Auf offenem Wüstengelände steht ein Fahrzeug vom Typ Eagle.
© Bundeswehr/Björn Lenz
KategorieUN

Für Frieden und Sicherheit: Die Bundeswehr im Einsatz für die UN

Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind weltweit im Einsatz für die Vereinten Nationen. Friedensmissionen unter dem Dach der UN wurden für die Geschichte und das Selbstverständnis der Bundeswehr vor allem seit dem Ende des Kalten Kriegs wichtig – und sind es bis heute. Aktuell steht die Welt vor neuen Herausforderungen, die Frieden und Sicherheit bedrohen. Deshalb übernimmt Deutschland Verantwortung und engagiert sich verstärkt auch in friedenserhaltenden Missionen der UN. Im Rahmen der UN-Reforminitiative „Action for Peacekeeping“ setzt sich die Bundesrepublik dafür ein, die Friedenssicherung der UN zeitgemäß weiterzuentwickeln und die Vereinten Nationen so zur effizienteren Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Handlungsfeld Frieden und Sicherheit zu befähigen.

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Berichterstattung rund um das Thema Bundeswehr und die UN.


Deutsches UN-Engagement

Für das deutsche multilaterale Engagement zur Förderung von Frieden und Sicherheit in der Welt sowie zum Schutz der Menschenrechte sind die Vereinten Nationen der zentrale Bezugsrahmen. Während der nichtständigen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat in den Jahren 2019 und 2020 hat Deutschland besondere Verantwortung übernommen und unterstützt als verlässlicher Partner auch weiterhin die Vereinten Nationen, so etwa bei der UN-Reforminitiative Action for Peacekeeping (A4P). Hier engagiert sich Deutschland beispielsweise als A4P-Champion im Bereich Frauen, Frieden und Sicherheit für die Erhöhung des Frauenanteiles in UN-Friedensmissionen sowie im Bereich Ausbildung und Kapazitätsaufbau durch innovative UN-Ausbildungsangebote.


Die Bundeswehr in UN-Friedensmissionen

Der primäre Auftrag des UN-Sicherheitsrats lautet, Frieden und Sicherheit zu schaffen und zu erhalten. Diesem Auftrag kommen die Vereinten Nationen nach, indem sie Friedensmissionen ein Mandat erteilen. Deutschland hat sein UN-Engagement stetig erweitert, unter anderem durch die Stärkung materieller und personeller Beiträge in Einsätzen.

So engagiert sich die Bundeswehr aktiv an UN-Missionen, indem sie unter anderem Führungskräfte, Militärbeobachter und Personal in internationalen UN-Stäben stellt. Deutsche Soldatinnen und Soldaten helfen in Konfliktgebieten Waffenstillstände zu überwachen, Zivilisten zu schützen und Friedensprozesse zu unterstützen. Diese Missionen tragen dazu bei, die Voraussetzungen für langfristigen Frieden und Wiederaufbau in Krisengebieten zu schaffen
 


Im Bild: Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Einsatz für die Vereinten Nationen

  • Ein deutscher UN-Soldat steckt einem französischen UN-Soldaten eine Medaille an.

    Ein deutscher Offizier verleiht Medaillen an französische Soldaten bei UNIFIL – einer der ältesten aktiven UN-Missionen. Sie soll unter anderem die Küste des Libanon überwachen und Waffenschmuggel unterbinden. Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2006.

    © Bundeswehr/David Joliet
  • Ein deutscher UN-Soldat sichert eine Wüstenstraße, auf der Panzerabwehrminen gefunden und markiert wurden.

    Die UN-Mission MINURSO in der Westsahara überwacht seit 2013 den Waffenstillstand zwischen Marokko und der Frente Polisario, einer militärischen und politischen Organisation. Die Bundeswehr kontrolliert unter anderem die Minen- und Munitionsräumung.

    © Bundeswehr/PAO MINURSO
  • Ein deutscher UN-Soldat schaut zwischen zwei UN-Fahrzeugen durch ein Fernglas.

    Ein deutscher Militärbeobachter kontrolliert die regelmäßig verkehrenden Lufttransportmittel im Rahmen der UN-Mission MINURSO in der Westsahara. Die Bundeswehr stellt hier bis zu vier Militärbeobachterinnen und -beobachter.

    © Bundeswehr/PAO MINURSO
  • Zwei deutsche Soldaten stehen in einer Wüste auf einer Erhöhung und beobachten die Ferne.

    Von 2013 bis 2023 waren insgesamt rund 20.000 deutsche Blauhelme zur Friedenssicherung und zum Schutz der Bevölkerung in Mali und Niger im Einsatz. Nach einem Militärputsch beschloss der UN-Sicherheitsrat im Juni 2023 das Ende des MINUSMA-Einsatzes.

    © Bundeswehr/Björn Lenz
  • Auf einem Markt laufen zwei UN-Soldaten, davon ein deutscher, Patrouille.

    UN-Soldaten bei der Fußpatrouille in Liberia – 15 Jahre lang garantierte die UN-Mission UNMIL Stabilität in dem Land. UNMIL wurde 2018 abgeschlossen und gilt als eine der erfolgreichsten Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

    © Bundeswehr/Jane Schmidt
  • Ein deutscher UN-Soldat spricht mit einem anderen UN-Soldaten.

    Als sich Äthiopien und Eritrea in ihrem Grenzkonflikt auf einen Waffenstillstand einigten, baten sie die Vereinten Nationen, diesen zu überwachen. Die Bundeswehr beteiligte sich von 2004 bis 2008 mit zwei Militärbeobachtern an der UN-Mission UNMEE.

    © Bundeswehr/Rott
  • Mehrere deutsche UN-Soldaten laufen in einer Reihe über ein sandiges Landefeld.

    1993 schickte der Deutsche Bundestag erstmals bewaffnete Soldaten ins Bürgerkriegsland Somalia. Schwerpunkt des deutschen Kontingents bei der UN-Mission UNOSOM war es, humanitäre Hilfe zu leisten. Der Bundeswehr-Einsatz endete im März 1994.

    © Bundeswehr/Modes
  • In mehreren Reihen stehen deutsche UN-Soldaten für einen Apell.

    Von 1992 bis 1993 beteiligten sich deutsche Blauhelme an der Mission UNTAC in Kambodscha. Etwa 150 Soldatinnen und Soldaten halfen beim Aufbau eines Krankenhauses und übernahmen die medizinische Versorgung für UNTAC und Teile der Zivilbevölkerung.

    © Bundeswehr/Kiesel

UN-Einsätze der Bundeswehr

Die Vereinten Nationen sind der größte Friedensdienstleister der Welt. Soldatinnen und Soldaten in Konfliktgebiete zu entsenden, ist ein zentrales Instrument der UN-Friedenssicherung. Deutschland und die Bundeswehr beteiligen sich an einer Reihe von UN-Einsätzen. 

Eine Kontinentalansicht, auf der laufende und abgeschlossene UN-Peacekeeping-Missionen eingezeichnet sind.
© Bundeswehr

Laut Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats sollen die Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass Frauen auf allen Entscheidungsebenen stärker vertreten sind.

Frauen, Frieden & Sicherheit

Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete im Oktober 2000 die Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit (Women, Peace and Security). Sie fordert, Frauen in bewaffneten Konflikten besser vor Gewalt zu schützen, ihre Rechte zu stärken und sie gleichberechtigt an Friedensverhandlungen zu beteiligen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Geschlechterperspektive in alle Bereiche von Friedensicherungseinsätzen integriert und die Rolle und der Beitrag von Frauen in UN-Missionen ausgeweitet werden.

Die Resolution 1325 wurde mittlerweile um neun Folgeresolutionen ergänzt. Zusätzlich verabschiedete der UN-Sicherheitsrat im Jahr 2020 die Resolution 2538, welche den Fokus auf Frauen in der Friedenssicherung legt. Diese Resolution fordert konkrete Maßnahmen zum Abbau von Hürden für die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen in UN-Friedensmissonen.

Das Verteidigungsministerium hat eine Studie zu Hürden für Bundeswehr-Soldatinnen in UN-Missionen durchführen lassen. Die Zusammenfassung der Studie wurde im September 2021 veröffentlicht.

Staaten sind Mitglied der Vereinten Nationen.

Weitere Informationen

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema UN-Friedensmissionen.

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung