Bei einem Treffen der Ukraine Defense Contact Group (UDCGUkraine Defence Contact Group) am 16. Dezember 2025 wurde die Notwendigkeit weiterer Militärhilfen für die Ukraine bekräftigt. Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte die Aufstockung der deutschen Unterstützung an.
In wenigen Wochen jährt sich der Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine zum vierten Mal. Das Land ist weiterhin massiven Angriffen ausgesetzt – trotz der internationalen Gespräche über mögliche Friedensverhandlungen. Und weiterhin sind die Bevölkerung und zivile Infrastruktur Ziel der russischen Luftangriffe.
„Die Zukunft der Ukraine ist eng mit unserer eigenen verbunden“, sagte Pistorius bei dem virtuellen Treffen der UDCGUkraine Defence Contact Group in seinem Eingangsstatement. Er machte deutlich, dass es nun darum gehe, die Ukraine zu befähigen, aus einer Position der Stärke heraus verhandeln zu können. Pistorius eröffnete gemeinsam mit seinem britischen Amtskollegen John Healey die Sitzung. Deutschland und Großbritannien haben in diesem Jahr den Vorsitz der Ukraine-Kontaktgruppe von den USA übernommen.
„Wenn wir sagen, dass wir die Ukraine unterstützen, meinen wir das auch so“, so Healey. Da Putin seine „brutalen Angriffe auf die Ukraine“ fortführe, müsse durch die Unterstützung der Druck auf Russland aufrechterhalten bleiben. Und um die Bevölkerung zu schützen, hätten Luftverteidigungssysteme „absolute Priorität“. Das bestätigte auch der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal. Er informierte außerdem darüber, dass die Ukraine-Unterstützung in diesem Jahr einen Höchststand erreicht habe.
Die Erhöhung der Unterstützung ist ein deutliches Signal: Deutschland steht an der Seite der Ukraine.Verteidigungsminister Boris Pistorius
Pistorius kündigte an, dass Deutschland im kommenden Jahr die Unterstützung für die Ukraine mit zusätzlichen drei Milliarden Euro weiter ausbauen werde. Der Umfang der Militärhilfe steigt damit auf 11,5 Milliarden Euro. Deutschland bleibt weiterhin größter militärischer Unterstützer der Ukraine in Europa. Seit dem russischen Überfall 2022 hat Deutschland für die Ukraine militärische Unterstützung in Höhe von rund 40 Milliarden Euro geleistet oder für die kommenden Jahre bereitgestellt. „Deutschland wird weiterhin voranschreiten und Verantwortung übernehmen“, so der Minister.
Seit dem UDCGUkraine Defence Contact Group-Treffen im Oktober seien weitere PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target- und IRIS-T-Flugabwehrsysteme an die Ukraine geliefert worden, sagte Pistorius. Und für das nächste Jahr sei die Lieferung einer hohen Stückzahl von Sidewinder-Raketen aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine geplant. Der Minister berichtete zudem über die Fortschritte bei der Zusammenarbeit der deutschen und ukrainischen Verteidigungsindustrie im Bereich der Drohnenproduktion.
Die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Verbündeten und ihre Partner haben auch die Fortschritte bei der PURLPrioritized Ukraine Requirements List-Initiative beraten. Über die Prioritised Ukraine Requirements List (PURLPrioritized Ukraine Requirements List) formuliert die Ukraine ihre dringenden Bedarfe, die unter NATONorth Atlantic Treaty Organization-Koordination von den USA geliefert werden. Verschiedene Unterstützerstaaten übernehmen dann die Finanzierung. Bislang sind mehr als vier Milliarden US-Dollar für wichtige militärische Ausrüstung und Munition aus den USA zugesagt worden. Seit August 2025 haben also die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Verbündeten und ihre Partner monatlich eine Milliarde US-Dollar bereitgestellt. Weitere Beiträge werden in diesem Monat und im nächsten Jahr erwartet.
Diese Unterstützung ist für die Ukraine von entscheidender Bedeutung, da sie vor allem die notwendige Luftverteidigung und andere Ausrüstung für die Verteidigung gegen russische Angriffe bereitstellt. Deutschland beteiligt sich maßgeblich am PURLPrioritized Ukraine Requirements List-Mechanismus. So wurden allein in diesem Monat drei neue PURLPrioritized Ukraine Requirements List-Pakete im Wert von jeweils 500 Millionen US-Dollar geschnürt. Eines wird gemeinsam von Deutschland, Norwegen und Polen finanziert, ein weiteres von Deutschland, den Niederlanden und Norwegen. Minister Pistorius lobte die schnelle und pragmatische Zusammenarbeit dabei mit den Niederlanden, Norwegen und Polen.
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