Gebäude (Außenansicht) des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin
© Bundeswehr/Andreas Schindler

Der Bendlerblock

Der Bendlerblock ist einer der wichtigsten Orte der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Am 20. Juli 1944 versuchte Oberst Graf von Stauffenberg vergeblich von hier aus, die NSNationalsozialismus-Diktatur zu stürzen. Noch in derselben Nacht wurden er und weitere Verschwörer im Innenhof erschossen. Heute ist der Bendlerblock Gedenkstätte des Widerstands und Dienstsitz des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Dienstsitz des Verteidigungsministeriums in Berlin

Das Gebäude in der Bendlerstraße (heute: Stauffenbergstraße) nahe dem Tiergarten und dem Landwehr wurde zwischen 1911 und 1914 für das Reichsmarineamt errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg zogen das Reichswehrministerium und die Heeresleitung ein. Im Dritten Reich wurde es unter anderem zum Sitz des Allgemeinen Heeresamtes und des Ersatzheeres. Seine heutige Gestalt erhielt der Bendlerblock nach umfangreichen Erweiterungen schließlich im Jahr 1938.

Keimzelle des Widerstandes

Anfang der 1940er Jahre bildete sich im Bendlerblock das Zentrum des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Zum engeren Kreis gehörte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der als Stabschef des Allgemeinen Heeresamts direkten Zugang zu Hitler hatte und die Durchführung eines Attentats am 20. Juli 1944 übernahm. 

Deckblatt der Broschüre Der Bendlerblock

Der Bendlerblock

Historisches Porträt des Gebäudes in Berlin. Mit vielen Informationen über das Attentat am 20. Juli 1944.

PDF Herunterladen PDF, barrierefrei, (3,2 MB)

Im Bendlerblock versuchten die Verschwörer zeitgleich einen Staatsstreich in Gang zu setzen. Hitler überlebte das Attentat leicht verletzt. Noch am gleichen Abend wurden Graf von Stauffenberg und weitere Anführer des Aufstands im Innenhof des Bendlerblocks erschossen.

Der Bendlerblock heute

Gebäudekomplex (Außenansicht) des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn

Die Hardthöhe

Die Bonner Hardthöhe ist seit 1955 Sitz des Bundesministeriums für Verteidigung in Bonn.

Nach dem Ende des Krieges 1945 begann der Wiederaufbau des zerstörten Gebäudekomplexes. Ab den 1950er Jahren bis zur Wiedervereinigung wurde er von diversen Behörden genutzt. Seit dem 2. September 1993 dient der Bendlerblock neben der Hardthöhe in Bonn als weiterer Dienstsitz des Verteidigungsministeriums. Der Berliner Sitz stellt die Nähe des Leitungsstabes und der Abteilungen des Hauses zu den politischen Entscheidungsgremien der Hauptstadt sicher.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

An die Widerstandskämpfer und den gescheiterten Umsturzversuch erinnert heute im ehemaligen Oberkommando des Heeres die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ dokumentiert die gesamte Breite und Vielfalt des Kampfes gegen die nationalsozialistische Diktatur. Im Innenhof, am Ort der Hinrichtung, befindet sich das von dem Bildhauer Richard Scheibe geschaffene Ehrenmal für die getöteten Widerstandskämpfer.

Der Bendlerblock

  • Gebäude (Außenansicht) des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin

    Die Südfassade des Hauses mit Blick auf den Landwehrkanal

    © Bundeswehr/Andrea Bienert
  • Gebäude (Außenansicht) des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin

    Der Haupteingang für die Mitarbeiter und Besucher des Bendlerblocks in der Stauffenbergstraße

    © Bundeswehr/Andrea Bienert
  • Besucher in der Säulenhalle des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin

    Der beeindruckende Lichthof erstreckt sich über vier Stockwerke

    © Bundeswehr/Sebastian Wilke
  • Mehrere Schwarzweißfotos von Widerständlern gegen die Nationalsozialisten an einer Wand

    Bild(er) der Widerstandskämpfer um Stauffenberg

    © Bundeswehr/Carsten Vennemann
  • Angetretene Soldaten auf dem Paradeplatz

    Der Paradeplatz verbindet den Bendlerblock mit dem Ehrenmal der Bundeswehr (hinten rechts)

    © Bundeswehr/Jane Schmidt
  • Mehrere Personen laufen zum Ehrenmal der Bundeswehr

    Das Ehrenmal westlich des Bendlerblocks

    © Bundeswehr/photothek/Koehler
  • Gebäude des Bundesministeriums der Verteidigung un Berlin

    Das Bild zeigt weite Teile des Gebäudekomplexes

    © Bundeswehr/Andrea Bienert
  • Ehrenmal im Innenhof des Bendlerblocks

    Ehrenmal für die Opfer des 20. Juli 1944 im Hof des Bendlerblocks

    © Bundeswehr/Jonas Weber

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung