Guido Crosetto, Sébastien Lecornu, Wladyslaw Kosiniak-Kamysz, Boris Pistorius und John Healey posieren für ein Gruppenfoto.
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieSicherheitspolitik

Minister betont beim Group of Five-Treffen in Rom: Auf Deutschland ist Verlass

Viertes Treffen der Group of Five: Verteidigungsminister Boris Pistorius ist am 16. Mai 2025 mit seinen Amtskollegen aus Italien, Großbritannien, Frankreich und Polen in Rom zusammengetroffen. Dort beriet er mit den Ressortchefs unter anderem über die weitere Unterstützung der Ukraine und die Stärkung der europäischen Verteidigung.

Die Group of Five-Treffen stehen im Zeichen eines kontinuierlichen und engen Austausches der Teilnehmerländer: Nach Zusammenkünften im November 2024 in Berlin, im Januar 2025 in Warschau und im März 2025 in Paris war es das nunmehr vierte Folgetreffen des Formats, zu dem Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto in die italienische Hauptstadt geladen hatte.

Neben Verteidigungsminister Boris Pistorius und seinem italienischen Amtskollegen Crosetto nahmen ihr französischer Amtskollege Sébastien Lecornu, der britische Verteidigungsminister John Healey und Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz teil. Zudem waren der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerov, der EUEuropäische Union-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt Andrius Kubilius sowie der Stellvertretende Generalsekretär für Verteidigungspolitik und -planung der NATONorth Atlantic Treaty Organization François-Marie Gougeon unter den hochrangigen Teilnehmern.

Group of Five steht geschlossen hinter der Ukraine

Das Treffen in Rom dokumentierte nachdrücklich die große Geschlossenheit in der Unterstützung der Ukraine. Die Ukraine könne sich auf Deutschland und die Group of Five verlassen – „every step of the way“, so Boris Pistorius. Die Group of Five beriet auf Initiative des deutschen Verteidigungsministers unter anderem über das Szenario nach einem möglichen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland. 

20.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland ausgebildet

Bis zum Zeitpunkt eines Waffenstillstands, so machte Deutschlands Verteidigungsminister gemeinsam mit seinen Amtskollegen deutlich, werde die Ukraine weiterhin „as long as it takes“ unterstützt – und zwar politisch, mit Material, dem Aufbau von Fähigkeiten vor Ort und mit Ausbildung. So wurden bislang allein in Deutschland im Rahmen der Ausbildungsmission der EUEuropäische Union rund 20.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten ausgebildet. 

Deutschland hat bislang Militärhilfen in Höhe von mehr als 38 Milliarden Euro zur Unterstützung der Ukraine zur Verfügung gestellt beziehungsweise für die kommenden Jahre zugesagt. Damit bleibt Deutschland der größte Unterstützer des angegriffenen Landes nach den USA weltweit.

Boris Pistorius unterstrich in seinem Statement ausdrücklich:

„Europa und seine Verbündeten stehen weiter verlässlich und zuverlässig zur Ukraine.“ 

Europäische Verteidigung weiter stärken

Die Group of Five erörterte zudem die weitere Stärkung der europäischen Verteidigung. Es sollen in Europa mehr gemeinsame Rüstungsgüter entwickelt, produziert und beschafft werden. „Wir fünf wollen bestehende Rahmenverträge für Beschaffung von Rüstungsgütern für andere Partner in Europa öffnen“, erklärte der deutsche Verteidigungsminister. Beschaffung würde so günstiger, schneller und planbarer. Bei allem sei Zeit der treibende Faktor und entscheidende Schlüssel. Wichtig sei zudem, dass alle NATONorth Atlantic Treaty Organization Staaten die Fähigkeitsziele, die beim nächsten Treffen der NATONorth Atlantic Treaty Organization Verteidigungsminister und Verteidigungsministerinnen beschlossen werden, in die Tat umsetzten. Die Group of Five wolle ein Treiber sein und habe „ihre Verantwortung klar erkannt“, so Boris Pistorius: „Und ja wir meinen es ernst.“

von Jörg Fleischer

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