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Minister: Gründe vor Ort erläutern

Berlin, 16.01.2012.
Es gehe nicht um Lob und Tadel oder um Belohnung und Bestrafung, sondern um eine zukünftige Verteilung der Standorte – einsatzorientiert und aufgabengerecht, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Interview mit dem Flensburger Tageblatt im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Stationierungskonzeptes.

Porträt von De Maizière

Minister: „Der Sack ist zu.“ (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Der Minister besuchte am 13. Januar den Standort Boostedt. Dieser wird signifikant reduziert werden. Kein leichter Termin, sagte de Maizière. Aber er habe sich vorgenommen, dass „ich als Minister, die Staatssekretäre und der Generalinspekteur in den nächsten Monaten in alle schwierigen Standorte gehen wollen“. Und weiter: „Ich glaube, das wird respektiert, wenn man vor Ort erscheint.“ Bei den Entscheidungen, die die Neuausrichtung der Bundeswehr mit sich bringe, könne man es nicht allen recht machen. „Dann hilft wenigstens ein bisschen Erläuterung der Gründe.“

Generell gelte der Satz: „Der Sack ist zu“, wiederholte der Minister auf die Frage, ob Standorte hoffen können, bei der Feinausplanung besser weg zu kommen als befürchtet. Veränderungen bezifferte der Minister in einer Größenordnung auf fünf bis zehn Prozent im Durchschnitt, berücksichtige man die Erfahrungen aus den letzten Strukturentscheidungen. „Wir werden im Frühjahr die Zeitpläne vorlegen – als erstes für die Standorte, die sehr schnell geschlossen werden.“

Auf die neue Militärstrategie der USA und die angekündigten Sparmaßnahmen angesprochen, sieht de Maizière bei künftigen Konflikten neue militärische Herausforderungen auf die Europäer zukommen. „Die Hauptlast ist bisher sehr großzügig von den Amerikanern getragen worden. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass sie im Zweifel die Kohlen aus dem Feuer holen“, so de Maizière zum Flensburger Tageblatt.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Heike Pauli


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