Freiwillige treten ihren Dienst in der Bundeswehr an
Berlin, 25.09.2011.
Am 4. Oktober treten 4.542 Freiwillige – darunter 142 Frauen – ihren Dienst in den Streitkräften an. Nach dem Aussetzen der Wehrpflicht ist dies der zweite Termin, zu dem ausschließlich freiwillige Frauen und Männer zu einem 7- bis 23-monatigen Wehrdienst in der Bundeswehr einberufen werden.

Von den 4.542 Freiwilligen treten 2.046 den Wehrdienst im Heer, 516 in der Luftwaffe, 373 in der Marine, 1.274 in der Streitkräftebasis sowie 333 im Zentralen Sanitätsdienst an. Die Verpflichtungsdauer beträgt im Durchschnitt 15 Monate.
Darüber hinaus nehmen im Oktober 2.858 Zeitsoldaten (2.395 Männer und 463 Frauen) ihren Dienst in den Streitkräften auf (Heer: 1.464, Luftwaffe: 428, Marine: 249, Streitkräftebasis: 500, Zentraler Sanitätsdienst: 217).
Von 3.459 zum Juli 2011 angetretenen Freiwilligen Wehrdienst Leistenden (FWDL) haben bisher 780 den Dienst vorzeitig beendet. Im Wesentlichen wurde der Dienst aus privaten Gründen, aufgrund alternativer Berufs- und Ausbildungsangebote, anderer Vorstellungen vom Dienst in der Bundeswehr oder seitens der Bundeswehr beendet. Da die Probezeit für den ersten Durchgang des Freiwilligen Wehrdienstes am 31. Dezember 2011 endet, kann erst Anfang 2012 eine Gesamtbilanz zur Probezeit gezogen werden.
Bundesminister de Maizière: „Ich freue mich über die Zahl der jungen Frauen und Männer, die sich für den freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr entschieden haben. Die Zahlen sind gut, dürfen aber kein Ruhekissen für die kommenden Jahre sein. Wir werden weiter daran arbeiten, dass der freiwillige Dienst bei der Bundeswehr attraktiv und eine wertvolle, fordernde Zeit im Lebenslauf junger Menschen ist. Mit der Zahl der Abbrecher kann ich nicht zufrieden sein. Klar ist: Es ist richtig und fair, dass derjenige, der freiwillig kommt, natürlich auch freiwillig wieder gehen kann. Wir werden aber die Gründe für das Ausscheiden analysieren und wo immer möglich, versuchen gegenzusteuern.“
Einberufung Freiwillig Wehrdienstleistender (FWDL) nach Teilstreitkraft beziehungsweise militärischem Organisationsbereich:
| TSK/MilOrgBereich | Heer | Marine | Luftwaffe | SKB | ZSanDstBw | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Männer | 2.000 | 365 | 493 | 1.232 | 310 | 4.400 |
| Frauen | 46 | 8 | 23 | 42 | 23 | 142 |
| Gesamt | 2.046 | 373 | 516 | 1.274 | 333 | 4.542 |
Einberufung Freiwillig Wehrdienstleistender nach Bundesland:
| Bundesland | Anzahl |
|---|---|
| Schleswig Holstein | 203 |
| Hamburg | 75 |
| Niedersachsen | 500 |
| Bremen | 21 |
| Nordrhein-Westfalen | 983 |
| Hessen | 280 |
| Rheinland-Pfalz | 200 |
| Baden-Württemberg | 692 |
| Bayern | 632 |
| Saarland | 62 |
| Berlin | 161 |
| Brandenburg | 177 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 96 |
| Sachsen | 239 |
| Sachsen-Anhalt | 109 |
| Thüringen | 112 |
| Summe | 4.542 |
Gründe für die Beendigung des Freiwilligen Wehrdienstes:
| Gründe für den Rücktritt seitens FWDL | Anzahl |
|---|---|
| Alternatives Jobangebot | 123 |
| Private Gründe | 143 |
| Andere Vorstellungen von der Bundeswehr | 115 |
| Verhalten von Vorgesetzten | 0 |
| Über-/Unterforderung | 59 |
| keine Angabe | 132 |
| sonstige Gründe | 73 |
| Zwischensumme | 645 |
| Beendigung durch die Bundeswehr | 135 |
| Gesamtsumme | 780 |
