MSC-Spotlight: Arktische Sicherheit im Blick
Boris Pistorius hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz das Engagement für Sicherheit im Hohen Norden bekräftigt.
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„Under Destruction“ lautet das Motto der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Der Umbruch der Weltordnung ist das brisante Thema des Treffens. Traditionell wird die Lage auf der MSC aus transatlantischer Perspektive betrachtet. Europa gewinnt dabei stetig an Bedeutung. Experten meinen: Die NATO muss europäischer werden, um transatlantisch zu bleiben.
Bei dem Spitzentreffen, das vom 13. bis zum 15. Februar 2026 stattfindet, wird eine breite und kontroverse Debatte über den Umbruch der bisherigen Weltordnung geführt. Damit verbunden geht es um die Perspektive der transatlantischen Beziehungen.
In diesem Kontext wird die Rolle Europas immer bedeutsamer. Die Europäische Union müsse mit am Tisch der Big Player der Staatengemeinschaft sitzen, um nicht auf der Speisekarte an eben jenem Tisch zu landen, betonte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, im Vorfeld der Konferenz.
Diese steht im Zeichen der bereits vielfach wiederholten Forderung aus Politik und sicherheitspolitischer Community, Europa müsse künftig aus eigener Kraft in der Lage sein, seine Interessen durchzusetzen. Eng verbunden ist damit die Rolle der europäischen Verteidigung als starkem Pfeiler der NATO. In Zeiten des Krieges in Europa ist Abschreckung gegenüber Russland das neue alte Thema der Konferenz.
Die weitere Unterstützung der Ukraine ist dabei ein herausragender Aspekt. Dem Thema ist ein eigener Ort gewidmet: Das „Ukraine-Haus“, das es zum ersten Mal bei der MSC gibt, ist als spezieller Ort des Gesprächs und der Debatte gedacht.
Darüber hinaus wendet sich die Konferenz der strategisch wichtigen Lage Grönlands zu. Dazu gibt es ein sogenanntes MSC-Spotlight zum Thema Arctic Security. Verteidigungsminister Boris Pistorius nimmt daran teil.
Zuvor hält der Minister eine programmatische Rede, die den aktuellen Stand der Debatte aufnehmen wird. An dieser wird sich auch Marco Rubio beteiligen, der US-Außenminister und Sicherheitsberater des Präsidenten. Rubio reist mit der größten US-Delegation aller Zeiten in München an, welcher mehr als 50 Senatoren aus dem US-Kongress angehören.
60 Staats- und Regierungschefs kommen zur MSC nach München, begleitet von mehr als 200 Ministerinnen und Ministern. Seitens der Bundesregierung nehmen neben Verteidigungsminister Boris Pistorius teil: Bundeskanzler Friedrich Merz, Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil, Außenminister Johann Wadephul, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sowie Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan.
Aus NATO, EU und UN werden mehr als 40 Spitzenvertreterinnen und -vertreter erwartet, unter ihnen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte.
Offizielle Vertreter der russischen Regierung sind auch in diesem Jahr nicht in München vertreten, was vom MSC-Vorsitzenden Ischinger als Beleg dafür gewertet wird, dass Moskau kein Interesse an diplomatischen Fortschritten hin zur Beendigung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat.
Politische Gespräche am Rande der Konferenz im Hotel Bayerischer Hof
Bilaterales Treffen und Zeichnung einer Absichtserklärung mit dem Amtskollegen aus Malaysia, Mohamed Khaled Nordin
In München wird über die wichtigsten Herausforderungen für die internationale Sicherheit gesprochen
Beratung mit dem Bundeskanzler: Friedrich Merz hat in der Eröffnungsrede betont, dass die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik immer europäisch verankert sei.
Weitere bilaterale Treffen: Mit dem japanischen Amtskollegen Shinjiro Koizumi berät Minister Pistorius die deutsch-japanische Zusammenarbeit.
Die Militärkooperation mit Norwegen wird noch weiter ausgebaut - insbesondere mit Blick auf den Hohen Norden
Die Rede des Verteidigungsministers bei der Münchner Sicherheitskonferenz: „Holding the Line: Defending Europe and Supporting Ukraine“