Boris Pistorius, Dovilė Šakalienė und zwei Soldaten schneiden gemeinsam ein Band durch
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieNATO-Ostflanke

Verteidigungsminister eröffnet neue Logistik-Infrastruktur in Litauen

Verteidigungsminister Boris Pistorius und seine litauische Amtskollegin Dovilė Šakalienė haben in Rukla die neue Permanent Logistics and Support Area (PLSA) eröffnet. Die neuen Logistik-Bauten sind ein weiterer Meilenstein zur Einsatzbereitschaft der Brigade Litauen.

Rukla ist der größte Militärstützpunkt der litauischen Streitkräfte und beherbergt die multinationale NATONorth Atlantic Treaty Organization-Battlegroup. Sie wird im nächsten Jahr Teil der Brigade Litauen – eines schweren Kampfverbands, der dauerhaft bei den baltischen Gastgebern stationiert sein wird. Material und Ausrüstung einer Kampfbrigade und ihrer multinationalen Anteile stellen hohe logistische Anforderungen an den Standort. Insbesondere wenn auch multinationale Truppen mit Kampfpanzern und weiteren schweren Gefechtsfahrzeugen hier stationiert sind, sind umfangreiche Logistikleistungen für den Transport, die Lagerung und die Instandhaltung dieser Ausrüstung notwendig. Das Ziel der neuen Einrichtungen in Rukla ist klar: Die Truppen vor Ort müssen ihre Aufgabe – die Verteidigung der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke – effektiv erfüllen können.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Wir stehen zu unserem Wort. Wir stehen an der Seite unserer Verbündeten. Wir sind bereit, das Baltikum zu schützen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Verteidigungsminister Pistorius erklärte in seiner Ansprache, dass sich die Verbündeten auf Deutschland verlassen können. „Deutschland ist bereit, eine führende Rolle beim Schutz des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Territoriums und der Bevölkerung zu übernehmen – jetzt und in Zukunft“, so der Minister. Ebenso wie der Minister würdigte auch seine litauische Amtskollegin die Verknüpfung der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Strukturen, um Abschreckung und Verteidigung an der Ostflanke zu stärken. Für Šakalienė sind insbesondere die gemeinsamen Anstrengungen zum Aufbau der Brigade Litauen ein „Symbol der Einheit und Zuverlässigkeit“.

Modernste Logistik für multinationale Truppen

Die neuen Logistik-Bereiche in Rukla wurden – finanziert durch Deutschland – von der NATONorth Atlantic Treaty Organization Support and Procurement Agency (NSPA) geplant und umgesetzt. Der Baubeginn erfolgte im August 2022. Auf rund 230.000 Quadratmetern – das entspricht etwa 33 Fußballfeldern – stehen Logistikbereiche, Lagerzonen, ein Motorpool, eine Waschhalle sowie eine Tankstelle zur Verfügung. Litauen engagiert sich intensiv bei der Herstellung neuer Infrastruktur für die Brigade Litauen. Das Gastgeberland hat für die Errichtung der PLSA ein baufreies Grundstück zur Verfügung gestellt, die gesamte Fläche einer Umweltverträglichkeitsuntersuchung unterzogen, Kontaminationen saniert und landschaftsbauliche Anpassungen vorgenommen.

Brigade Litauen: Zeichen der Bündnissolidarität

Am 22. Mai dieses Jahres wurde die Panzerbrigade 45 des Heeres als Kern der Brigade Litauen mit einem Aufstellungsappell in Vilnius in Dienst gestellt. Zwei bislang in Deutschland stationierte Heeresbataillone werden auf Dauer nach Litauen entsandt und als drittes Bataillon verstärkt die multinationale NATONorth Atlantic Treaty Organization-Battlegroup den Großverband. Die Brigade soll schrittweise bis 2027 voll einsatzbereit sein. „Wir werden eine kriegstüchtige Brigade sein“, sagte Kommandeur Brigadegeneral Christoph Huber bei der Eröffnung der PLSA.

Die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Verbündeten arbeiten eng zusammen, um die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten des Bündnisses an der Ostflanke zu stärken – insbesondere in Litauen. Für die Dienst- und Übungsorte an den Standorten Rūdninkai und Rukla nahe der beiden Großstädte Vilnius und Kaunas errichtet Litauen die militärische und zivile Infrastruktur: Truppenübungsplätze, Schießbahnen, Kasernen und Unterkünfte sowie Schulen, Kindergärten und familienfreundliche Wohnquartiere.

Die Eröffnung der PLSA war Teil einer militärpoltischen Reise des Verteidigungsministers nach Litauen und Polen. Vor seinem Aufenthalt in Rukla hatte Pistorius an der Sicherheitskonferenz in Warschau teilgenommen, wo er vor allem über die Bedeutung der Ukraine-Unterstützung für Europas Sicherheit sprach.

von Florian Manthey

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