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Minister besucht Kanada

Ottawa, 15.02.2012.
Im Mittelpunkt seines Besuchs in Kanada stand für Verteidigungsminister Thomas de Maizière das Treffen mit seinem kanadischen Amtskollegen Peter MacKay. Beide Minister unterstrichen die hervorragenden bilateralen Beziehungen.

De Maizière und Dudelsackspieler

Erste Station der Reise ist Kanada (Quelle: dpa/Hanschke)Größere Abbildung anzeigen

Wir haben seit fast 60 Jahren in der NATO Seite an Seite zusammengearbeitet“, sagte MacKay. Und der deutsche Minister betonte, dass das freundschaftliche Verhältnis beider Nationen auch künftig die Entwicklungen in der NATO mit beeinflussen werden. Ein Schwerpunkt der Besprechung war denn auch die Entwicklung in der NATO, der bevorstehende NATO-Gipfel in Chicago sowie die Lage in Afghanistan.

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Modell für Unterstützungseinsatz

Die kanadische Armee hatte den ISAF-Einsatz Ende vergangenen Jahres beendet und führt nunmehr am Hindukusch mit rund 950 Soldaten eine Ausbildungsmission für die afghanischen Sicherheitskräfte durch. Ende 2014 soll der robuste Einsatz der NATO in Afghanistan beendet werden – danach sollen deutsche Soldaten afghanischer Armee und Polizei, die dann die volle Verantwortung für die Sicherheit im Land tragen, nur noch beratend zur Seite stehen. „Das könnte für uns ein Modell für einen Unterstützungseinsatz nach 2014 in Afghanistan werden“, erklärte der deutsche Minister.

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Hilfe für Verbündete

MacKay unterstrich die große Bedeutung, die Deutschland in der Vergangenheit für die kanadische Streitkräfte hatte. Er dankte seinem deutschen Amtskollegen für die Bereitstellung von 20 Leopard2-Kampfpanzern. Deutschland hatte 2007 den kanadischen Soldaten in Afghanistan die gepanzerten Gefechtsfahrzeuge überlassen, weil sie selbst nicht über derart geschützte Fahrzeuge verfügen. „Die Leopard-Panzer haben vielen kanadischen Soldaten das Leben gerettet“, lobte MacKay die hohe Schutzwirkung des Kampfpanzers auch gegen Minen und Sprengfallen.

De Maizière erwiderte, dass es eine Selbstverständlichkeit sei, seinen Verbündeten und Freunden zu helfen, wenn sie Hilfe benötigen.

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Drehkreuz Flughafen Köln-Wahn

Eine weitere Verbesserung für die kanadischen Truppen unter anderem in Afghanistan wird ein neues Logistik-Drehkreuz werden, das am Flughafen Köln-Wahn eingerichtet wird. Bislang nutzen die kanadischen Streitkräfte den US-Flugplatz im rheinland-pfälzischen Spangdahlem, der aber beim Personal-und Materialumschlag von Kanada nach Afghanistan an seine Grenzen stößt.

Der Flughafen Köln-Wahn, so der kanadische Verteidigungsminister, biete eine hervorragende Infrastruktur. Ein Ausschlag für die Entscheidung, diese Logistik-Basis in Köln-Wahn aufzubauen, sei die Möglichkeit, auch bei Nacht starten und landen zu können. „Das bietet den kanadischen Kräften größtmögliche Flexibilität“, so McKay.

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Treffen mit deutschen Soldaten in Kanada

Neben seinem kanadischen Amtskollegen traf de Maizière in Ottawa auch den Außenminister John Baird sowie Abgeordnete des Parlaments. Außerdem tauschte er sich mit deutschen Soldaten aus, die in Kanada stationiert sind. Nach seinem Besuch in der kanadischen Hauptstadt reiste der Verteidigungsminister weiter nach Washington.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jörg Briedigkeit


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