Pistorius besucht Industriepartner OHB in Bremen
Im Mittelpunkt standen der Aufwuchs der Bundeswehr in der Dimension Weltraum, gemeinsame Fähigkeitsentwicklung und Rüstungsprojekte.
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Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 23. Juli 2026 das Münchner Unternehmen Isar Aerospace besucht. Der Besuch bei dem deutschen Raketen-Start-up untermauert wie schon vorherige Visiten in der Branche, wie wichtig die Dimension Weltraum und die wachsende Industrie für die Sicherheit Deutschlands und Europas sind.
Der Verteidigungsminister hatte sich im März 2026 bereits am europäischen Space-Port auf der norwegischen Insel Andøya über den Launcher SPECTRUM informiert, die Isar Aerospace mit höchster Präzision fertigt. Nun folgten ein Produktionsrundgang sowie Gespräche im Unternehmenssitz in Ottobrunn. Dort wurde deutlich: Der Bau von Trägerraketen ist strategisch wichtig. Isar Aerospace trage mit seiner Arbeit entscheidend zu mehr Souveränität im All bei – ein funktionierendes, gesichertes Satellitennetzwerk sei elementarer Teil der Abschreckung, unterstrich der Minister.
Industriepartner wie das Münchner Raketen-Start-up Isar Aerospace tragen mit ihrer Arbeit entscheidend zu mehr Souveränität im All, und damit auch zur nationalen Sicherheit bei. Das würdigte der Minister mit einem Industriebesuch am 23. Juli 2026.
Würden Satelliten ausfallen, so Pistorius weiter, wäre die Truppe auf einem Auge blind. „Wir brauchen Aufklärung über Satelliten für die schnellen und immer schneller werdenden Entscheidungen auf dem Gefechtsfeld.“ Aus diesem Grund werde die Bundeswehr in den kommenden Jahren eine Menge Satelliten ins All befördern. Neben Giganten wie der Trägerrakete Ariane 6 für schwere Lasten brauche es auch Micro-Launcher, wie die Rakete von Isar Aerospace, für die Umsetzung schneller und effizienter Weltraum-Operationen.
Es gibt keine gesicherte Kommunikation für unsere Streitkräfte ohne Satelliten im Weltall.
Doch der Erfolg von Operationen im Weltraum hänge nicht nur von der bestmöglichen Technik ab. Genauso entscheidend sei der Ausbau von Startplätzen, sogenannten Launchpads, hob der Minister hervor. Starts von den Space-Ports auf Andøya oder auf Saxavord in Großbritannien würden in Zukunft nicht mehr ausreichen: „Um reaktionsschnell zu sein, um selber handlungsfähig zu sein, brauchen wir einen Pool von Launch-Möglichkeiten – und nicht erst den Zugriff in fünf, sechs oder sieben Jahren“, verdeutlichte Pistorius. Auch daran arbeite Deutschland sehr intensiv, sowohl mit Norwegen als auch mit Kanada.
Um das Ausfallrisiko zu minimieren, brauche es eine strategische Verteilung von Startplätzen. „Deswegen denken wir aktuell auch über einen bundeswehreigenen Startplatz nach“, verkündete der Minister. Deutschlands Sicherheit dürfe nicht im Stau kommerzieller Warteschlangen stecken bleiben.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 23. Juli 2026 den Münchner Raketenbauer Isar Aerospace besucht. Auf dem Programm standen unter anderem ein Rundgang durch die Produktionshallen sowie Gespräche mit Unternehmensführung und Mitarbeitenden.
Isar-Aerospace-CEO Daniel Metzler zeigte sich zufrieden mit dem wachsenden Fokus der Bundesregierung auf den Ausbau von Weltraumfahrtfähigkeiten. Mit dem 35-Milliarden-Euro-Paket und einer klaren Strategie für Weltraumsicherheit steige Deutschland zu einer der wichtigsten militärischen Raumfahrtnationen der Welt auf. „Denn die Verteidigung unserer freien Welt beginnt im Weltraum“, so Metzler. „Ohne eine Vernetzung im All können moderne Streitkräfte nicht bestehen.“ Satellitendaten seien der Schlüssel für militärische Aufklärung, Kommunikation und Zielerfassung. „Wir stehen der Bundesregierung als zuverlässiger Partner zur Seite.“
Zum Ende seines Besuchs dankte Verteidigungsminister Pistorius den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Isar Aerospace. Mit den NATO-Partnern auf der einen und mit Industriepartnern wie Isar Aerospace auf der anderen Seite, baue Deutschland eine vollvernetze Sicherheitsarchitektur auf – „weil Weltraumsicherheit alternativlos ist!“
| Isar Aerospace ist ein deutsches Raken-Start-up mit Sitz in Ottobrunn bei München. Das Unternehmen entwickelt Raketen der nächsten Generation für einen nachhaltigen Zugang zum Weltraum – für kleine und mittelgroße Satelliten sowie Satellitenkonstellationen. |
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von Lara Finke