Ein Mann schüttelt einer Soldatin, die eine Goldmedaille um den Hals trägt, die Hand.
© Bundeswehr/Christoph Kassette
KategorieBundeswehr

Olympia 2026: Bundeswehrsportlerinnen und -sportler werden geehrt

Mit herausragenden Leistungen kehrten die Sportsoldatinnen und -soldaten von den Olympischen Winterspielen sowie den Paralympics in diesem Jahr aus Norditalien zurück. Dafür ehrte Staatssekretär Nils Hilmer sie im Namen des Verteidigungsministers mit einem Empfang am 9. Juni 2026 im Berliner Bendlerblock.

Für Deutschland gingen bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 188 Sportlerinnen und Sportler an den Start, darunter 35 Sportsoldatinnen und 41 Sportsoldaten. Damit stellte die Bundeswehr mehr als ein Drittel aller deutschen Teilnehmenden, die in Norditalien auf Medaillenjagd gingen. Am Ende holten die Bundeswehrsportlerinnen und -sportler zwei Drittel der deutschen Medaillen – 17 von 26. Und auch bei den anschließenden Paralympischen Winterspielen waren sechs Angehörige der Bundeswehr als Guides  vertreten. In dieser Funktion begleiteten sie blinde Para-Athletinnen und -Athleten über die Wettkampfstrecke und waren so an sechs der insgesamt 17 deutschen Medaillen beteiligt.

Um die herausragenden Leistungen zu würdigen, wurden die Sportlerinnen und Sportler am 9. Juni 2026 im Verteidigungsministerium von Staatssekretär Nils Hilmer empfangen. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius, der aus terminlichen Gründen nicht dabei sein konnte, schickte eine Grußbotschaft an die Spitzensportlerinnen und -sportler. Zudem waren der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), Thomas Weikert, sowie der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), Hans-Jörg Michels, vor Ort.

„Wir sind unfassbar stolz auf Sie!“

In seiner Grußbotschaft an die Sportsoldatinnen und -soldaten drückte Verteidigungsminister Boris Pistorius sein Bedauern aus, nicht persönlich die Ehrung vornehmen zu können. Er denke nämlich gerne an seinen Besuch bei den Winterspielen im Februar 2026 zurück, mit all den großen Emotionen und der beeindruckenden Atmosphäre bei den Wettkämpfen und im Deutschen Haus. „Wir alle haben bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen Sport auf höchstem Niveau erlebt – und das dank Ihnen“, so Pistorius. Zudem versicherte der Minister, dass die Bundeswehr auch weiterhin als verlässlicher Partner den Spitzenverbänden des deutschen Sports zur Seite stehen werde. 

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Ihre Leistungsbereitschaft macht Sie zu vorbildhaften Soldatinnen und Soldaten.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Staatssekretär Nils Hilmer unterstrich: „Wir als Bundeswehr sind unfassbar stolz auf das was Sie leisten.“ Zudem hob Hilmer den großen Anteil an den deutschen Medaillen bei den Winterspielen hervor, den die Sportsoldatinnen und -soldaten errungen haben. Diese vorbildhafte Leistung der Sportlerinnen und Sportler in Uniform müsse noch deutlicher in der Gesellschaft ankommen, weshalb er sich dafür auch fortwährend einsetze, so der Staatssekretär.

Dass der deutsche Spitzensport ohne die Bundeswehr deutlich schwächer aufgestellt wäre, unterstrichen sowohl der Präsident des DOSB, Thomas Weikert, als auch der Präsident des DBS, Hans-Jörg Michels. „Die Bundeswehr ist ein ganz wichtiger Partner. Ohne sie läuft das nicht. 17 Medaillen bei den Olympischen Spielen und sechs Medaillen bei den Paralympischen Spielen sprechen für sich“, so Weikert. Michels, der insbesondere die Leistung der Guides hervorhob, fügte hinzu: „Ihr Einsatz, ihre Leidenschaft und ihre Verantwortung sind Ausdruck einer Haltung, die den paralympischen Sport in seinem Kern prägt und die uns alle tief beeindruckt.“

Ohne Bundeswehr keine Spitzenleistung

„Talent und Fleiß reichen im modernen Profisport nicht aus. Man braucht ein Umfeld, das einem den Rücken freihält,“ erklärte Olympionikin Hauptfeldwebel Dajana Eitberger. Die Rennrodlerin bedankte sich ausdrücklich bei der Bundeswehr, dass diese mit der Spitzensportförderung ein solches Umfeld schaffe. Dies sei das Fundament ihrer sportlichen Karrieren, denn den Sportsoldatinnen und -soldaten werde damit Sicherheit und Perspektive geboten. „So können wir uns zu 100 Prozent auf unser Training und den Wettkampf konzentrieren“, sagte die Goldmedaillengewinnerin und fügte hinzu: „Uns verbindet Disziplin, Kameradschaft, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen, welches nicht nur militärische Tugenden sind, sondern die Werte, die uns auch sportlich durch jeden harten Winter und durch jedes harte Training tragen.“

Eine Soldatin mit zwei Medaillen um den Hals im Porträt
Wir tragen die Flagge Deutschlands auf unseren Anzügen, aber wir tragen auch mit Stolz das Logo der Bundeswehr.
Olympionikin Hauptfeldwebel Dajana Eitberger Bundeswehr/Christoph Kassette

Auch Feldwebel Christian Krasman, der als Guide bei den Paralympics teilnahm, hob hervor: „Ein Guide zu sein bedeutet, die eigene Ambition in den Dienst des gemeinsamen Erfolgs zu stellen. Es bedeutet Verantwortung zu übernehmen – für die Linie, für die Sicherheit und für das gemeinsame Ziel. Das sind Tugenden, die wir auch in der Ausbildung bei der Bundeswehr von Anfang an gelernt haben.“

Ein Mann, eine Soldatin und ein Soldat halten ein Paar Skier und ein Trikot in die Kamera.

Zum Dank für die Unterstützung überreichten Frau Hauptfeldwebel Dajana Eitberger und Herr Feldwebel Christian Krasman im Namen aller Sportsoldatinnen und Sportsoldaten der Winterspiele 2026 Staatssekretär Hilmer ein Trikot und ein Paar Skier.

© Bundeswehr/Christoph Kassette

Darum fördert die Bundeswehr Spitzensport

Die Spitzensportförderung ist zwar kein Kernauftrag der Bundeswehr, sie zählt jedoch zu den gesamtstaatlichen Aufgaben, an denen sich die Streitkräfte beteiligen. Mit einem Personalansatz von zurzeit 890 Dienstposten und 14 Sportfördergruppen ist die Bundeswehr vor der Bundespolizei und der Zollverwaltung der größte staatliche Förderer des deutschen Spitzensports. 


Grund für das große Engagement der Bundeswehr in diesem Bereich ist der hohe gesellschaftspolitische Wert – Erfolge deutscher Athletinnen und Athleten bei internationalen Wettbewerben prägen das Bild Deutschlands in der Welt. Sportsoldatinnen und -soldaten repräsentieren die Bundesrepublik als Leistungssportlerinnen und -sportler in Uniform. Aus Sicht des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) ist die Spitzensportförderung der Bundeswehr in seinem Nationalen Spitzensportkonzept unverzichtbar.

von Ole Henckel

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