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KategoriePressemitteilung
BMVg und AA: Vertiefte Zusammenarbeit im Kompetenzzentrum Krisenfrüherkennung
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- Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und das Auswärtige Amt (AA) haben beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit in der Krisenfrüherkennung zu vertiefen und umfassender miteinander abzustimmen. Hierzu zeichneten Staatssekretär Zimmer im BMVg und seine Amtskollegin im AA, Leendertse, eine Ressortvereinbarung, die eine bereits im vergangenen Jahr begonnene Kooperationsbeziehung zwischen den beiden Ministerien auf eine verbindliche Grundlage stellt.
- Anlass für diesen Schritt sind die digitalen Assistenzsysteme „IT-Unterstützung Krisenfrüherkennung“ des BMVg und PREVIEW des AA. Aus diesen Projekten ergeben sich übergreifende Fragestellungen nach Interoperabilität, einem wechselseitigen Informations- und Datenfluss sowie grundlegenden Gedanken zur Nutzung Künstlicher Intelligenz. Die Ressortvereinbarung regelt die Grundsätze einer gleichberechtigten Zusammenarbeit bei der Steuerung des Kompetenzzentrums Krisenfrüherkennung. Auf dieser Grundlage steht es auch weiteren Ressorts des Bundes offen, sich in Abstimmung mit dem BMVg daran zu beteiligen.
- Staatssekretärin Leendertse würdigte anlässlich der Unterzeichnung die Kooperation zwischen BMVg und AA: „Das Projekt PREVIEW im Auswärtigen Amt bringt die quantitative Krisenfrüherkennung und das Informationsmanagement für unsere Außen- und Sicherheitspolitik konsequent voran; der Schulterschluss mit dem BMVg bei der Grundlagenforschung in diesem Bereich schafft Synergien, stärkt unsere digitale Souveränität und ist daher folgerichtig.
- Grundlage des Übereinkommens ist die Entscheidung des AA, mit Jahresbeginn 2021 am Kompetenzzentrum Krisenfrüherkennung der Bundeswehr zu partizipieren. Dabei handelt es sich um ein Anfang Oktober durch das BMVg in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München gestartetes Pilotprojekt. In diesem zunächst bis Ende 2023 befristeten akademischen Forum wird wissenschaftliche Grundlagenforschung zu innovativen Methoden und relevanten Schlüsseltechnologien (Advanced Analytics, Künstliche Intelligenz) interdisziplinär betrieben, um Krisenpotenziale, ihre Eskalationswahrscheinlichkeit sowie die jeweils treibenden und dämpfenden Faktoren besser beurteilen zu können. Darüber hinaus sollen insbesondere technische Lösungsansätze zur Weiterentwicklung und Optimierung der Krisenfrüherkennung erforscht werden wie beispielsweise eine weitere Verbesserung von Prognosemodellen. Dazu Statssekretär Benedikt Zimmer: „Die Ressortvereinbarung bietet die große Chance, mit Hilfe des Kompetenzzentrums Krisenfrüherkennung innerhalb der Bundesregierung auf wissenschaftlicher Basis und unter Einsatz modernster Technologien mögliche Konflikte nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern auch zeitgerecht und situativ darauf reagieren zu können.“