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Studie unterstützt Veränderungsmanagement

Berlin, 07.09.2012, BMVg.
Das Bundesministerium der Verteidigung hat das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr (SWInstBw) mit einer breit angelegten Studie beauftragt, die Akzeptanz, den Kenntnisstand, die Einstellungen, die Erwartungen und die Interessen in Bezug auf die Neuausrichtung der Bundeswehr sowohl der Dienststellenleiter als auch der Bundeswehrangehörigen insgesamt zu erfassen.

Poträt von Stéphane Beemelmans
Stéphane Beemelmans (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Mit dieser Studie sollen die Erkenntnisse der Bundeswehrführung aus Gesprächen in den Bundeswehrdienststellen vertieft werden, um somit weitere Ansatzpunkte für zielgerichtete Maßnahmen im Veränderungsmanagement zu ermitteln.

Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Bundeswehrangehörigen die Neuausrichtung als unumgänglichen Reformprozess betrachtet, dessen Umsetzung in ihren Augen aber nicht erfolgreich verläuft. „Eine solche Einschätzung konnte man zu diesem frühen Stadium eines derart großen Veränderungsprozesses erwarten“, erklärt Staatssekretär Stéphane Beemelmans.

Ein Viertel der befragten Führungskräfte fühlt sich schlecht über die Neuausrichtung informiert. „Das ist kein befriedigender Wert“, sagt Beemelmans. „Wir werden deshalb zügig umfassende Maßnahmen ergreifen, um die Beteiligung und die Kommunikation zu verbessern.“ Auf Grundlage der Untersuchung und in Ergänzung zu den bisherigen Erkenntnissen im Ministerium wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der auf die Beseitigung erkannter Defizite bei der Vermittlung der Ziele der Neuausrichtung abstellt.

Die zentralen finanzpolitischen und personalpolitischen Zielsetzungen werden laut der Studie von der überwiegenden Mehrheit als Ziele der Neuausrichtung wahrgenommen und von einer klaren Mehrheit der Führungskräfte mitgetragen. Ziele, die die Aufbau- und Ablauforganisation der Bundeswehr betreffen, wie Bürokratieabbau, flachere Hierarchien und schnellere Entscheidungsprozesse werden mehrheitlich gefordert. Diese würden die Führungskräfte aber meist nicht als Ziel der Neuausrichtung ansehen. „Hier herrscht offensichtlich Kommunikationsbedarf, denn gerade die ablauforganisatorischen Veränderungen und Verbesserungen sind ein Wesenskern der Neuausrichtung“, so Staatssekretär Beemelmans.

Uneins sind sich die Führungskräfte über die richtige Geschwindigkeit der Strukturreform. Jeweils ein Drittel glaubt, dass sie zu schnell, zu langsam oder gerade richtig verläuft. Da 2011 das Jahr war, in dem die Entscheidungen getroffen wurden, und Anfang 2012 mit der Umsetzung „von oben nach unten“ begonnen wurde, sind positive Auswirkungen der Neuausrichtung heute noch nicht überall spürbar.

Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr wurde bereits im Oktober 2011 beauftragt, zur Unterstützung des Veränderungsmanagements diese sozialwissenschaftliche Begleituntersuchung zur Neuausrichtung der Bundeswehr durchzuführen. Sie fand in einer ersten Befragungswelle im Juni/Juli 2012 statt und soll regelmäßig wiederholt werden. Zwei onlinegestützte separate Befragungen wurden durchgeführt sowohl unter den Dienststellenleitern als auch unter einer repräsentativen Auswahl aller Bundeswehrangehörigen. Bei den Dienststellenleitern konnten 453 Datensätze von rund 800 ausgewertet werden, bei den Bundeswehrangehörigen antworteten 2.572 von 10.119 zufällig ausgewählten Personen.

Das Sozialwissenschaftliche Institut wird auch weiterhin die Stimmung der Bundeswehr im Rahmen der Umsetzung der Neuausrichtung bis 2017 untersuchen. Weitere Befragungen sind derzeit für die Jahre 2013 und 2014 geplant.

Zu den Möglichkeiten, sich jederzeit über aktuelle Aspekte der Neuausrichtung zu informieren oder eigene Fragen zu stellen, schließt Staatssekretär Beemelmans: „Ich kann nur jeden dazu auffordern, auch unsere bereits vorhandenen Informationsplattformen zur Neuausrichtung wie das Intranet oder unseren WiKi-Service zu nutzen.

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Stand vom: 07.09.12


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