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Von der Wehrpflichtarmee zur Freiwilligenarmee

Berlin, 01.07.2011.
Am 1. Juli tritt das Wehrrechtsänderungsgesetz 2011 in Kraft. Nach über 50 Jahren Wehrpflicht verzichtet die Bundeswehr fortan auf die Einberufung von Wehrpflichtigen. Junge Frauen und Männer können nun einen bis zu 23-monatigen Freiwilligen Wehrdienst leisten.

Junge Männer stehen vor einem Tisch, an dem drei Soldaten sitzen

Dienstantritt (Quelle: dpa/Wüstneck)Größere Abbildung anzeigen

Da ein unmittelbarer konventioneller Angriff auf deutsches Staatsgebiet unwahrscheinlich geworden ist, hat die Bundesregierung beschlossen, die Wehrpflicht ab dem 1. Juli 2011 auszusetzen. Sie bleibt im Grundgesetz verankert. Es werden aber keine Wehrdienstleistenden mehr eingezogen. Stattdessen sieht die zukünftige Planung im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr mindestens 5.000 Stellen für freiwillig Wehrdienstleistende vor.

Am Montag, dem 4. Juli werden 3.419 Freiwillige (3.375 Männer und erstmals 44 Frauen als Wehrdienstleistende) ihren Dienst in den Streitkräften aufnehmen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten seit Jahresbeginn 13.916 Freiwillig Wehrdienstleistende gewonnen werden. Rund 5.700 davon haben sich als ehemalige Grundwehrdienstleistende im Rahmen der Binnenwerbung weiter verpflichtet. Die übrigen wurden bereits im Laufe des Jahres als Freiwillige eingestellt. Das Potenzial der Weiterverpflichtung von Grundwehrdienstleistenden steht der Bundeswehr zukünftig nicht mehr zur Verfügung. Im Oktober 2011 werden nach jetzigem Kenntnisstand darüber hinaus etwa 1.500 Freiwillige den Dienst antreten.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Bettina Berg


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