In einer gestellten Szene hält eine Soldatin eine Regenbogenfahne, sie steht mit dem Rücken zum Betrachter.
© Bundeswehr/Anna Derr
KategorieVielfalt

Vielfalt leben – Anspruch und Leitbild für Ministerium und Bundeswehr

Chancengerechtigkeit, Vielfalt, Inklusion – dafür stehen Verteidigungsministerium und Bundeswehr ausdrücklich ein. Die die Gesellschaft prägende Vielfalt hat auch in Ministerium und Truppe einen zentralen Platz. Wie personelle Diversität und Inklusion im Geschäftsbereich BMVgBundesministerium der Verteidigung gefördert und gestaltet werden, darüber gibt die „Agenda Vielfalt“ einen Überblick.

Geschlecht und Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Religion und Weltanschauung, Behinderung, ethnisch-kulturelle Zugehörigkeit, Alter – das sind die Kerndimensionen der Vielfalt innerhalb der Bundeswehr. Vielfalt und Inklusion sind gesellschaftliche Werte und fest im Grundgesetz verankert. Dabei geht es nicht nur um Akzeptanz, sondern vor allem um den grundlegenden Anspruch, Chancengerechtigkeit und Teilhabe für alle Menschen zu gewährleisten.

Die Bundeswehr steht ein für das im Grundgesetz verankerte Gleichheitsgebot und bekennt sich zu dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) von 2006, das jegliche Diskriminierung aufgrund persönlicher Merkmale verbietet. Das Verteidigungsministerium unterzeichnete bereits im Jahr 2012 die „Charta der Vielfalt“ für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld.

Vielfältig bedeutet zukunftsfähig 

Vielfalt in der Bundeswehr ist nicht nur integraler Bestandteil, sondern vor allem auch ein strategischer Faktor für die personelle Einsatzbereitschaft der Truppe. Gerade den Streitkräften mit ihrem hohen Personalbedarf bietet sie enorme Potenziale. Das Vielfalts-  beziehungsweise Diversitätsmanagement ist somit auch für die Auftragserfüllung entscheidend.

Im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern kann und will die Bundeswehr nicht auf verfügbare Talente verzichten. Deswegen müssen die Rahmenbedingungen stimmen, die einen attraktiven, modernen Arbeitgeber ausmachen. Die Öffnung aller militärischen Laufbahnen für Frauen, die Rehabilitierung diskriminierter homosexueller Soldatinnen und Soldaten oder die Einführung einer jüdischen Militärseelsorge sind nur einige Beispiele für das gleichberechtigte Einbinden verschiedener Gruppen in die Truppe.

„Agenda Vielfalt“: Diversität aktiv gestalten 

Ob für die eigene Verteidigungsbereitschaft, im multinationalen Aufgabenspektrum oder im internationalen Krisenmanagement – Vielfalt ist auf allen Ebenen ein zusätzlicher Gewinn. Sie ermöglicht verschiedene Perspektiven und führt zu unterschiedlichen Ideen sowie inklusiveren Lösungsansätzen.

Die Leistungsbilanz „Agenda Vielfalt“ gibt einen Gesamtüberblick über die diversitätsfördernden Maßnahmen für Chancengerechtigkeit, Vielfalt sowie Inklusion im Geschäftsbereich BMVgBundesministerium der Verteidigung und bekräftigt deren Bedeutung für eine zukunftsfähige, moderne und attraktive Bundeswehr. Den Anstoß gab die interne Studie „Bunt in der Bundeswehr? Ein Barometer für Vielfalt“ aus dem Jahr 2019, die insgesamt ein faires Diversitäts- und Inklusionsklima im Geschäftsbereich des BMVgBundesministerium der Verteidigung bescheinigte, aber auch auf weiteres Gestaltungspotenzial aufmerksam machte. Ausgehend davon wurden nun die Rahmenbedingungen für Vielfalt ganzheitlich beleuchtet, analysiert und erstmalig Bilanz gezogen. Die „Agenda Vielfalt“ formuliert insgesamt 30 Ziele und 73 Maßnahmen für eine diversitätsbewusste Ausrichtung von Bundeswehr und Ministerium. 

Von der regelmäßigen Teilnahme am deutschen Diversity-Tag über die Analyse systemischer Karrierehindernisse bis hin zur Vermittlung von Vielfaltsthemen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung – die Maßnahmen stehen unter dem ganzheitlichen Ansatz, die personelle Vielfalt der Bundeswehr sichtbar zu machen und zu fördern. 

Eine Fotomontage, Silhouetten mehrerer Personen stehen in einer Gruppe, sowie zwei Personen im Rollstuhl.
© Bundeswehr

„Agenda Vielfalt“

Vielfalt und Inklusion sind Teil der freiheitlich demokratischen Grundordnung, für deren Werte das BMVgBundesministerium der Verteidigung entschieden einsteht.

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Die sechs Dimensionen der Vielfalt

Aktive, ehemalige, zivile oder militärische Angehörige, die von Diskriminierung aufgrund der vorgenannten Vielfaltsdimensionen, Mobbing oder Gewalt innerhalb der Bundeswehr betroffen sind, können sich an die Ansprechstelle „Diskriminierung und Gewalt in der Bundeswehr“ im BMVgBundesministerium der Verteidigung wenden.

Wir alle sind vielfältig, haben u. a. eine Geschlechtsidentität, eine kulturelle Zugehörigkeit, eine Religion oder Weltanschauung.
Auszug aus der „Agenda Vielfalt“

Vielfalt als Chance begreifen und sichtbar machen 

Diversitätsbewusstes Handeln als Erfolgsfaktor der Zukunft – die Ausrichtung der „Agenda Vielfalt“ setzt die Schwerpunkte für das Diversitätsmanagement der Bundeswehr. Zukünftige Maßnahmen werden entlang der strategischen und operativen Ziele ausgerichtet, die zukunftsorientierte Sicht auf Vielfalt wird kontinuierlich überprüft, das Diversitätsmanagement ständig weiterentwickelt und optimiert. Das sollen regelmäßige Studien, Befragungen sowie die Einbeziehung sicherheitspolitischer und gesellschaftlicher Entwicklungen gewährleisten.

Verteidigungsministerium und Bundeswehr setzen auch auf eine diversitätsorientierte Informationsarbeit. Durch die gezielt sichtbare personelle Vielfalt wird stereotypen Vorstellungen von der Bundeswehr aktiv entgegengetreten. Eine diverse und inklusive Bundeswehr kann nicht nur von unterschiedlichen Fähigkeiten und Perspektiven ihrer Mitarbeitenden profitieren, sondern auch Impulse für andere Organisationen und die Gesellschaft als Ganzes setzen.

Vielfalt ist Teil unserer gesellschaftlichen Wertevorstellung. Auftrag von BMVgBundesministerium der Verteidigung und Bundeswehr ist es, für den Schutz unserer gemeinsamen Werte einzutreten, sie zu leben, zu festigen und zu gestalten.

von Lara Finke

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