Boris Pistorius und Samuel Paparo stehen nebeneinander, Paparo hat die Hand zum militärischen Gruß gehoben.
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KategorieEngagement Indo-Pazifik

Für einen freien und offenen Indo-Pazifik: Pistorius besucht Partnerstaaten

Verteidigungsminister Boris Pistorius reist in die Indo-Pazifik-Region und unterstreicht damit deren sicherheitspolitische Bedeutung für Deutschland und Europa. Die Reise bekräftigt vor allem eine Botschaft: Deutschland ist ein verlässlicher Partner, der für die Aufrechterhaltung der regelbasierten internationalen Ordnung einsteht.

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Seit geraumer Zeit gefährden geopolitische Spannungen im indo-pazifischen Raum die regelbasierte internationale Ordnung. Ungelöste territoriale Konflikte und vor allem Misstrauen über die Absichten des jeweils anderen bergen ein enormes Konfliktpotenzial. Vor allem Chinas Vormachtstreben, sein Anspruch auf Taiwan und Nordkoreas Atomwaffenprogramm führen zu Spannungen und steigenden Rüstungsausgaben in der Region. Aus diesem Grund und wegen seiner strategischen Bedeutung für Wirtschaft, Technologie und Sicherheit rückt der Indo-Pazifik mehr und mehr in den Fokus Deutschlands und seiner europäischen Partner. Mit seinem Besuch dort festigt der Minister sicherheitspolitische Beziehungen mit Schlüsselpartnern vor Ort und lässt keinen Zweifel an Deutschlands Solidarität. 

Warum der Indo-Pazifik als Schlüsselregion bedeutend ist

Die Sicherheit Europas und der Indo-Pazifik-Region sind eng miteinander verbunden. Etwa 90 Prozent des weltweiten Handels finden auf dem Seeweg statt, ein Großteil davon über den Indo-Pazifik. Deutschland hat demnach ein strategisches Interesse an freien Seewegen in der Region. Denn eine Beeinträchtigung der Transportrouten im Indo-Pazifik, und damit der Lieferketten von und nach Europa, hätte gravierende Folgen – auch für die Versorgung der Bundesrepublik Deutschland.

Trotz der großen Herausforderungen in Europa und im Nahen Osten setzt Deutschland deshalb auch sein Engagement für Sicherheit und Stabilität im Indo-Pazifik fort – der Ansatz ist dabei multilateral, inklusiv und partnerschaftlich. Auch militärisch zeigt Deutschland dort seit 2021 mit dem Indo-Pacific Deployment von Kräften der Bundeswehr Flagge, denn gemeinsame Übungen mit multinationalen Partnern sind sowohl ein wichtiges Signal als auch ein wertvoller Beitrag zur Unterstützung der regelbasierten internationalen Ordnung.  Mit dem Indo-Pacific Deployment leistet Deutschland zudem einen wertvollen Beitrag zur Überwachung der UNUnited Nations-Sanktionen gegen Nordkorea.

Das Indo-Pacific Deployment 2024 ist das bislang größte Engagement der Bundeswehr im Indo-Pazifik: Beginnend schon im Mai wurden Kräfte der Marine und später dann der Luftwaffe in die Region entsandt. Sie nehmen dort an zahlreichen internationalen Übungen teil.

USA-Besuch: Pistorius verschafft sich Überblick auf Hawaii

Eine Station auf der Indo-Pazifik-Reise des Verteidigungsministers ist die Übung Rim of the Pacific (RIMPAC), die weltweit größte multinationale maritime Militärübung vor Hawaii. Die Teilnahme der Bundeswehr demonstriert: Deutschland ist ein starker und verlässlicher Partner, eingebunden in enge Sicherheitskooperationen mit den USA. Die deutsche Marine beteiligt sich mit der Fregatte „Baden-Württemberg“ und dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“, die Luftwaffe mit drei Eurofightern und zwei A400M zur Luftbetankung. Das Engagement der Bundeswehr setzt ein klares Zeichen für Deutschlands sicherheitspolitische Haltung und sein unerschütterliches Einstehen für einen freien und offenen Indo-Pazifik.

Auf dem Programm stehen auch ein Besuch des Pearl Harbor Nationaldenkmals und des US-amerikanischen Indo-Pacific Command.

Pistorius in Südkorea: Mehr als 140 Jahre diplomatische Beziehungen

Nach den USA geht es für den Minister und seine Delegation weiter nach Seoul, der Hauptstadt Südkoreas. Deutschland und Korea verbinden nicht nur die Erfahrung der staatlichen Teilung, sondern auch eine lange und vertrauensvolle Beziehung. Gemeinsame Werte und Interessen machen Südkorea zu einem wichtigen Partner in der Region, der Besuch des deutschen Verteidigungsministers ist ein Zeichen enger Verbundenheit.

Philippinen: Pistorius zu Gesprächen in Manila

Letzter Stopp der Reise sind die Philippinen. Im Zentrum des Besuchs in der philippinischen Hauptstadt Manila steht der Wunsch beider Länder, die bilaterale Zusammenarbeit zu vertiefen und langfristige Beziehungen zwischen den Streitkräften aufzubauen. Die Philippinen sind eine westlich orientierte Präsidialdemokratie im Indo-Pazifik-Raum und Mitglied des Verbands südostasiatischer Nationen (ASEANAssociation of Southeast Asian Nations), eines Staatenbundes zur politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die Philippinen teilen Deutschlands Positionen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und zum Terror der Hamas, weshalb eine Intensivierung der Kooperationen beider Länder im sicherheits- und verteidigungspolitischen Bereich nur konsequent ist. Außerdem bestehen zwischen beiden Nationen 2024 seit 70 Jahren diplomatische Beziehungen.

Die Indo-Pazifik-Reise des Ministers in Bildern

Deutschland ist ein verlässlicher Partner – auch in der Indo-Pazifik-Region. Pistorius lässt keinen Zweifel an Deutschlands Solidarität.

  • Boris Pistorius hängt einen Trauerkranz vor einer weißen Wand mit Inschrift auf

    Im Gedenken an die getöteten Soldaten der USS Arizona beim Angriff auf Pearl Harbor legt Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Kranz nieder

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Boris Pistorius und Kommandant einer Fregatte posieren für ein Foto mit Wappen auf Holz in Händen

    Der Kommandant der Fregatte „Baden-Württemberg“ überreicht Verteidigungsminister Boris Pistorius das Wappen des Schiffs

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Boris Pistorius steht hinter einem Soldaten, der an einem Computer unter Deck einer Fregatte sitzt

    Verteidigungsminister Boris Pistorius macht sich ein Bild über die Abläufe an Bord eines Kriegsschiffes

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Boris Pistorius steht gemeinsam mit Soldaten neben einem Hubschrauber unter Deck einer Fregatte

    Verteidigungsminister Boris Pistorius im Gespräch mit den Marinefliegern an Bord der Fregatte „Baden-Württemberg“

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Boris Pistorius läuft gemeinsam mit einem Soldaten auf einem Flugplatz entlang

    Die Luftwaffe erklärt Boris Pistorius, welche Rolle sie bei der multinationalen Übung RIMPAC gespielt hat

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius sitzt an einem Tisch beim Besuch des Headquarter der philippinischen Marine

    Im Hauptquartier der philippinischen Marine: Verteidigungsminister Boris Pistorius informiert sich bei Vizeadmiral Torbio Adaci jr. über aktuelle Themen der philippinischen Marine

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einer Kranzniederlegung am Dr. Jose Rizal Monument

    Gedenken an einen Nationalhelden: Dr. Jose Rizal war im gewaltlosen Widerstand gegen die spanische Kolonialmacht aktiv. Am 30. Dezember 1896 wurde er hingerichtet. Verteidigungsminister Pistorius legte an seinem Denkmal einen Kranz nieder.

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Demilitarisierte Zone in Korea

    In der demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea: Vom Dach des Freedom House kann Verteidigungsminister Boris Pistorius in beide Länder blicken und sich ein Bild von der Situation vor Ort machen

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Blauen Baracken der Demilitarisierten Zone in Korea

    Ein geschichtsträchtiger Ort: Verteidigungsminister Boris Pistorius steht in einer der drei blauen Barracken zwischen Nord- und Südkorea, wo die USA und Nordkorea 1953 einen Waffenstillstand vereinbarten

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Boris Pistorius schüttelt die Hand von Ferdinand Marcos jr., daneben steht Gilberto Teodoro

    Boris Pistorius traf sich mit dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr., um über die aktuelle Lage und die Herausforderungen im Indo-Pazifik zu sprechen. Mit dabei war auch der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr.

    © Bundeswehr/Tom Twardy

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