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General Adolf Heusinger
Generalinspekteur der Bundeswehr von 1957 bis 1961

Berlin, 16.08.2005.
Adolf Heusinger war der erste Generalinspekteur der Bundeswehr in Deutschland. Seine Amtszeit von vier Jahren stand ganz im Zeichen der behutsamen Annäherung an die NATO-Mitgliedsstaaten.

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1. General Adolf Heusinger (1957 - 1961) (Quelle: Redaktion Internet Bw)
Am 4. August 1897 in Holzminden geboren, meldete sich Adolf Heusinger bereits als 17-Jähriger zum freiwilligen Kriegsdienst in das 7. Thüringische Infanterieregiment Nr. 96 in Gera und diente als Gruppen-, Zug- und Kompanieführer beim II. Bataillon an der Westfront. Nach zwei schweren Verwundungen vor Verdun und in Flandern geriet der junge Soldat 1917 in britische Kriegsgefangenschaft.Wieder in der Heimat trat Heusinger als Zugführer im III. Jägerbataillon des Infanterieregiments 15 der Reichswehr in das Hunderttausend-Mann-Heer ein. Seine weitere militärische Laufbahn führte ihn nach einer dreijährigen Generalstabsausbildung zur Operationsabteilung T 1 des OKH. Mit einer einjährigen Unterbrechung als Truppenkommandeur der 13. Infanteriegeschützkompanie des Infanterieregiments 18 in Paderborn versah Heusinger als Generalstabsoffizier seinen Dienst: Zunächst in der 11. Infanteriedivision in Allenstein/Ostpreußen. Nach der Beförderung zum Major im Jahr 1936 erhielt er die Versetzung zurück in das Oberkommando des Heeres, wo er am 1. April 1938 zum Oberstleutnant aufstieg und im September 1940 - nunmehr als Oberst - Leiter der Operationsabteilung und stellvertretender Generalstabschef wurde.Bei dem Attentat im „Führerhauptquartier Wolfsschanze“ am 20. Juli 1944 stand Generalleutnant Heusinger unmittelbar neben Hitler, als die von Oberst i. G. Graf Stauffenberg deponierte Bombe explodierte. Noch im Lazarett wurde er wegen Verdacht auf Mitwisserschaft verhaftet. Nach der GeStaPo-Haft blieb Heusinger bis zum Ende des Krieges ohne Verwendung, bis er im Mai 1945 für drei Jahre in amerikanische Krieggefangenschaft geriet. In dieser Zeit musste er mehrmals vor dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen aussagen. Nach seiner Entlassung war Heusinger der Ratgeber des Bundeskanzlers für Fragen der militärischen Sicherheit und 1951 als deutscher Sachverständiger bei den Verhandlungen über einen deutschen Sicherheitsbeitrag auf dem Petersberg dabei. 1952 erfolgte die Berufung zum Leiter der militärischen Abteilung der „Dienststelle Blank“. Mit der Umgliederung der Dienststelle in das Bundesministerium der Verteidigung war Heusinger unter den ersten 101 Freiwilligen der Bundeswehr und übernahm den Vorsitz des Militärischen Führungsrates.Am 1. Juni 1957 wurde Heusinger zum General befördert und zum 1. Generalinspekteur der Bundeswehr ernannt. Zwei Tage nach seinem Amtsantritt ereignet sich ein tragisches Unglück, bei dem 15 Wehrpflichtige bei dem Versuch, einen Fluss zu überqueren, ums Leben kommen. Der Generalinspekteur reagierte und gründete das „Soldatenhilfswerk der Bundeswehr“. Heusinger setzte sich während seiner vierjährigen Amtszeit vor allem für eine enge Zusammenarbeit mit den NATO-Staaten ein und sein Engagement führte ihn 1961 als neuen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses für drei Jahre nach Washington. Im Anschluss an diesen verantwortungsvollen Posten ging General Heusinger in den Ruhestand. Er stirbt am 30. November 1982 in Köln. Am 31. Oktober 1986 wird die Kaserne in Hammelburg (Kampftruppenschule I) nach dem 1. Generalinspekteur der Bundeswehr benannt.

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Stand vom: 23.08.2005 | Autor:

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