Boris Pistorius steht auf einer Bühne und spricht an einem Rednerpult.
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieSicherheitspolitik

Sicherheitskonferenz: Ukraine muss aus Position der Stärke verhandeln können

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am 29. September 2025 am Warsaw Security Forum teilgenommen. In der Diskussion über die europäischen Strategien für die Ukraine, hob der Minister die fortgesetzte militärische Unterstützung hervor, an der sich Deutschland maßgeblich beteiligt.

Nach über dreieinhalb Jahren Krieg ist die Ukraine weiterhin heftigen Luftangriffen ausgesetzt. Die Intensität der russischen Attacken hat zugenommen. Angegriffen werden neben militärischen Zielen auch die zivile Infrastruktur, wie zum Beispiel die Energieversorgung, aber auch die Bevölkerung soll bewusst getroffen werden. So soll die Gesellschaft kriegsmüde gemacht werden.

Ukraine-Unterstützung ist im europäischen Sicherheitsinteresse

Minister Pistorius würdigte angesichts dieses enormen Drucks die Resilienz und Entschlossenheit der ukrainischen Gesellschaft. Insofern sei die Ukraine ein Beispiel dafür, was die Bereitschaft bedeutet, die eigene Freiheit auch mit der Waffe verteidigen zu müssen. Der Kampf der Ukraine sei auch „ein Kampf für unsere Freiheit und Sicherheit“.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Deutschland steht weiterhin fest an der Seite der ukrainischen Bevölkerung. Unser Ziel ist es, dass die Ukraine in ernsthafte Verhandlungen eintritt, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen. Und dafür muss die Ukraine stark sein!
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Unter dem Titel “Winning the War before the war: European Strategies for Ukraine”, hat der Minister gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus den Niederlanden und Estland, Ruben Brekelmans und Hanno Pevkur, sowie EUEuropäische Union-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius auf der Konferenz die weitere Unterstützung der Ukrainie bekräftigt. „Wir müssen und werden weiterhin unseren Teil dazu beitragen, dass eine freie Ukraine ein integraler Bestandteil unserer gemeinsamen europäischen Zukunft wird“, so Minister Pistorius.

Anhaltende militärische Hilfe

Zur Stärkung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen die russische Aggression leistet Deutschland mit rund neun Milliarden Euro jährlich den mittlerweile größten Beitrag zur militärischen Unterstützung. Dazu skizzierte der Minister die deutschen Unterstützungsleistungen: So würden zum Beispiel bis Jahresende zwei weitere PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Flugabwehrsysteme geliefert, um die Luftverteidigung zu stärken. Darüber hinaus arbeite Deutschland eng mit der ukrainischen Verteidigungsindustrie zusammen, damit das Land seine Rüstungsproduktions-Fähigkeiten ausbauen kann. Zudem engagiere sich Deutschland in Fähigkeitskoalitionen zur Modernisierung der ukrainischen Streitkräfte, um die Ukraine in die Lage zu versetzen, auch zukünftige Bedrohungen abschrecken und notfalls abwehren zu können. Und bei der europäischen Trainingsmission EUMAMEuropean Union Military Assistance Mission seien bereits über 80.000 Soldatinnen und Soldaten ausgebildet worden.

„Unverantwortliche Provokationen“

Der Minister verurteilte auch die Verletzungen des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Luftraumes in den vergangenen Wochen durch Russland. Es handele sich um unverantwortliche Provokationen in Zeiten ohnehin schon erhöhter Spannungen.  Das Bündnis habe auf die Provokationen Russlands mit „Klarheit, Einigkeit und Entschlossenheit“ reagiert. „Wir bewahren einen kühlen Kopf“, so Pistorius. Bei Bedarf stünden die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Streitkräfte bereit. Die Bündnispartner arbeiten eng zusammen. Deshalb werde Deutschland auch mit Anti-Drohnen-Kräften bei der Absicherung des EUEuropäische Union-Gipfeltreffens in Dänemark diese Woche unterstützen.

Die Teilnahme des Ministers am Warsaw Security Forum ist Teil einer militärpolitischen Reise nach Polen und Litauen. Von Warschau aus reiste Pistorius nach Litauen weiter, um in Rukla neue Infrastruktur für die dort stationierten Truppen zu eröffnen.

von Florian Manthey

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