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Zu Guttenberg will Herkules auf solide Grundlage stellen

Berlin, 10.05.2010.
In einem Interview für die Welt am Sonntag vom 2. Mai hat der Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem Projekt Herkules thematisiert.

Mehrere Stehordner mit dem Schriftzug „Herkules“

Umfangreicher Vertrag zur Modernisierung der IT-Landschaft (Quelle: Bundeswehr/Herholt)

Herkules ist ein Kooperationsprojekt von Bundeswehr und Privatwirtschaft – Public-Private-Partnership (PPP) beziehungsweise öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) genannt – mit dem Ziel, die nichtmilitärischen IT-Anwendungen der Bundeswehr zu standardisieren.

Mithilfe der Innovationsfähigkeit der privaten Wirtschaft sollen Investitionen ermöglicht werden, um die Bundeswehr zu modernisieren und wirtschaftlicher zu gestalten. Die zuständigen Gemeinschaftsunternehmen sind verantwortlich für den gesamten IT-Grundbetrieb der Bundeswehr im Inland.

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Fortschritte und Schwierigkeiten mit Herkules

Mit Herkules hat das Verteidigungsministerium seit Ende 2006 neue noch nicht erprobte Wege der Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen bei der Erneuerung der Informationstechnologie beschritten. Neben den wichtigen Fortschritten bei der Modernisierung der IT-Landschaft der Bundeswehr zeigen sich jedoch auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Der auf zehn Jahre ausgelegte Vertrag mit festgelegten Preisen und Leistungen zwischen der Bundeswehr und den privaten Partnern trägt aktuellen Entwicklungen nicht ausreichend Rechnung und die Vorstellungen und Wünsche der IT-Nutzer, also der zivilen und militärischen Bundeswehrangehörigen, entwickeln sich weiter, was Anpassungen der IT-Landschaft erfordert.

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Fester finanzieller Rahmen

Da die privaten Partner eine knappe Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, liegt bei Interessenkollisionen die Entscheidung beim privaten Gesellschafter. Zudem haben sich zahlreiche Annahmen, die dem ursprünglichen Leistungsumfang zugrunde lagen, als nicht tragfähig erwiesen. So stellt sich der Ausbau der Leitungsnetze komplizierter dar, als ursprünglich angenommen.

„Die Kostensprünge bei Herkules, rund 700 Millionen Euro, sind inakzeptabel“, sagte der Minister der Welt am Sonntag. Deshalb habe er angewiesen, dass Konsequenzen gezogen werden. „Eine Kostendeckelung ist unvermeidbar, und es muss geklärt werden, welche Einheiten das System wirklich braucht“, ergänzte zu Guttenberg. Jede einzelne Projektmaßnahme stehe auf dem Prüfstand.

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Nachsteuerung eingeleitet

Ziel des weiteren Vorgehens ist die Eindämmung der Mehrkosten, um das Projekt in einem festen finanziellen Rahmen einzugrenzen und so wieder auf eine sichere Grundlage zu stellen.

Wie bei fast allen größeren Projekten gibt es auch bei Herkules Verzögerungen und finanzielle Engpässe. In vielen Bereichen wurden jedoch die Zieltermine – zum Teil sogar vorzeitig – erreicht. So konnten Betriebsverantwortung und Rechenzentren planmäßig übernommen werden. Darüber hinaus wurde eine umfassende Transparenz der in der Bundeswehr eingesetzten IT-Ausstattung und zugehöriger betriebswirtschaftlicher Kosten erreicht.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Florian Manthey


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