritten. Zwischen ihnen ist ein Eiserner Vorhang gefallen. Er trennt den demokratischen Westen vom kommunistischen Osten. Europa ist im „Kalten Krieg“. Mit Beginn des Korea-Kriegs 1950 mehren sich internationale Rufe nach einem deutschen Wehrbeitrag zur Verteidigung Westeuropas gegen kommunistische Hegemonialbestrebungen.

Die ehemaligen Wehrmachtsoffiziere verfassen als Basis der Wiederbewaffnung die „Himmeroder Denkschrift“. Sie trägt den Titel: „Über die Aufstellung eines deutschen Kontingentes im Rahmen einer übernationalen Streitmacht zur Verteidigung Europas“.

Dienststelle wird Ressort

Im Oktober 1950 überträgt Bundeskanzler Adenauer Theodor Blank die Leitung der praktischen Planungen für die Wiederaufrüstung Westdeutschlands. Blank und seine Mitarbeiter beginnen ihre Arbeit in der ehemaligen Ermekeil-Kaserne in Bonn. Das Amt trägt den Namen: „Der Beauftragte des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen“.

Am 7. Juni 1955 wurde die Dienststelle Blank in das Bundesministerium für Verteidigung umgewandelt. Am 30. Dezember 1961 wird der Name des Ministeriums als eines der „klassischen Ressorts“ wie Auswärtiges, Finanzen, Inneres und Justiz in Bundesministerium „der“ Verteidigung geändert.

Ein wichtiger Schritt zur deutschen Wiederbewaffnung ist die Unterzeichnung der Pariser Verträge am 23. Oktober 1954. Damit endet das Besatzungsstatut für die Bundesrepublik Deutschland und der Weg für eine Mitgliedschaft in der NATONorth Atlantic Treaty Organization ist frei. Im Mai 1955 tritt die Bundesrepublik Deutschland schließlich dem Bündnis bei und darf auch eigene Streitkräfte aufstellen.

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