Mehrere Reihen Computerbildschirme ziehen durch das Bild, auf dem langen Schreibtisch liegen Tastaturen und Computermäuse
© Bundeswehr/Jonas Weber
KategorieSteckbrief

Cyber and Information Domain Coordination Centre (CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre)

Ziele des PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekts sind die Entwicklung, der Aufbau und der Betrieb eines multinationalen Cyber and Information Domain (CID) Coordination Centre (CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre) als ständiges multinationales militärisches Element für die Europäische Union, um Erkenntnisse und Informationen aus dem Cyber- und Informationsraum auszutauschen und auszuwerten.

  
ProjektnameCyber and Information Domain Coordination Centre (CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre)
KoordinatorDeutschland
MitgliederFrankreich, Niederlande, Ungarn
BeobachterBelgien, Estland, Griechenland, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, Tschechien, Zypern und Irland.
ZeithorizontErstbefähigung ab 2023 / 2026 Projektabschluss und Einsatzbereitschaft

Was ist die Absicht dieses PESCOPermanent Structured Cooperation Projekts?

Der Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum) wird auch für die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik) der Europäischen Union immer wichtiger. Deshalb beabsichtigen die Projektpartner Frankreich, Niederlande und Ungarn gemeinsam mit Deutschland als Projektkoordinator, der EUEuropäische Union ein Cyber- and Information Domain Coordination Centre (CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre) zur Verfügung zu stellen. Dieses PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekt soll als initiales Koordinierungselement EUEuropäische Union-geführte militärische Operationen und Missionen unterstützen, indem es Informationen und Erkenntnisse aus dem Cyber- und Informationsraum zusammenführt, auswertet und dann in den militärischen Planungs- und Führungsprozess einbringt. 

Die Projektpartner stellen dazu gemeinsam mit weiteren interessierten EUEuropäische Union-Mitgliedsstaaten ab Oktober 2023 die erforderlichen Ressourcen und Informationen für den Betrieb einer ersten Ausbaustufe des CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre bereit. Bis spätestens 2026 soll das Projekt abgeschlossen und in ein „EUEuropäische Union CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre“ überführt werden. Nach dem Ende der Projektphase kann das CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre gemeinschaftlich weiterentwickelt werden.

Wir werden unsere Kapazitäten im Bereich Cyberaufklärung ausbauen, um unsere Cyberresilienz zu verbessern, indem wir unter anderem unsere zivilen und militärischen GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik-Missionen und -Operationen sowie unsere Streitkräfte wirksam unterstützen.
Strategischer Kompass der EUEuropäische Union

Warum ist dieses PESCOPermanent Structured Cooperation Projekt erforderlich?

Der von der EUEuropäische Union im Frühjahr 2022 beschlossene Strategische Kompass für Sicherheit und Verteidigung bekräftigt, dass der Cyber- und Informationsraum – insbesondere durch die zunehmende Abhängigkeit von digitalen Technologien – zum Schauplatz eines strategischen Wettbewerbs geworden ist. In einer globalen und vernetzten Welt muss die EUEuropäische Union deshalb auch im CIRCyber- und Informationsraum handlungsfähig sein. Die Projektpartner hatten bereits früh erkannt, welche Bedeutung dem Cyber- und Informationsraum auch als militärischem Handlungsraum zukommt, und arbeiten seit November 2019 an Konzeption und Umsetzung des CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die Bedeutung des Cyberraums in diesem Krieg unterstreichen, wie wichtig es ist, dass Europa auch auf dem digitalen Gefechtsfeld agieren kann. Mit dem im Mai 2022 gebilligten „EUEuropäische Union Concept on Cyber Defence for EUEuropäische Union-led Military Operations and Missions“ haben die Mitgliedstaaten der EUEuropäische Union diesen Bedarf bestätigt. Das Konzept fordert den Aufbau einer militärischen CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre-Fähigkeit für die EUEuropäische Union und umreißt dessen inhaltliche Aufgaben.

Welchen Mehrwert bringt das CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre?

Als Schnittstelle für den Austausch von relevanten Erkenntnissen baut das CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre Arbeitsbeziehungen zu EUEuropäische Union-eigenen Stellen sowie zu vergleichbaren Fähigkeitszentren oder bedeutsamen Kontaktstellen in den EUEuropäische Union-Mitgliedstaaten auf und erfasst bereitgestellte Informationen. Als Auswertestelle erstellt das CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre eigene Analysebeiträge zur Lage im CIRCyber- und Informationsraum und bringt als Beratungselement konkrete Handlungsempfehlungen für die Planung und Durchführung von militärischen Operationen und Missionen ein. Für diese Aufgabe stehen die drei Schlagworte „Connect, Compound, Contribute“ (Verbinden, Zusammensetzen und Beitragen). Sie beschreiben die Kernkompetenzen des geplanten CIDCCCyber and Information Domain Coordination Centre.

von Redaktion der Bundeswehr / Kommando CIR

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