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Merkel und Jung verleihen Ehrenkreuze für Tapferkeit

Berlin, 06.07.2009.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung haben vier deutsche Soldaten mit den ersten Ehrenkreuzen der Bundeswehr für Tapferkeit ausgezeichnet. Bei der feierlichen Verleihung im Bundeskanzleramt war auch der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, zugegen.

Gruppenfoto Merkel, Jung und die mit dem Ehrenkreuz ausgezeichneten Soldaten
Kanzlerin Merkel und Minister Jung mit den Ausgezeichneten (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Die Bundeskanzlerin unterstrich gleich zu Anfang ihrer Rede, dass eine Armee im Einsatz eine solche Auszeichnung wie das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit brauche. „Die Soldaten leisten ihren Dienst für Stabilität, Frieden, Sicherheit und Wiederaufbau“, so Merkel. Die Einsätze dienten den nationalen Sicherheitsinteressen.

Der bewaffnete Einsatz im Ausland ist inzwischen Alltag für die Bundeswehr“, fuhr die Kanzlerin fort und hielt fest, dass die Einsätze den Soldaten und deren Familien viel abverlangten. Sie kritisierte, dass darüber in Deutschland immer noch zu wenig geredet werde.

Bevor Merkel den vier Auszuzeichnenden für deren „Beispiel hervorragender Tapferkeit“ dankte und ihnen ihre „ganz persönliche Hochachtung“ aussprach, resümierte sie: „Für das, was unsere Soldatinnen und Soldaten im Einsatz leisten, können nicht nur sie stolz sein, sondern auch unser ganzes Land.

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Geist, Lukacs, Berges und Dietzen
Mit dem Ehrenkreuz für Tapferkeit ausgezeichnete Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Zu den Soldaten und den Ereignissen des 20. Oktober 2008

Hauptfeldwebel Jan Berges, Hauptfeldwebel Alexander Dietzen und Hauptfeldwebel Henry Lukács sowie Oberfeldwebel Markus Geist haben während ihres Afghanistaneinsatzes weit über das normale Maß von Tapferkeit hinaus auch unter Einsatz von Leib und Leben gehandelt.

Am 20. Oktober 2008 war ein deutsches Einsatzfahrzeug während einer Patrouille südwestlich von Kunduz Ziel eines Selbstmordattentäters. Bei dem Anschlag sind zwei deutsche Soldaten gefallen, zwei weitere wurde verwundet. Fünf afghanische Kinder wurden durch die Explosion getötet, ein weiteres verletzt.

Die vier Soldaten handelten geistesgegenwärtig und reaktionsschnell und verlegten zum etwa 500 Meter entfernten Anschlagsort. Dort versuchten sie, trotz des brennenden Fahrzeugs und explodierender Munition, die Betroffenen – Kameraden und afghanische Zivilisten – zu retten. Auch weitere Munitionsdetonationen hinderten die vier Soldaten nicht, ihre Bemühungen fortzusetzen. Ihr Verhalten war damit ein Beweis außergewöhnlicher Kameradschaft und Tapferkeit.

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Merkel, Jung und Geist
Ehrenkreuzverleihung: Merkel, Jung und Oberfeldwebel Geist (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Dank des Verteidigungsministers

Nach der Verleihung der Ehrenkreuze nutzte auch Verteidigungsminister Jung die Gelegenheit, seinen Soldaten zu danken und verwies auf die Besonderheit, dass die Auszeichnung von der Regierungschefin übergeben wurde. „Der Dank der Bundeskanzlerin ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit.

Das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit wurde vom Bundesverteidigungsminister gestiftet. Es wurde nach Genehmigung der Neufassung des Erlasses durch den Bundespräsidenten am 10. Oktober 2008 eingeführt. Es ist seitdem die höchste Stufe des Ehrenkreuzes und gibt der Einsatzarmee Bundeswehr die Möglichkeit, besonders tapfere Taten ihrer Soldaten im In- und Ausland zu würdigen.

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Stand vom: 08.07.2009 | Autor:

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