Ein Soldat der Bundeswehr sitzt mit Headset an einem Computer
© Bundeswehr/Martina Pump

Digitalisierungsaktivitäten

Produktionszyklus Management

So zum Beispiel der Produktlebenszyklus Management. Er hat das Ziel, die Planungs- und Entwicklungszeiten von Systemen der Bundeswehr zu verkürzen, diese schneller zur Einsatzreife zu bringen und die materielle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu erhöhen. In der Industrie konnten damit bereits 10 bis 60 Prozent schnellere Planungs- und Entwicklungszeiten erzielt werden. Weiter konnte dort eine höhere Einsatzbereitschaft durch die Reduzierung von Instandsetzungszeiten im Rahmen von 15 bis 50 Prozent erzielt werden. Darüber hinaus ließen sich die Kosten für Entwicklung und Nutzung senken – und zwar im Rahmen von 10 bis 30 Prozent.

Ein Soldat der Bundeswehr sitzt mit Headset an einem Computer

Soldaten trainieren mit dem Virtual Battle Space.

© Bundeswehr/Martina Pump

VJTFVery High Readiness Joint Task Force (Land) – Einstieg in die Digitalisierung

Weiter wurde 2017 das Projekt „VJTFVery High Readiness Joint Task Force (Land) Einstieg Digitalisierung landbasierte Operationen“ gestartet. Ziel ist die stetige Digitalisierung der deutschen Landstreitkräfte. So sollen rund 90.000 Funkgeräte, Computer, Bedien- und Anzeigegeräte beschafft werden. Diese sollen zu einem durchgängigen ITInformationstechnik-System integriert und in rund 25.500 Fahrzeugen in 350 Varianten eingebaut werden. Durch die Digitalisierung landbasierter Operationen sollen in Zukunft die Soldatinnen und Soldaten sowie die Bevölkerung noch besser geschützt werden.

Digitalisierung der Gesundheitsversorgung

Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr wird mit hoher Priorität vorangetrieben. Sie verfolgt beispielsweise das Ziel, eine Elektronische Gesundheitsakte Soldat analog zur heutigen Papier-Gesundheitsakte zu schaffen. Weiter soll zur   Forschung und Entwicklung eine umfassende digitale Datenbasis Patientenversorgung erstellt werden. Durch die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung sollen

Mitarbeiter und Patienten bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt werden. So etwa mit einer durchgängigen Datenverfügbarkeit. Patienten sollen via „App“ ihre Patientenakte selbst führen können, beispielsweise mit persönlich freizugebenden Gesundheitsdaten wie Befunden, Arztbriefen oder Impfstatus.

Zwei Soldaten der Bundeswehr stehen an einem Computer

Digitalisierung des Gefechtsstandes. Soldaten tragen Meldungen in die digitale Karte.

© Bundeswehr/Marco Dorow

Digitalisierung auch in den Köpfen

Mit der digitalen Transformation werden auch neue Verfahren und Strukturen einhergehen. Begriffe wie SCRUM, VRVirtuelle Realität, KIKünstliche Intelligenz, BigData, Game Changer oder ITInformationstechnik-Service Cluster werden zukünftig unseren Wortschatz erweitern und unser Handeln mitgestalten. Einem gezielten Veränderungsmanagement kommt daher eine entscheidende Rolle zu. Ohne dass wir unser Personal – jeden einzelnen – mitnehmen und begleiten, kann die Digitalisierung zwar vollzogen, aber nicht erfolgreich umgesetzt werden. Es gilt, Chancen aufzuzeigen, Sicherheit im Umgang zu vermitteln und Ängste zu nehmen.

Fazit: Standortbestimmung und Zielvorgaben

Die „Umsetzungsstrategie Digitale Bundeswehr“ zeigt somit, wo die Streitkräfte beim Thema Digitalisierung stehen und wo sie hinwollen. Sie benennt Ziele und Maßnahmen. Sie listet Zuständigkeiten von Digitalisierungsaktivitäten auf und benennt die konkreten Aufgaben für die beteiligten Bereiche und Abteilungen im BMVgBundesministerium der Verteidigung.

Ein Soldat der Bundeswehr bedient die Drohne PD-100 Black Hornet

Ein Soldat demonstriert den Einsatz der neuen Drohne PD-100 Black Hornet im Rahmen einer Vortragsreihe zur Digitalisierung in der Bundeswehr im BMVgBundesministerium der Verteidigung in Berlin.

© Bundeswehr/Jana Neumann

Kultur des Machens

Die Strategie zeigt vor allem, dass Digitalisierung sich nicht auf die technische Innovation der ITInformationstechnik reduzieren lässt, sondern dass der Erfolg der digitalen Transformation von der Kultur der Organisation abhängt. Es geht darum, eine „Kultur des Machens“ zu fördern. Das bedeutet, digitale Vorhaben schrittweise zu durchlaufen und abgestuft durchzuplanen. Die   Strategie gibt damit neue Impulse für die gesamte Denk- und Handlungsweise der Streitkräfte – und zwar auf allen Ebenen. Dies im Sinne eines „Digitalen Selbstverständnisses der Bundeswehr“.

Digitales Selbstverständnis der Bundeswehr

Das ist auch erforderlich. Denn, so die Strategie, „die Digitalisierung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr und erhöht die Durchsetzungsfähigkeit der Streitkräfte auf dem Gefechtsfeld über alle Dimensionen (Land, Luft, See, Cyber- und Informationsraum sowie Weltraum)“. Dort eröffnet die digitale Transformation neue Fähigkeiten und Chancen. Sie hat erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Operationsführung, auf Einsatzgrundsätze und Kampfweisen.

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