Verteidigungsminister bei Treffen der Group of Five in Krakau
Boris Pistorius unterzeichnete mit den Partnern einen Letter of Intent zur schnellen Produktion von Effektoren und autonomen Plattformen.
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Die Verteidigungsministerinnen und -minister der Group of Five haben mit Blick auf den im Juli anstehenden NATO-Gipfel über die Stärkung der europäischen Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten beraten. Auch die weitere Unterstützung der Ukraine stand im Fokus der Gespräche.
Die Verteidigungsministerinnen und -minister aus Deutschland, Polen, Großbritannien, Frankreich und Italien beraten im Format der Group of Five regelmäßig die Sicherheitslage. Bei der Videokonferenz am 12. Juni 2026 war der anstehende NATO-Gipfel in Ankara ein Schwerpunktthema. Dieser findet vom 7. bis 8. Juli 2026 in der türkischen Hauptstadt statt. Mit Blick auf den Gipfel bekräftigten die Mitglieder der Group of Five:
Wir übernehmen innerhalb des Bündnisses mehr Verantwortung, um den europäischen Beitrag zur NATO zu stärken – gestützt auf starke euro-atlantische Beziehungen. In diesem Zusammenhang betrachten wir den Gipfel von Ankara als Gelegenheit für die europäischen Verbündeten, ihren Willen zu unterstreichen, eine effektive Lastenverschiebung in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten umzusetzen.
In Ankara sollen die Verteidigungsausgaben des Bündnisses, die weitere Verbesserung der Verteidigungsfähigkeiten und die Möglichkeiten zur Intensivierung der Rüstungsproduktion besprochen werden. Deutschland, Polen, Großbritannien, Frankreich und Italien nutzen ihr gemeinsames Beratungsformat, um schon im Vorfeld ihre Positionen abzustimmen. Die fünf Länder eint das Interesse, den europäischen Pfeiler in der NATO wesentlich zu stärken.
Bei den Treffen der Group of Five werden zudem nicht nur grundsätzliche verteidigungspolitische Fragen erörtert, sondern auch konkrete Initiativen angestoßen und Position bezogen. So haben die Ministerinnen und Minister der fünf Verbündeten erneut bekräftigt, dass Russland auch langfristig die akuteste Bedrohung für die euro-atlantische Sicherheit und Stabilität ist.
Schon bei der letzten Zusammenkunft der Group of Five im Februar haben Verteidigungsminister Pistorius und sein ukrainischer Amtskollege deshalb eine Initiative zur Entwicklung und Beschaffung sogenannter „Low Cost“-Effektoren und autonomer Plattformen auf den Weg gebracht. Das Ziel ist die schnelle Massenproduktion ohne langwierige Beschaffungsprozesse. Die weitere Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Ukraine war auch bei der aktuellen Zusammenkunft ein Schwerpunktthema.
Deutschland leistet die mit Abstand größte Unterstützung in Europa für das angegriffene Land. Bis Mitte dieses Jahres belaufen sich die seit Beginn des Konflikts bereitgestellten und verplanten militärischen Hilfen der Bundesregierung auf rund 55,5 Milliarden Euro. Neben Materiallieferungen und der Ausbildung ukrainischer Kräfte hat auch die Rüstungskooperation weiter an Bedeutung gewonnen.
| Press Release of the European Group of Five Defence Ministers – June 12th |
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| We met today in the format of the Defence Ministers of France, Germany, Italy, Poland and the United Kingdom. We focused on agreeing on a common vision of a stronger Europe in a stronger NATO that bolsters collective defence and Euro-Atlantic Alliance. We reiterate that Russia represents the most acute and long-term threat to Euro-Atlantic security and stability. We are assuming greater responsibility within the Alliance to strengthen the European contribution to NATO, underpinned by strong Euro-Atlantic relations. In that context, we consider the Ankara Summit as an opportunity for European Allies to demonstrate their ambition to implement burden-shifting effectively, and in close coordination with the United States. We look forward to continuing to work with all Allies to strengthen our collective security. |
von Florian Manthey und Lara Finke