Mazedonische , EU und NATO-Flagge
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KategorieSicherheitspolitik

Nordmazedonien kann Beitrittsverhandlungen mit der NATO aufnehmen

Das Bundeskabinett hat heute die Zustimmung zur Aufnahme Nordmazedoniens in die NATO beschlossen. Dazu sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: „Das ist ein guter und wichtiger Schritt. Die Aufnahme dieses jungen Landes in die NATO hat nicht nur eine hohe Bedeutung für die weitere positive Entwicklung des Westbalkans, sondern auch generell für eine engere Zusammenarbeit in Europa. Mein Respekt für die beharrlich konstruktive Zusammenarbeit Nordmazedoniens und Griechenlands, die dies ermöglicht hat.“

Weitere Stabilisierung auf dem Westlichen Balkan

In der schriftlichen Unterrichtung der Obleute des Auswärtigen- und Verteidigungsausschusses zum Beitrittsprozess der Republik Nordmazedonien zur NATO heißt es: Außenpolitisch spielt das Land eine konstruktive Rolle auf dem Westlichen Balkan. Die Bundesregierung ist davon überzeugt, dass der NATO-Beitritt der Republik Nordmazedonien einen Beitrag zu Sicherheit und Stabilität im euro-atlantischen Raum leisten, zur transatlantischen Wertegemeinschaft beitragen und zudem einen wichtigen Impuls für die weitere Stabilisierung des Westlichen Balkans geben wird.

Beitritt so bald wie möglich

Mit der Aufnahme Nordmazedoniens wächst die Allianz auf 30 Mitglieder an und erweitert das Bündnisgebiet entsprechend. Die Bundesregierung wird sich für eine zügige Annahme des Beitrittsprotokolls einsetzen, damit der formelle Beitritt so bald wie möglich erfolgen kann. Die Staats- und Regierungschefs der NATO hatten am 12. Juli 2018 die Regierung in Skopje eingeladen, Beitrittsverhandlungen mit der NATO aufzunehmen. Voraussetzung für die Aufnahme Nordmazedoniens in die NATO war die Ratifizierung des sogenannten Prespa-Abkommens zwischen Griechenland und Nordmazedonien zur Klärung der Namensfrage.

Grafik: Karte von Nordmazedonien

Nach der Ratifizierung des Prespa-Abkommens soll der Beitritt jetzt so bald wie möglich erfolgen.

© Bundeswehr

Beobachterstatus im Bündnis

Die Beitrittsverhandlungen sind abgeschlossen. Nach der Zustimmung im griechischen Parlament wurde der Text des Beitrittsprotokolls zum Nordatlantikvertrag – unter Verwendung des Namens Republik Nordmazedonien – finalisiert und soll zeitnah unterzeichnet werden. Die Republik Nordmazedonien genießt ab der Unterzeichnung des Beitrittsprotokolls Beobachterstatus im Bündnis. Für das Inkrafttreten des Protokolls ist die Notifikation durch alle Vertragsstaaten erforderlich, was für die Bundesrepublik Deutschland erst nach Inkrafttreten eines nach Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG erforderlichen Vertragsgesetzes erfolgen wird. Die Bundesregierung strebt an, dem Bundestag das Vertragsgesetz noch vor der Sommerpause vorzulegen.

Neumitglied im Herzen des Balkan

Nordmazedonien ist ein Binnenstaat und liegt zentral auf der Balkanhalbinsel. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik grenzt im Norden an Serbien, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland, im Westen an Albanien und im Nordwesten an das Kosovo. Von den 2,074 Millionen Einwohnern (2017) lebt rund ein Viertel in der Hauptstadt Skopje.
 

von Barbara Gantenbein

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