Eine deutsche und eine US-amerikanische Flagge stehen auf dem Tisch
© Bundeswehr/Sebastian Wilke
KategorieSicherheitspolitik

Minister Pistorius in den USA und Kanada: bei engen Verbündeten Deutschlands

Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht die USA und Kanada. Die drei Staaten arbeiten in der NATONorth Atlantic Treaty Organization seit Jahrzehnten eng zusammen. Bei der Unterstützung der Ukraine und der Sicherung der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke übernehmen sie eine besondere Verantwortung.

Aktuelle Beiträge


Pistorius wird bei seiner Reise auf den nordamerikanischen Kontinent unter anderem seine Amtskollegen Lloyd Austin (USA) und Bill Blair (Kanada) treffen. Die Beziehungen Deutschlands zu den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada sind historisch gewachsen und werden von gemeinsamen Werten wie der Stärkung der multilateralen Ordnung und von einem engen Netz wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Verbindungen geprägt.

Enger Schulterschluss gegen russische Aggression 

Die USA, Kanada und Deutschland sind wichtige Unterstützer der Ukraine bei ihrem Abwehrkampf gegen Russland. Bereits bei seinem US-Besuch im Jahr 2023 hatte Verteidigungsminister Pistorius die weitere Unterstützung der Ukraine zugesichert und dabei den engen Schulterschluss mit den Verbündeten betont. Die USA, Deutschlands wichtigster strategischer Verbündeter, hat die Führungsrolle in der Ukraine Defense Contact Group (UDCGUkraine Defence Contact Group) inne, die seit dem russischen Überfall auf die Ukraine die internationale Unterstützung für die Ukraine koordiniert.

Die in zahlreichen Auslandseinsätzen bewährte Zusammenarbeit der Bundeswehr mit den Streitkräften der USA und Kanadas setzt sich bei der Sicherung der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke fort. Um Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses zu demonstrieren, haben alle drei Staaten besondere Verantwortung für die Sicherheit osteuropäischer Verbündeter übernommen und Truppen entsandt. Die USA sind Führungsnation eines multinationalen Kampfverbandes in Polen, Kanada in Lettland und Deutschland in Litauen.

Zudem koordinieren Deutschland, Kanada und Großbritannien die Maßnahmen zum Schutz der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke gemeinsam mit Litauen, Estland und Lettland. Dabei geht es beispielsweise um den Austausch zu Manövern und Logistik. Die jeweiligen Verteidigungsministerinnen und -minister kommen dafür zusammen und stimmen die erforderlichen Maßnahmen aufeinander ab, genannt 3+3-Format. Dieses Format geht auf die Initiative Deutschlands zurück.

Bewährte militärische Zusammenarbeit 

Auch im Rahmen von Übungen wie Air Defender 2023 oder Steadfast Defender in diesem Jahr arbeiten die Streitkräfte der drei Staaten eng zusammen. Steadfast Defender ist mit 90.000 Soldatinnen und Soldaten das größte NATONorth Atlantic Treaty Organization-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges. Geübt werden die Alarmierung nach dem Bündnisfall, die Vorbereitung auf den Einsatz, das Verlegen großer Truppenteile in die Einsatzräume und die Abwehr des Aggressors im Gefecht.

Die enge militärische Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA und Kanada basiert auch auf der Truppenpräsenz. Mit 39.000 Soldatinnen und Soldaten ist Deutschland größter Stationierungsort für US-Streitkräfte in Europa. Bis 1993 hatte auch Kanada tausende Soldatinnen und Soldaten in Deutschland stationiert und damit Solidarität mit Deutschland in Zeiten der deutschen Teilung bewiesen.

Bundeswehr-Angehörige in den USA und Kanada 

Umgekehrt dienen auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in den USA und in Kanada. Das Bundeswehrkommando USA und Kanada ist zuständig für deutsche Bundeswehr-Angehörige an 49 Standorten in 22 US-Bundesstaaten und zwei kanadischen Provinzen. Sie werden in den USA und Kanada ausgebildet, nehmen an Ausbildungsgängen der US- und der kanadischen Streitkräfte teil oder leisten ihren Dienst im Austausch in Einheiten und Verbänden der Verbündeten auf dem nordamerikanischen Kontinent.


Verteidigungsminister Pistorius besucht USA und Kanada

Gespräche mit Amtskollegen, Austausch mit den Vereinten Nationen und Kranzniederlegung in Washington – Impressionen der Reise in Bildern.

  • Pistorius läuft an angetretenen Soldaten vorbei.

    Im kanadischen Verteidigungsministerium wird Boris Pistorius mit besonderen militärischen Ehren empfangen

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Pistorius und weitere Personen stehen vor einem Denkmal.

    Gedenken an Kanadas Gefallene: Minister Pistorius besucht das Nationale Kriegsdenkmal in Ottawa

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Pistorius und ein älterer Mann in Uniform geben sich die Hand.

    Ein Kriegsveteran und eine Sportlerin des kanadischen Invictus-Teams sprechen über ihre Erfahrungen

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Minister Pistorius unterhält sich mit einer anderen Person, beide sitzen auf einer Bühne.

    An der renommierten Johns Hopkins Universität in Washington spricht Boris Pistorius zur deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Der deutsche und amerikanische Verteidigungsminister sitzen mit mehreren Personen an einem Tisch

    Sicherheits- und verteidigungspolitische Gespräche: In Washington hat Minister Pistorius seinen Amtskollegen Lloyd Austin III getroffen

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Verteidigungsminister Pistorius steht vor einem aufgestellten Kranz, dahinter ein UA-Soldat

    Auf dem Militärfriedhof Arlington legte der Verteidigungsminister einen Kranz nieder

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Der Verteidigungsminister Boris Pistorius im Cockpit des Chinook

    In Philadelphia besuchte Boris Pistorius die Boeing-Werke. Das Unternehmen baut den Chinook-Transporthubschrauber, der von der Bundeswehr beschafft wird

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Mehrere Mikrofone sind auf Boris Pistorius gerichtet, der ein Statement abgibt

    Vor dem UNUnited Nations-Hauptquartier: Verteidigungsminister Boris Pistorius beim Pressestatement

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Pistorius, Guterres und weitere Personen sitzen sich an einem langen Tisch gegenüber

    In New York: Im Hauptquartier der Vereinten Nationen sprachen Verteidigungsminister Boris Pistorius und UNUnited Nations-Generalsekretär António Guterres über die Zukunft des Peacekeeping

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Verteidigungsminister Pistorius sitzt neben einem Mann an einem Tisch und spricht in ein Mikrofon

    Verteidigungsminister Boris Pistorius zu Gast beim American Jewish Committee (AJCAmerican Jewish Committee) in New York. Die Bundeswehr kooperiert seit 1994 mit dem AJCAmerican Jewish Committee.

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn
  • Boris Pistorius, Jasper Wieck und weitere politische Vertreter gehen eine Straße in New York entlang

    In den Straßen von New York: Verteidigungsminister Boris Pistorius und Generalkonsul David Gill (Mitte) im Gespräch

    © Bundeswehr/Marc Tessensohn

Mehr zum Thema

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung