Pistorius trifft deutsche Flugabwehrkräfte in Polen
Die Bundeswehr schützt eine Logistik-Drehscheibe für die Ukraine in Rzeszów. Der Verteidigungsminister besuchte die deutschen Truppen.
- Veröffentlichungsdatum
Minister Boris Pistorius hat am 18. Februar 2025 das Allied Air Command in Ramstein besucht. Dabei würdigte er den wichtigen deutschen Beitrag in einem Team aus 25 NATO-Nationen zur integrierten Luftverteidigung der Allianz. Diese schützt nicht nur den Luftraum des Bündnisses als Ganzes, sondern mit deutschen Patriots auch einen Logistikknotenpunkt der Ukraine-Unterstützung.
Verteidigungsminister Pistorius stellte bei seinem Besuch den Einsatz der deutschen Kräfte im Allied Air Command (AIRCOM) in brisanten Zeiten wie diesen ausdrücklich heraus. Die NATO-Kommandobehörde ist zur Führung von Luftstreitkräften des Bündnisses ein zentrales Element der Allianz. Im Hauptquartier des Kommandos war der Minister vom Stellvertretenden Stabschef, Brigadegeneral Frank Gräfe, herzlich willkommen geheißen und in einem Führungsgespräch informiert worden. Weiter erhielt der Minister ein Briefing zum NATO AIRCOM.
Die 68 deutschen Soldatinnen und Soldaten, die derzeit in dem Kommando vertreten sind, stellen von Ramstein aus gemeinsam mit den Partnern unter anderem den Schutz des Logistik-Knotenpunkts im polnischen Rzeszów durch zwei deutsche Patriot-Feuereinheiten sicher – als taktische Speerspitze und Teil der NATO-Unterstützungsmission für die Ukraine (NSATU). Über den Knotenpunkt werden Materiallieferungen in die Ukraine abgewickelt.
Die Patriot-Luftverteidigungssysteme der Bundeswehr sind zudem elementarer Bestandteil der integrierten Luftverteidigung (IAMD) der NATO entlang der Ostflanke – und damit auch ein Beitrag zur Abschreckung Russlands.
Das NATO-Verteidigungsministertreffen in der vergangenen Woche in Brüssel hatte erneut gezeigt, dass integrierte Luftverteidigung eine NATO-Fähigkeit ist, die auf allen Ebenen höchste Priorität hat. An sie werden in Zukunft große Erwartungen geknüpft.
Die deutschen Soldatinnen und Soldaten im Allied Air Command leisten als Teil des internationalen Teams von mehr als 1.000 Männern und Frauen aus 25 Nationen einen sichtbaren Beitrag zur integrierten Luftverteidigung der Allianz, in einem 360-Grad Ansatz. Das ist eine zentrale Aufgabe in Zeiten von Peacetime to Crisis.
So spielt das Allied Air Command beispielsweise eine wesentliche Rolle dabei, Antworten der Allianz auf künftige Bedrohungen aus der Luft zu entwickeln. Dazu erarbeitet das AIRCOM auf konzeptioneller Ebene Lösungsansätze und adressiert diese entsprechend im Bündnis.
Das ist umso wichtiger, da aktuelle Erfahrungswerte aus dem Krieg in der Ukraine zeigen, dass die Innovationszyklen von Systemen, die die Allianz aus der Luft bedrohen könnten, sich enorm beschleunigt haben. Damit sieht sich die NATO einem hohen Innovationsdruck ausgesetzt. Die Allianz muss daher Antworten entwickeln, um auch künftig gegen Bedrohungen aus der Luft gewappnet zu sein. Genau das findet in Ramstein auch statt.
Dabei kommt dem deutschen Anteil im Allied Air Command und seinen Partnern aus dem Bündnis große Bedeutung zu. Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich bei seinem Besuch im Kommando sicher, dass er sich auf die deutschen Soldatinnen und Soldaten sowie auf ihre Kameradinnen und Kameraden aus der Allianz verlassen kann. Sie sind im Wechsel rund um die Uhr im Dienst: „24/7 Operationen” sind dort Daily Business.
von Jörg Fleischer