Zwei Soldaten begrüßen einen General mit militärischem Gruß
© Bundeswehr/Andreas Keck
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Generalinspekteur besucht Kampfmittelabwehr und Artilleristen

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, hat seinen Dienstaufsichtsbesuch in Stetten am kalten Markt absolviert. In der Albkaserne sah er sich in zwei unterschiedlichen Verbänden um: beim Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr und beim Artilleriebataillon 295. Besonders interessierte er sich für die Ausbildung in den jeweiligen Truppengattungen.

Der Standortälteste Oberst Carsten Drümmer begrüßte den Generalinspekteur in Stetten am kalten Markt (Stetten a.k.M.). Drümmer leitet den Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr und wies seinen Gast zu Beginn in den besonderen Auftrag des Standortes und seiner Soldatinnen und Soldaten ein. „In Stetten findet die lehrgangsgebundene Ausbildung für alle Kampfmittelabwehrkräfte statt“, erklärte er.

Die Kampfmittelabwehr: Weltweit im Einsatz

Mehrere Soldaten sitzen an einem Konferenztisch

In einer offenen Gesprächsrunde tauscht sich General Zorn mit den Soldaten der Beteiligungsgremien aus.

© Bundeswehr/Andreas Keck

Zorn sprach während der anschließenden Gesprächsrunde mit Soldatinnen und Soldaten aus den verschiedenen Beteiligungsgremien des Ausbildungszentrums über geplante Einsätze und Vorhaben. So werden zwei Kampfmittelspürhundetrupps im nächsten Jahr Teil der Very High Readiness Joint Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ) sein. Die VJTFVery High Readiness Joint Task Force ist ein schnell verlegbarer Eingreifverband der NATONorth Atlantic Treaty Organization in Brigadestärke. Einzelne Soldatinnen und Soldaten wird die Einheit in Stetten auch für die Einsätze in Mali, im Irak und in Afghanistan abstellen.

Leistungsschau der Kampfmittelaufklärer

Auf dem naheliegenden Sprengplatz besichtigte der Generalinspekteur die Ausbildung der Kampfmittelaufklärer der Pioniertruppe. Um ihr Fähigkeitsprofil vorzustellen, ließen sich die Soldatinnen und Soldaten einiges einfallen. „Kampfmittelbeseitigung“ stand auf dem Tagesplan.

Sprengen: Manchmal ist weniger mehr

Zwei Soldaten sehen einen Aktenkoffer

Ein Soldat simuliert die Herstellung eines Sprengstoffes.

© Bundeswehr/Andreas Keck

Während der Ausbildung wurde die Herstellung eines Sprengstoffes simuliert. Dieser musste anschließend durch einen Kampfmittelabwehrfeldwebel an einem Koffer angebracht werden. Ziel war es, mit einer speziellen Sprengladung das Kofferschloss zu öffnen, ohne den Koffer dabei zu zerstören. Zorn war sichtlich begeistert von den Vorführungen: „Ich finde die Arbeit der Pioniere, in diesem Fall der Kampfmittelabwehrsoldaten, klasse.“

Rückkehr in die alte Heimat

Zwei Soldaten betrachten eine Fotogalerie

General Zorn findet sich in der Ahnentafel als ehemaliger Kommandeur des Feldartilleriebataillons 295 wieder.

© Bundeswehr/Andreas Keck

Am Nachmittag wechselte Zorn mit dem Verband auch seine Barettfarbe. „Willkommen im Artilleriebataillon 295“, begrüßte der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Kim Frerichs, den Generalinspekteur. Zorn, der vor genau 40 Jahren bei der Aufklärenden Artillerie in die Bundewehr eingetreten ist, war von 1999 bis 2001 Kommandeur des Feldartilleriebataillons 295, das damals in Immendingen stationiert war. In dieser Zeit wurde das Bataillon mit der Panzerhaubitze 2000 ausgestattet und ist damit der Vorgängerverband des heutigen Artilleriebataillons 295 in Stetten a.k.M..

In Erinnerung an die „gute alte Zeit“ und als Symbol der Verbundenheit mit dem Bataillon setzte der General bei seinem Dienstaufsichtsbesuch auch sein „altes“ Barett auf. Die dunkelblaue Kopfbedeckung mit dem Abzeichen der Deutsch-Französischen Brigade spiegelte die Zugehörigkeit zu seinem damaligen Verband wider.

Vorbereitung auf den Auslandseinsatz

In Anwesenheit des Bataillonskommandeurs und des Brigadekommandeurs der Deutsch-Französischen Brigade, Général de Brigade Bertrand Boyard, nahm Zorn am Lagevortrag und an einer Gesprächsrunde mit den Interessenvertretern des Bataillons teil. Die darauffolgende Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz rundete das Besuchsprogramm ab. Im Hinblick auf die gegenwärtigen und kommenden Auslandseinsätze der Artilleristen in Litauen und Mali durchlaufen die Soldatinnen und Soldaten regelmäßig bestimmte Vorausbildungen. Die Teilnahme an der ELSAEuropean Long-Range Strike Approach (Einsatzlandspezifische Ausbildung) ist dabei verbindlich für die Truppe.

Schwerpunkt Counter-IEDImprovised Explosive Device

Die diesbezügliche Vorausbildung in Stetten mit dem Schwerpunkt Counter-IEDImprovised Explosive Device konnte sich der Generalinspekteur vor Ort anschauen. Counter-IEDImprovised Explosive Device (Improvised Explosive Devices) bezeichnet die Abwehr unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Diese Fähigkeiten sind in asymmetrischen Konflikten, bei denen die Soldaten mit Hinterhalten und Anschlägen rechnen müssen, wichtig.

Ein Soldat bekommt ein Geschenk überreicht

Zum Abschied überreicht der Generalinspekteur sein Wappen an Oberst Drümmer.

© Bundeswehr/Andreas Keck

Am späten Nachmittag verabschiedete sich der Generalinspekteur sichtlich zufrieden über die Eindrücke und Gespräche des Tages. Die Vielseitigkeit des Standortes mit den zwei unterschiedlichen Verbänden und die Rückkehr in sein einstiges Bataillon werden ihm sicher in Erinnerung bleiben.

von Elisabeth Rabe

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