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Bundeswehr/MunkerDie ehemaligen Generalinspekteure
Der Generalinspekteur der Bundeswehr ist als Berater der Bundesregierung für die Entwicklung und Realisierung der Gesamtkonzeption der militärischen Verteidigung verantwortlich. Er ist unmittelbarer Vorgesetzter aller Soldatinnen und Soldaten und Angehöriger der Leitung des Bundesverteidigungsministeriums. Der Generalinspekteur wird vom Bundespräsidenten auf Vorschlag des Verteidigungsministers ernannt.
Der Generalinspekteur und seine Aufgaben
General Carsten Breuer ist der 17. Generalinspekteur der Bundeswehr und seit dem 17. März 2023 im Amt.
Als ranghöchster Soldat der Bundeswehr steht der Generalinspekteur immer wieder vor Herausforderungen. Aktuell sind es unter anderem die Zeitenwende angesichts der russischen Vollinvasion in der Ukraine.
Der erste Generalinspekteur Adolf Heusinger und sein späterer Nachfolger Ulrich de Maizière trugen mit ihrem Konzept der Inneren Führung dazu bei, dass die demokratischen Werte der jungen Bundesrepublik in der neuen Bundeswehr etabliert wurden.
Im NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bündnis entwickelte sich die deutsche Armee vom ehemaligen Feind zum verlässlichen Freund bei der Verteidigung Westeuropas. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung kam den Generalinspekteuren Dieter Wellershoff und Klaus Naumann die Aufgabe zu, die Nationale Volksarmee in die Bundeswehr zu integrieren.
Als oberste Repräsentanten nunmehr aller deutscher Soldaten und Soldatinnen leiteten sie außerdem den Wandel der Bundeswehr von einer reinen Verteidigungs- zu einer Einsatzarmee ein.
Diese internationale Ausrichtung der Bundeswehr zeigte sich in ersten Einsätzen für die Vereinten Nationen im Irak oder auf dem Balkan. Die Transformation zu einer Armee im Einsatz erforderte es, die Bundeswehr personell und strukturell neu auszurichten. Die politische entschiedene Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 wurde vom 15. Generalinspekteur Volker Wieker praktisch umgesetzt.
Direkt vor Breuer hatte General Eberhard Zorn das Amt des Generalinspekteurs inne. Er gestaltete den Beginn der Zeitenwende und die Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung mit, die vor allem durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ab dem 24. Februar 2022 wieder mehr an Bedeutung gewann.
Die Generalinspekteure der Bundeswehr seit 1957
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16. Generalinspekteur (2018 - 2023) General Eberhard Zorn. In seiner Amtszeit trieb er die Neuausrichtung der Bundeswehr zur Landes- und Bündnisverteidigung maßgeblich voran.
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Bundeswehr/Jana Neumann -
15. Generalinspekteur (2010-2018) General Volker Wieker. In seiner Amtszeit wurde die Aussetzung der Wehrpflicht umgesetzt.
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Bundeswehr/Christian Thiel -
14. Generalinspekteur (2002-2009) General Wolfgang Schneiderhan gestaltete die Transformation der Bundeswehr zur Armee im Einsatz, darunter den ISAFInternational Security Assistance Force-Einsatz in Afghanistan.
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Bundeswehr/Andrea Bienert -
13. Generalinspekteur (2000-2002) General Harald Kujat begann die Armee nach dem 11. September 2001 gegen den internationalen Terrorismus aufzustellen.
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Bundeswehr/Detmar Modes -
12. Generalinspekteur (1999-2000) General Hans-Peter von Kirchbach führte rund 30.000 Soldaten beim Kampf gegen die Oderflut von 1997 und wurde so schon vor seiner Amtszeit „Held von der Oder“.
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Bundeswehr/Detmar Modes -
11. Generalinspekteur (1996-1999) General Hartmut Bagger erlebte die erste NATONorth Atlantic Treaty Organization-Osterweiterung um Polen, Tschechien und Ungarn. Außerdem beeindruckte er als konzertreifer Pianist.
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Bundeswehr/Detmar Modes -
10. Generalinspekteur (1991-1996) General Klaus Naumann gestaltete die strategische Neuausrichtung der Bundeswehr nach der Wiedervereinigung Deutschlands.
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Bundeswehr/Anne Fischer -
9. Generalinspekteur (1986-1991) Admiral Dieter Wellershoff wurde nach dem Mauerfall zum „Generalinspekteur der Einheit“.
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Bundeswehr -
8. Generalinspekteur (1983-1986) General Wolfgang Altenburg vermittelte der Truppe den umstrittenen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Doppelbeschluss.
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Bundeswehr/Schaack -
7. Generalinspekteur (1978-1983) General Jürgen Brandt organisierte die Erweiterung des Heeres um drei zusätzliche Brigaden.
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Bundeswehr/Wienke -
6. Generalinspekteur (1976-1978) General Harald Wust sah sich während seiner Amtszeit mit schweren Zwischenfällen an der innerdeutschen Grenze konfrontiert.
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Bundeswehr/Anne Fischer -
5. Generalinspekteur (1972-1976) Admiral Armin Zimmermann war der erste Marineoffizier auf dem Posten.
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Bundeswehr/Günther Oed -
4. Generalinspekteur (1966-1972) General Ulrich de Maizière, Vater des späteren Verteidigungsministers, entwickelte die „Innere Führung“ mit.
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Bundeswehr/BMVgBundesministerium der Verteidigung -
3. Generalinspekteur (1964-1966) General Heinz Trettner trat als Reaktion auf den Beschluss des Gewerkschaftserlasses zwei Jahre nach Ernennung zurück.
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Bundeswehr/BMVgBundesministerium der Verteidigung -
2. Generalinspekteur (1961-1963) General Friedrich Albert Foertsch musste sich mit dem Mauerbau, Kuba-Krise und Spiegel-Affäre auseinandersetzen.
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Bundesarchiv -
1. Generalinspekteur (1957-1961) General Adolf Heusinger hatte großen Anteil am Aufbau der Bundeswehr. Er förderte den Anschluss an die NATONorth Atlantic Treaty Organization.
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Bundeswehr/Storz