Mann in Schutzanzug entnimmt die Granat aus den Transportbehälter
© Bundeswehr/Carl Schulze
KategorieFriedenssicherung

Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten

Altlasten durch Kriegsfolgen lassen sich auch noch im Inland – und teilweise auch noch innerhalb von Bundeswehr-Liegenschaften finden. Diese gefährlichen Relikte zweier Weltkriege werden dann auf dem Gelände der „Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten“ (GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten) in Munster von 140 Spezialisten fachkundig und umweltgerecht vernichtet.

Gefährliche Hinterlassenschaften lassen sich zum Beispiel noch immer im Boden des Truppenübungsplatzes Munster-Nord finden. Im Ersten Weltkrieg wurden in Munster chemische Kampfstoffe wie Clark I, Lost oder Chlorpikrin in Munition verfüllt  – nicht zu Forschungszwecken, sondern für den Einsatz an der Front. Im Zweiten Weltkrieg forschte die Wehrmacht dort. Erst die Bundesrepublik brach damit und verzichtete schon 1954 auf Herstellung und Anwendung chemischer Kampfstoffe.

Auf ihrem 300.000 Quadratmeter großen Werksgelände betreibt die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten drei Verbrennungsanlagen, eine Bodenwaschanlage sowie Delaborieranlagen für konventionelle und chemische Munition bis zu zwei Tonnen TNT-Äquivalent. Die hochmodernen Spezialanlagen gewährleisten eine umweltgerechte Prozesskette zur nachhaltigen Entsorgung.

Die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten entsorgt im Auftrag des Bundes. Alleingesellschafter ist das Bundesministerium der Verteidigung (BMVgBundesministerium der Verteidigung). Die Gesellschaft wurde 1997 gegründet und ging aus dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien, ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Schutz in Munster hervor.

Bereits zwischen 2014 und 2015 trug die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten dazu bei, 370 Tonnen Reststoffe zu entsorgen, die bei der Zerstörung des syrischen Chemiewaffenprogramms angefallen waren.

Mit der Vernichtung von 500 Tonnen Chemikalien  aus dem früheren libyschen Chemiewaffenprogramm leistet Deutschland durch Verhinderung des Zugriffs terroristischer Akteure auf Chemikalien, die zur Herstellung von Chemiewaffen hätten genutzt werden können, einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Libyens – und letztlich auch zur Sicherheit Deutschlands und Europas.

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