Minister Pistorius steht vor einem Mikrofon, dahinter ein A400M
© Bundeswehr/Marie Kellermann
KategorieAktuelles

Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Bundeswehr auf der ILA 2026

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 12. Juni 2026 die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin besucht. Fünf Tage lang präsentiert sich dort die Bundeswehr als größte Einzelausstellerin mit ihren Fähigkeiten, die sie im Luft- und Weltraum zu bieten hat.

Landes- und Bündnisverteidigung ohne moderne militärische Fähigkeiten im Luft- und Weltraum sind heute undenkbar. Auf der ILA präsentiert sich die Bundeswehr in diesen Bereichen mit den Fähigkeiten und Menschen, die tagtäglich für die Sicherheit Deutschlands und seiner Verbündeten im Einsatz sind. Zeitgleich zeigen sich die deutschen Streitkräfte als attraktiver Arbeitgeber. Dabei bietet die ILA weit mehr als eine Möglichkeit sich vorzustellen. Mit Blickrichtung Zukunft ist die Messe vor allem ein Spiegel der aktuellen sicherheitspolitischen Weltlage – eine Plattform, auf der Erfahrungen, Hightech und enorme Innovationskraft zusammenkommen, genauso wie Fähigkeitsentwicklungen und neueste Militärtechnik.  

Deutschland vertieft Partnerschaft mit Montenegro

Auf der ILA 2026 unterzeichneten Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein montenegrinischer Amtskollege Dragan Krapović eine Vereinbarung über künftige Regierungskäufe auf staatlicher Ebene für deutsche Rüstungsgüter. Mit dem Abkommen zu den geplanten Government-to-Government-Verkäufen (G2G) bauen die NATO-Partner Deutschland und Montenegro ihre strategischen Beziehungen weiter aus: zur Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses an der Ostflanke, zur Stärkung der Interoperabilität – für erhöhte Einsatzfähigkeit.

Minister Pistorius gibt seinem montenegrinischen Amtskollegen die Hand, beide halten unterzeichnete Dokumente

Gemeinsam mit seinem montenegrinischen Amtskollegen Dragan Krapović zeichnete Boris Pistorius auf der ILA 2026 eine Vereinbarung über künftige Regierungskäufe deutscher Rüstungsgüter

© Bundeswehr/Marie-Claire Lambeck

Menschen mit der Bundeswehr in Berührung

Anlässlich seines Besuches bei der ILA tauschte sich der Verteidigungsminister auch mit der Truppe aus, die mit über 800 Soldatinnen und Soldaten vor Ort als größte Einzelausstellerin vertreten ist. „Die Gespräche mit Ihnen, der Blick in die Waffensysteme zeigt mir wieder einmal, wie leistungsfähig die deutsche Industrie aber auch die Bundeswehr und das Bundesverteidigungsministerium sind.“ Mit der Präsenz der Bundeswehr auf der ILA geht es vor allem auch darum, die Menschen mit der Truppe in Berührung zu bringen und Einblicke in die Fähigkeiten zu geben.

Durch Erkenntnis- und Erfahrungsaustausch lernen

„Die Erfahrungen der Ukraine auf dem Gefechtsfeld sind für uns von allerhöchstem Wert“ so Boris Pistorius bei seiner Rede. Diese Erfahrungen kommen auch bei der ILA zum Vorschein. Bei der Abwehr von Angriffen durch unbemannte Flugsysteme verzeichnet die Ukraine große technologische Fortschritte. Erkenntnisse, von denen auch die Bundeswehr und die deutsche Industrie lernen können. So sind es der Austausch und deutsch-ukrainische Joint Ventures, die die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands stärken und letztlich Investitionen in die Sicherheit Europas darstellen. „Wir sehen in den letzten Monaten viele gute Beispiele anhand der geschlossenen Kooperationen. Und auch hier auf der ILA geht es um Skyfall und Airbus, die ein Memorandum of Understanding unterschrieben haben, zum Thema der Automatisierung der ukrainischen Luftverteidigung“, sagte der Verteidigungsminister.

Bundeswehr übernimmt ersten Kampfjet F-35A

Die sicherheitspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben die Bedeutung von Luftkampffähigkeit weiter in den Fokus gerückt. Zukünftig wird eine neue Generation Kampfflugzeuge den Erhalt der Luftüberlegenheit gewährleisten: die F-35A. Am 18. September 2026 soll die Luftwaffe das erste Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug mit deutschem Hoheitsabzeichen übernehmen. Die Übergabe erfolgt in den USA, wo das Kampfflugzeug mit in Deutschland produzierten Rumpfteilen fertiggestellt wird. Die Ausbildung des technischen Personals sowie der ersten Pilotinnen und Piloten in den USA hat bereits begonnen.

Eine Entscheidung ist gefallen

Technologischer Fortschritt ist unaufhaltsam. Auch wenn die Bundeswehr in Kürze ihr erstes Kampfflugzeug vom Typ F-35A erhält, so muss schon heute an das Übermorgen gedacht werden. Um mit den Anforderungen moderner Kriegsführung mithalten zu können, benötigt die Luftwaffe ein technologisch überlegenes Luftkampfsystem, das interoperabel mit den Partnern Deutschlands ist. Ein Kampfflugzeug der sogenannten sechsten Generation. Dabei handelt es sich um ein System-of-Systems, das Tarnkappeneigenschaften, autonome Systeme, Schwarmdrohnen, künstliche Intelligenz und vollständige Vernetzung kombinieren soll. Dabei setzt die Bundesrepublik auch weiterhin auf Kooperation mit Frankreich, etwa bei der Entwicklung einer gemeinsamen Combat Cloud – das digitale Nervensystem des Luftkampfes. Es soll eingesetzte Kampfjets, unbemannte Systeme, Satelliten und Bodenstationen vernetzen – für ein gemeinsames Lagebild in Echtzeit für alle Akteure, über alle Dimensionen hinweg. 

von Redaktion PIZ ILA 

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