Boris Pistorius spricht in die Mikrofone der Presse.
© Bundeswehr/Christoph Kassette
KategorieMSC

Pistorius bei Sicherheitskonferenz: „Lastenteilung stabilisiert das Bündnis“

„Europa muss mehr tun für die eigene konventionelle Verteidigung“, sagte Minister Pistorius beim Eintreffen zur Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar 2026. Gleichzeitig würden sich die Vereinigten Staaten zu ihrer Rolle in der NATONorth Atlantic Treaty Organization bekennen.

„Diese Lastenteilung ist überfällig“, erklärte Pistorius, denn die Europäer hätten in den vergangenen Jahren zu wenig für die Verteidigung getan. „Das holen wir jetzt nach“, so Pistorius. Diese Lastenteilung stabilisiere das Bündnis.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Die NATONorth Atlantic Treaty Organization muss europäischer werden, damit sie transatlantisch bleiben kann.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Verteidigungsminister Pistorius verwies erneut auf die Bedrohung, die von Russland ausgehe. Dies sei keine regionale Bedrohungslage, die nur die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke betreffe. Zwar liegt hier der Schwerpunkt der Abschreckungs- und Verteidigungsmaßnahmen der Allianz, aber die zunehmende Militarisierung der Arktis durch Russland stellt auch im Hohen Norden eine Herausforderung für das Bündnis dar.

Deutsche Beteiligung an Arctic Sentry

Für mehr Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktis ist Deutschland bereits Sicherheitspartnerschaften mit mehreren Verbündeten eingegangen und verstärkt das gemeinsame Engagement mit den Partnern. Darüber hinaus werde sich Deutschland an der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mission Arctic Sentry beteiligen, kündigte der Minister an. Deutsche Eurofighter und ein Transportflugzeug A400M seien zur Stunde unterwegs nach Island. „Deutschland übernimmt Verantwortung“, so Pistorius.

Ukraine-Unterstützung geht weiter

Der Minister berichtete vor dem Tagungshotel zudem von einem gemeinsamen Termin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Morgen, anlässlich der Übergabe der ersten produzierten Drohne eines deutsch-ukrainischen Industrie-Joint-Ventures. Für Pistorius ist dies ein Beispiel dafür, „dass Deutschland nicht nachlässt in der Unterstützung der Ukraine“. Mit 11,5 Milliarden Euro militärischer Hilfe für 2026 ist Deutschland weltweit der größte Unterstützer für das angegriffene Land, denn weiterhin attackiert Russland die Ukraine mit massiven Luftangriffen auf die Bevölkerung und die Infrastruktur. „Das ist nichts anderes als Terror und ein Kriegsverbrechen“, so der Minister.

von Florian Manthey

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