Im Gelände zwischen Büschen fährt ein getarnter Kampfpanzer Leopard 2, den Turm nach links geschwenkt
© Bundeswehr/Lea Bacherle

Schutz der NATO-Ostflanke

 

Die Bundeswehr beteiligt sich intensiv an den NATO-Aktivitäten an der Ostflanke. Die Allianz ist fest entschlossen, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen, das Bündnisgebiet zu verteidigen und Freiheit und Demokratie zu sichern. Abschreckung und Verteidigung – insbesondere im Baltikum steht die Bundeswehr dafür bereit und bekräftigt ihre Bündnissolidarität.

NATO stärkt Ostflanke

Schon seit 1955 ist Deutschland Mitglied der NATO, die Bundeswehr war immer eine Armee im Bündnis. Doch mit dem Ende des Kalten Krieges schien dieses an Bedeutung zu verlieren. Mit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 durch Russland ergab sich vor allem für die Alliierten im Osten des Bündnisgebietes eine neue Bedrohungslage. Der Überfall Russlands auf die Ukraine 2022 hat diese noch einmal verschärft. Auf jede dieser Aggressionen hat die NATO mit adäquaten Beschlüssen reagiert:

Die NATO hat nach der Verabschiedung dieses Strategischen Konzepts auch neue Verteidigungspläne beschlossen. Künftig wird die Allianz mehrere hunderttausend Soldatinnen und Soldaten in hoher Bereitschaft zur Stärkung der Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeiten vorhalten. Deutschland stellt für dieses NATO Force Model derzeit rund 35.000 Soldatinnen und Soldaten sowie mehr als 200 Flugzeuge und Schiffe zur Verfügung, die innerhalb weniger Tage nach der Aktivierung einsatzbereit sind.
 


Das NATO-Engagement im Baltikum

Eine Karte, auf der Europa Kanada sowie die Ostflanke zu erkennen ist.

Verteidigungsministerium Lettland

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Verteidigungsministerium Litauen

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Verteidigungsministerium Deutschland

Deutschland führt die Battlegroup in Litauen

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Verteidigungsministerium Estland

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Verteidigungsministerium Kanada

Kanada führt die Battlegroup in Lettland

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Verteidigungsministerium Großbritannien

Großbritannien führt die Battlegroup in Estland

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© Bundeswehr

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Gemeinsam im Einsatz für den Schutz der NATO-Ostflanke

Vor allem im Baltikum ist die Bundeswehr zum Schutz der Verbündeten in Verantwortung: Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind in Litauen im Einsatz, wo Deutschland die Führung der multinationalen Battlegroup zum Schutz der NATO-Ostflanke übernommen hatte. Rund 1.000 deutsche und etwa 300 multinationale Soldatinnen und Soldaten bilden diese Battlegroup. Zusätzlich hält die Bundeswehr seit 2022 in Deutschland eine Brigade bereit, die als Teil der NATO-Verstärkung für die osteuropäischen Länder kurzfristig nach Litauen verlegen kann. 

Außerdem wurde mit der schrittweisen Aufstellung einer fest in Litauen stationierten deutschen Brigade begonnen. Die Brigade Litauen wird die Aufgaben der bisherigen Verbände übernehmen. Als fest außerhalb Deutschlands stationierter Kampfverband ist sie ein starkes Signal der Bündnissolidarität – und ein Novum in der Geschichte der Bundeswehr.

Der verteidigungspolitische Dialog zum NATO-Engagement an der Ostflanke wurde ebenfalls intensiviert. Deutschland, Kanada und Großbritannien haben im Nachgang der völkerrechtswidrigen russischen Annexion der Krim die Führung je einer NATO-Battlegroup in Litauen, Lettland und Estland übernommen. Auf Initiative Deutschlands koordinieren diese sechs NATO-Partner ihre militärischen Aktivitäten im Drei-plus-drei-Format.

Wir haben kampfbereite Kräfte vor Ort an der NATO-Ostflanke eingesetzt, die Vorneverteidigung gestärkt und die Fähigkeit des Bündnisses, jeden bedrohten Verbündeten schnell zu verstärken, verbessert.
NATO-Gipfelerklärung 2024

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