Ein Soldat bearbeitet eine geografische Karte am Computer
© Bundeswehr/Alyssa Bier
KategorieSteckbrief

GeoMETOC Support Coordination Element (GMSCE)

Ein Überblick über das PESCO-Projekt GeoMETOC Support Coordination Element.

Projektname

GeoMETOC Support Coordination Element (GMSCE)

Koordinator

Deutschland

Mitglieder

Frankreich, Griechenland, Österreich, Portugal, Rumänien

Beobachter

Belgien, Niederlande, Polen, Schweden, Ungarn

Zeithorizont

Anfangsbefähigung Ende 2020, Vollbefähigung Ende 2022

Was ist der Zweck des PESCO-Projekts?

GMSCE dient der Harmonisierung der geographischen, meteorologischen und ozeanographischen Informationsunterstützung GeoMETOC (Geo-Meteorological and Oceanographic) bei Missionen und Übungen.

Welchen Mehrwert bietet GMSCE?

Bislang basiert die Unterstützung von militärischen Operationen und Übungen der Europäischen Union durch Daten und Informationen zu Geographie, Meteorologie und Ozeanographie weitestgehend auf der Bereitschaft einzelner Mitgliedstaaten, freiwillig Geoinformationen bereitzustellen. An dieser Stelle setzt das Projekt GMSCE (GeoMETOC Support Coordination Element) an. Dessen Aufgabe besteht darin, für eine einheitliche Unterstützung durch künftig designierte, das heißt im Einsatz verbindlich zu nutzende GeoMETOC-Produkte zu sorgen. Denn Einsatzplanung und -durchführung können effizienter unterstützt werden, wenn einheitliche Geoinformationen abgestimmt aus einer Hand zur Verfügung stehen. Hierfür soll eine einheitliche Geodaten-Infrastruktur der EU zu einer verbesserten Koordination und Harmonisierung der Datengewinnung beitragen und über eine gemeinsame Trainingsplattform die nationalen Vorbereitungslehrgänge für Einsätze vernetzt und harmonisiert werden. Die Nutzung von Advanced Analytics und Big Data schließlich soll die Entwicklung innovativer GeoMETOC-Produkte ermöglichen.

Welchen praktischen Nutzen hat GMSCE?

Fiktives Beispiel: Die Witterung im Einsatzgebiet einer EU-Trainingsmission in der Sahelregion ändert sich schlagartig. Statt Sonnenschein und Hitze kommt es kurzfristig zu sintflutartigen Regenfällen, die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen steigt stark an. Dies ist auch eine Gefahr für die Soldatinnen und Soldaten, die mit den lokalen Einheiten in schwer zugänglichem Gelände trainieren. Durch die verbindliche Nutzung abgestimmter GeoMETOC-Produkte können die möglichen Auswirkungen der Witterungsänderungen besser beurteilt und die betroffenen Kräfte gegebenenfalls rechtzeitig abgezogen werden. Das konsistente und umfassende GeoMETOC-Informationslagebild hilft den Kommandeuren vor Ort somit unmittelbar, fundiert verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und die Soldatinnen und Soldaten vor Ort effektiv zu schützen.

von Claudia Rödel

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