Teilnehmer sitzen in einem großen Konferenzraum
© Bundeswehr/Andrea Bienert
KategorieVerteidigung

EU-Staaten melden PESCO-Teilnahme

Beim Treffen des Rates für Auswärtige Angelegenheiten Anfang kommender Woche in Brüssel soll ein erster Meilenstein auf dem Weg zur  Ständigen strukturierten Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung in der EU gesetzt werden. Das Vorhaben läuft unter der Bezeichnung  PESCO (Permanent Structured Cooperation).

Startschuss soll im Dezember fallen

So wird bei dem Treffen der Außen- und Verteidigungsminister ab dem 13.11.2017 in Brüssel die sogenannte Notifizierung jener EU-Partner stattfinden, die sich an der Verteidigungskooperation beteiligen wollen. Wie aus dem BMVg verlautete, wollen sich voraussichtlich mehr als 20 der insgesamt 28 EU-Mitglieder für das Vorhaben melden. Mitte Dezember wird dann der Startschuss für PESCO fallen.

Karte von Europa

Mehr als 20 der insgesamt 28 EU-Mitglieder wollen sich voraussichtlich für PESCO melden.

© Bundeswehr

Militärische Vorhaben verbindlich umsetzen

Die Ständige strukturierte Zusammenarbeit für  Sicherheit und Verteidigung sieht die Möglichkeit für EU-Mitglieder vor, auch in kleineren Gruppen militärische Vorhaben verbindlicher als bisher umzusetzen. Alle an PESCO teilnehmenden Staaten sollen der Europäischen Verteidigungs-Agentur EDA (European Defence Agency) ihre Kapazitäten und Fähigkeiten melden, die dann im Rahmen der neuen Verteidigungskooperation zusammengeführt werden.  Kräfte sollen gebündelt, Fähigkeiten ergänzt und Rüstungsausgaben durch Kooperationen effektiver eingesetzt werden.

Deutsch-französische Initiative

Nachdem PESCO insbesondere von den Briten lange blockiert worden war, hatten nach dem Brexit-Votum die EU-Staaten auf Initiative Deutschlands und Frankreichs einen neuen Anlauf zur Vertiefung ihrer Verteidigungskooperation genommen. Das europäische Vorhaben ist komplementär und nicht in Konkurrenz zur NATO gedacht.

Europa muss seine Probleme selber lösen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte im Vorfeld mehrmals darauf hingewiesen, dass die Europäer in der Lage sein müssten, ihre Probleme selbst zu lösen. Das hätten auch die Entwicklungen des Jahres 2016 mit der Wahl des neuen US-Präsidenten den Europäern nochmals deutlich gemacht. Seinerzeit hatten insbesondere auch osteuropäische EU-Staaten ihr Interesse an einer intensiveren europäischen Verteidigungskooperation bekundet.

von Jörg Fleischer

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