General Hartmut Bagger
Generalinspekteur der Bundeswehr von 1996 bis 1999
Der Generalinspekteur, der die NATO-Erweiterung miterlebte und den Kriegseinsatz in Jugoslawien koordinierte.
Am 17. Juli 1938 wurde Hartmut Bagger in Braunsberg geboren. Seine Heimat, Ostpreußen, musste er 1945 mit einem Vertriebenentreck verlassen. Seine Kindheit verbrachte er dann in der Nähe von Celle, Niedersachsen. Nach dem Abitur trat er als Panzergrenadier in die Bundeswehr ein. 1960 wurde der Offizieranwärter zum Leutnant befördert.Seine weitere Dienstzeit bis 1971 verbrachte er mit kleineren Unterbrechungen im Panzergrenadierbataillon 82, in dem er 1965 als Kompaniechef diente. Ab 1969 absolvierte er die Generalstabsausbildung. Danach wurde der nun zum Major Beförderte Generalstabsoffizier G 4 und G 3 der Panzerbrigade 18 in Neumünster. Nach Erfüllung eines Lehrauftrags im Fach Militärpolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg besuchte Bagger seinerseits einen Armed Forces Staff College Course in Norfolk/USA. 1976 wurde er Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 51 und arbeitete zwei Jahre später als Referent zum ersten Mal im Bundesministerium der Verteidigung. 1980 übernahm der damalige Oberst den Posten des Stabschefs der 3. Panzerdivision in Buxtehude. Die Rückkehr an die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg als Leiter der Fachgruppe Sicherheitspolitik erfolgte im Jahr 1982. Zwei Jahre später kommandierte er die Panzergrenadierbrigade 7 am selben Standort.In den Generalsstand befördert wurde Hartmut Bagger zunächst Chef des Stabes des III. Korps in Koblenz gefolgt von einer Verwendung als Kommandeur der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim. Die von Generalinspekteur Naumann initiierte Umstrukturierung der Streitkräfte wurde durch Bagger als Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres mitgestaltet.Nachdem General Hansen seine Befehlsgewalt als Inspekteur des Heeres aufgab folgte ihm General Bagger 1994 in das verantwortungsvolle Amt. Schon zwei Jahre später erfolgte eine weitere wichtige Veränderung an der Spitze der Bundeswehr. General Naumann zeigte sich bereit in den Dienst der NATO zu treten. Im Frühjahr 1995 wurde bekannt gegeben, dass General Bagger als sein Nachfolger vorgesehen sei. Sein Amtsantritt war im Jahre 1996. Er begleitete das Amt drei Jahre. Die Übergabe an seinen Nachfolger General von Kirchbach war aufgrund des laufenden militärischen Einsatzes der Bundeswehr im Rahmen der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien zwar zeitlich nicht optimal gewählt, stellte in der Rückschau aber aufgrund der frühzeitigen Einbindung von Kirchbachs kein nennenswertes Problem dar.








