Zwei Soldaten versorgen einen Übungspatienten vor einem Sanitätszelt
© Bundeswehr/Patrick Grüterich
KategorieSteckbrief

European Medical Command (EMCEuropean Medical Command)

 Ein Überblick über das PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekt European Medical Command (EMCEuropean Medical Command).

  
ProjektnameEuropean Medical Command
KoordinatorDeutschland
MitgliederBelgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechien
ZeithorizontAnfangsbefähigung seit September 2019, Vollbefähigung Ende 2021

Was ist der Zweck des PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekts?

European Medical Command (EMCEuropean Medical Command) dient dem gemeinsamen und effizienten Management sanitätsdienstlicher Leistungen.

Innerhalb der PESCOPermanent Structured Cooperation-Initiative European Medical Command koordiniert Deutschland die Zusammenarbeit der Sanitätsdienste verschiedener europäischer Nationen. Wichtige Ziele: gemeinsame Fähigkeitsentwicklung, erhöhte Interoperabilität und schnellere …

Welchen Mehrwert bietet EMCEuropean Medical Command?

Mit dem Projekt European Medical Command (EMCEuropean Medical Command) wird ein einheitliches Koordinierungs- und womöglich späteres Führungselement für die Sanitätsdienste der beteiligten Streitkräfte aufgebaut. Durch die Schaffung einer zunächst nationalen deutschen Dienststelle mit multinationaler Beteiligung wird eine Fähigkeitslücke geschlossen: Es wird ein Koordinierungs- und Unterstützungselement für NATONorth Atlantic Treaty Organization- oder EUEuropäische Union-Hauptquartiere und militärische Sanitätsdienste zur Fähigkeitsentwicklung und zur Erhöhung der Interoperabilität und Einsatzbereitschaft geschaffen. Das PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekt EMCEuropean Medical Command ist mit dem Multinational Medical Coordination Centre (MMCCMultinational Medical Coordination Centre) im Rahmennationen-Konzept der NATONorth Atlantic Treaty Organization verknüpft, das ebenfalls von Deutschland koordiniert wird. Über das MMCCMultinational Medical Coordination Centre sind auch Estland, Griechenland, Großbritannien, Litauen, Luxemburg, Norwegen und Ungarn eingebunden. Beide Vorhaben werden gemeinsam weiterentwickelt und stellen als MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command ein Leuchtturmprojekt der militärischen Kooperation zwischen EUEuropäische Union und NATONorth Atlantic Treaty Organization dar: Mit Erreichen der Vollbefähigung sollen EMCEuropean Medical Command und MMCCMultinational Medical Coordination Centre nicht nur inhaltlich und strukturell, sondern auch begrifflich ineinander aufgehen.

Welchen praktischen Nutzen hat EMCEuropean Medical Command?

An einem fiktiven Beispiel erklärt: In der Sahelregion südlich der Sahara bereitet sich eine Infektionskrankheit zu einer regionalen Epidemie aus. Die EUEuropäische Union-Mitgliedstaaten entschließen sich, medizinische Hilfe zu leisten, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen und so eine weitere Destabilisierung der Region zu verhindern. Das EMCEuropean Medical Command gewährleistet, dass die multinationalen Sanitätsdienstkräfte bei Vorbereitung und Durchführung ihres Einsatzes auf ein einheitliches Lagebild zurückgreifen könnten und ihnen damit sofort ein übersichtliches Situationsbild des gesamten Sahel zur Verfügung stehen würde. Das EMCEuropean Medical Command kann daraufhin die Kräfte aus einer Hand schnell und mit der bedarfsgerechten, effizienten und interoperablen Ausstattung zu den Orten führen, wo der Unterstützungsbedarf am größten ist. Dies führt zu schnelleren und besser abgestimmten Sanitätsdienstleistungen und trägt im Krisenfall entscheidend dazu bei, in den betroffenen Staaten Leben zu retten und so die Situation zu stabilisieren.

von Claudia Rödel

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