Dunkelblaue Stühle mit der Aufschrift msc
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieMSC

62. Münchner Sicherheitskonferenz in Zeiten dramatischer Umbrüche

„Under Destruction“ lautet das Motto der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSCMunich Security Conference). Der Umbruch der Weltordnung ist das brisante Thema des Treffens. Traditionell wird die Lage auf der MSCMunich Security Conference aus transatlantischer Perspektive betrachtet. Europa gewinnt dabei stetig an Bedeutung. Experten meinen: Die NATONorth Atlantic Treaty Organization muss europäischer werden, um transatlantisch zu bleiben.

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Bei dem Spitzentreffen, das vom 13. bis zum 15. Februar 2026 stattfindet, wird eine breite und kontroverse Debatte über den Umbruch der bisherigen Weltordnung geführt. Damit verbunden geht es um die Perspektive der transatlantischen Beziehungen.

Europa am Tisch der Big Player

In diesem Kontext wird die Rolle Europas immer bedeutsamer. Die Europäische Union müsse mit am Tisch der Big Player der Staatengemeinschaft sitzen, um nicht auf der Speisekarte an eben jenem Tisch zu landen, betonte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, im Vorfeld der Konferenz.

Diese steht im Zeichen der bereits vielfach wiederholten Forderung aus Politik und sicherheitspolitischer Community, Europa müsse künftig aus eigener Kraft in der Lage sein, seine Interessen durchzusetzen. Eng verbunden ist damit die Rolle der europäischen Verteidigung als starkem Pfeiler der NATONorth Atlantic Treaty Organization. In Zeiten des Krieges in Europa ist Abschreckung gegenüber Russland das neue alte Thema der Konferenz.

Die weitere Unterstützung der Ukraine ist dabei ein herausragender Aspekt. Dem Thema ist ein eigener Ort gewidmet: Das „Ukraine-Haus“, das es zum ersten Mal bei der MSCMunich Security Conference gibt, ist als spezieller Ort des Gesprächs und der Debatte gedacht.

MSCMunich Security Conference-Spotlight zum Thema Arctic Security

Darüber hinaus wendet sich die Konferenz der strategisch wichtigen Lage Grönlands zu. Dazu gibt es ein sogenanntes MSCMunich Security Conference-Spotlight zum Thema Arctic Security. Verteidigungsminister Boris Pistorius nimmt daran teil.

Zuvor hält der Minister eine programmatische Rede, die den aktuellen Stand der Debatte aufnehmen wird. An dieser wird sich auch Marco Rubio beteiligen, der US-Außenminister und Sicherheitsberater des Präsidenten. Rubio reist mit der größten US-Delegation aller Zeiten in München an, welcher mehr als 50 Senatoren aus dem US-Kongress angehören.

Konferenz mit großer Relevanz

60 Staats- und Regierungschefs kommen zur MSCMunich Security Conference nach München, begleitet von mehr als 200 Ministerinnen und Ministern. Seitens der Bundesregierung nehmen neben Verteidigungsminister Boris Pistorius teil: Bundeskanzler Friedrich Merz, Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil, Außenminister Johann Wadephul, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sowie Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan.

Aus NATONorth Atlantic Treaty Organization, EUEuropäische Union und UNUnited Nations werden mehr als 40 Spitzenvertreterinnen und -vertreter erwartet, unter ihnen EUEuropäische Union-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATONorth Atlantic Treaty Organization-Generalsekretär Mark Rutte.  

Offizielle Vertreter der russischen Regierung sind auch in diesem Jahr nicht in München vertreten, was vom MSCMunich Security Conference-Vorsitzenden Ischinger als Beleg dafür gewertet wird, dass Moskau kein Interesse an diplomatischen Fortschritten hin zur Beendigung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat.


Impressionen von der MSCMunich Security Conference 2026

  • Boris Pistorius sitzt mit mehreren Personen an einem runden Tisch.

    Politische Gespräche am Rande der Konferenz im Hotel Bayerischer Hof

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Boris Pistorius und Mohamed Khaled Nordin sitzen nebeneinander und unterzeichnen jeder ein Dokument.

    Bilaterales Treffen am Rande der MSCMunich Security Conference mit dem Amtskollegen aus Malaysia, Mohamed Khaled Nordin

    © Bundeswehr/Christoph Kassette

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