Der afrikanische Kontinent in einem Kreis von 12 gelben Sternen auf blauem Grund
© Bundeswehr

Afrika-Roadmap 2014 bis 2017

Europa und Afrika haben für den Zeitraum 2014 bis 2017 einen Fahrplan für die Bewältigung zentraler Herausforderungen in Afrika erstellt. Im Gegensatz zu früheren Vereinbarungen haben die Akteure die aktuelle Roadmap gestrafft und das Thema Sicherheit forciert.

Neues Kapitel der europäisch-afrikanischen Zusammenarbeit

Europa und Afrika haben bereits 2014 ein weiteres Kapitel ihrer Zusammenarbeit mit ihrer – noch immer aktuellen – Roadmap aufgeschlagen. Während des vierten EUEuropäische Union-Afrika-Gipfels in Brüssel unterstrichen sie für den Zeitraum 2014 bis 2017 die Aktualität ihrer Zielsetzungen der Gemeinsamen Afrika-EUEuropäische Union-Strategie (JAESJoint Africa-Europe Strategy ). Allerdings reduzierten sie die bis dato acht thematischen Prioritäten auf fünf. Die Roadmap ist Teil der im Jahr 2007 vereinbarten Gemeinsamen Strategie Afrika-EUEuropäische Union, die regelmäßig durch befristete Aktionspläne umgesetzt wird.

Mehr Gewicht auf dem Thema Sicherheit

Neben Themen wie Bildung, Entwicklung, gute Regierungsführung, Menschenrechte und Klimaschutz sind in der aktuellen Roadmap vor allem die Themen Wirtschaftswachstum, Investitionen und insbesondere der Punkt Sicherheit in den Vordergrund gerückt. Die Weiterentwicklung der bestehenden Friedens- und Sicherheitsarchitektur (APSAAfrikanische Friedens- und Sicherheitsarchitektur) spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie umfasst die zentralen Instrumente für Konfliktprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung der Afrikanischen Union. Weitere Unterstützung sieht die Roadmap für die afrikanische Bereitschaftstruppe (ASFAfrican Standby Force) in Form von Ausbildungsmaßnahmen und finanziellen Hilfen vor.

Entwaffnung und Vernetzung als Schlüssel für Krisenprävention und Friedenssicherung

Zwei Männer nehmen eine Tasche mit vielen Waffen aus einer Kiste
© picture-alliance/AAAuswärtiges Amt/Stringer

Der Kampf gegen die illegale Verbreitung von Waffen und der Aufbau afrikanischer Institutionen für Krisenprävention, Friedenssicherung und Entwaffnung nach Konflikten ist für die Autoren der Roadmap ein zentraler Aspekt zur Krisenprävention ebenso wie eine engere Vernetzung zwischen der EUEuropäische Union und Afrika und den dortigen regionalen Organisationen. Eine wichtige Rolle kommt dabei den regionalen Wirtschaftsgemeinschaften (RECs) zu: ihrer Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Konfliktprävention und Friedenssicherung.

Kampfansage an Terroristen, Waffenschmuggler und Piraten

Auch die Bekämpfung zentraler Ursachen für Konflikte, Terrorismus, organisiertes Verbrechen sowie Drogen-, Menschen- und Waffenhandel steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Zudem enthält die Roadmap eine Kampfansage an Piraten und verpflichtet sich dem Schutz gegen Gefährdungen der Sicherheit auf See.

EUEuropäische Union-Milliarden für Afrika

Afrika ist der größte Empfänger der öffentlichen EUEuropäische Union-Entwicklungshilfe (ODAOfficial Development Assistance). Rund 141 Milliarden Euro wurden für den Zeitraum 2007 bis 2013 bereitgestellt. Das ODAOfficial Development Assistance-Gesamtvolumen der Europäischen Kommission für Afrika von 2014 bis 2020 beläuft sich auf über 31 Milliarden Euro.

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung