HIL-Werke bleiben im Besitz des Bundes
Der Militärdienstleister HIL Heeresinstandsetzungslogistik GmbH wird als staatliche Eigengesellschaft weitergeführt.
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Die Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) GmbH wartet militärisches Großgerät von Heer und Streitkräftebasis. Sie ist eine hundertprozentige Tochter des Bundes. Mit weiteren Investitionen bleibt die HIL auch in Zukunft eine verlässliche Partnerin der Bundeswehr.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird im Mai und Juni die drei HIL-Werke in Sankt Wendel, Doberlug-Kirchhain und Darmstadt besuchen. Gemeinsam mit den jeweiligen Ländern, Kommunen und natürlich den Beschäftigten wird die Ministerin besprechen, wie die Modernisierung der HIL-Werke gemeinsam erreicht werden kann und welche Maßnahmen dafür getroffen werden müssen.
Bereits im Oktober 2019 hatte Kramp-Karrenbauer entschieden, dass die HIL-Werke aufgrund der steigenden sicherheitspolitischen Herausforderungen beim Bund verbleiben und zukunftsfähig aufgestellt werden sollen. Damit war die zuvor in Erwägung gezogene Privatisierung vom Tisch. Ende vergangenen Jahres hat die Ministerin die Zielstruktur der HIL-GmbH bis 2031 verkündet: Der Bund macht die HIL-Werke zukunftsfest, stärkt ihre Fähigkeiten durch Bündelung von Kompetenzen, schafft deutschlandweit neue Arbeitsplätze und investiert in die HIL-Standorte.
Die Arbeiten, die bisher in Darmstadt erledigt werden, werden nach Sankt Wendel in das neu aufzustellende Kompetenzzentrum „Kette“ verlagert. Im Raum Darmstadt wird hierfür eine neue leistungsstarke Betriebsstätte errichtet, die der Niederlassungsorganisation zuzuordnen ist. Damit sichert der Bund die Beschäftigung und der Standort bleibt erhalten.
Die bundeswehreigene HIL GmbH hält die geschützten und ungeschützten militärischen Landfahrzeuge der Bundeswehr instand. In Sankt Wendel werden derzeit zum Beispiel der Transportpanzer Fuchs, der Spähwagen Fennek oder das Gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug (GTK) Boxer in Schuss gehalten. Aber auch die Panzerhaubitze 2000 oder Fahrzeugkräne leicht und mittel (FKL/FKM) gehören aktuell zum Instandhaltungsportfolio des saarländischen HIL-Werkes.
Die HIL GmbH ist dafür verantwortlich, dass die Fahrzeuge und Geräte der Bundeswehr im Grundbetrieb sowie bei Übungen und Einsätzen einwandfrei funktionieren. Sie trägt damit wesentlich zur materiellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und damit zum Schutz der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz bei. Sie erbringt ihre Dienstleistungen nicht nur in Deutschland, sondern auch bei Übungen und Einsätzen im Ausland. Wo nötig, vergibt sie Wartungsaufträge an die Rüstungsindustrie.
Die HIL GmbH wurde 2005 als gemeinsames Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland und führender deutscher Rüstungsunternehmen gegründet. Seit 2013 ist die HIL GmbH eine hundertprozentig bundeseigene Gesellschaft. Die Unternehmenszentrale ist in Bonn. Daneben gibt es drei Werke und fünf Niederlassungen mit bundesweit mehr als 50 Stützpunkten.
In den derzeit drei Werken der HIL GmbH in Darmstadt, Sankt Wendel und Doberlug-Kirchhain werden komplexe Instandsetzungsarbeiten an landbasierten Waffensystemen vorgenommen. Weniger schwierige Wartungsarbeiten werden in den deutschlandweiten Niederlassungen beziehungsweise Stützpunkten erledigt. Die HIL GmbH zählt derzeit insgesamt rund 2.300 Beschäftigte.
Weitere Informationen: https://www.hilgmbh.de/
von Florian Manthey