Kramp-Karrenbauer spricht am Rednerpult vor weißer Wand mit Logo eu2020.de, neben ihr Flaggen von Deutschland, EU, eu2020
© Bundeswehr/Andrea Bienert
KategoriePESCO

PESCOPermanent Structured Cooperation-Drittstaatenbeteiligung

Die EUEuropäische Union-Mitgliedstaaten haben sich unter der deutschen EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft geeinigt und beweisen Handlungsfähigkeit: Ab sofort können Drittstaaten an PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekten teilnehmen. Das nützt der gemeinsamen Sicherheit in Europa.

Stärkung der europäischen Handlungsfähigkeit

Die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (PESCOPermanent Structured Cooperation) bildet eines der Kernelemente zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik) der Europäischen Union. Angesichts der Herausforderungen im wechselhaften Sicherheitsumfeld Europas trägt PESCOPermanent Structured Cooperation mit der Koordinierten Jährlichen Überprüfung der Verteidigungsplanung (CARDCoordinated Annual Review on Defence) und dem Europäischen Verteidigungsfonds (EVFEuropäische Verteidigungsfonds) dazu bei, die europäische Handlungsfähigkeit und Resilienz entscheidend zu stärken. Mit einer verbesserten Koordination in der Fähigkeitsentwicklung und bei der operationellen Bereitstellung von Kräften soll den sicherheitspolitischen Herausforderungen in Europa gemeinsam begegnet werden.

Gemeinsame Projekte stehen im Zentrum von PESCOPermanent Structured Cooperation

Kern von PESCOPermanent Structured Cooperation sind 20 verbindliche Verpflichtungen im Verteidigungsbereich wie beispielsweise die regelmäßige Erhöhung der Verteidigungshaushalte und der Interoperabilität. Konkrete Projekte machen PESCOPermanent Structured Cooperation sichtbar und greifbar. Das übergreifende Ziel der Projekte ist es, Koordination und Kooperation bei Fähigkeitsentwicklung und Organisationsstrukturen voranzutreiben. In gegenwärtig 46 aktiven Projekten arbeiten die EUEuropäische Union-Mitgliedstaaten beispielsweise daran, die militärische Mobilität in Europa zu verbessern und die Kooperation der Sanitätsdienste der Streitkräfte zu intensivieren. Bereits seit 2018 haben die Mitgliedstaaten intensiv verhandelt, wie auch Drittstaaten – also solche Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören – an den PESCOPermanent Structured Cooperation-Projekten teilnehmen können (Drittstaatenregelung).

Beteiligung von Drittstaaten

Die deutsche EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft hat deshalb sowohl in Brüssel als auch in den europäischen Hauptstädten viele intensive Gespräche geführt. Es wurden unterschiedliche Sichtweisen zusammengeführt. Am 28. Oktober einigte sich der Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV) auf den von der deutschen EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft eingebrachten Kompromissvorschlag. Für jedes Projekt werden gesondert Regeln der Zusammenarbeit formuliert, zugeschnitten auf die jeweiligen Themen und Bedürfnisse. Damit ist die Drittstaatenregelung auf Grundlage des deutschen Kompromissvorschlags formal angenommen.

Beginn der Zusammenarbeit mit Partnern

Die Einigung auf eine Drittstaatenregelung bei PESCOPermanent Structured Cooperation verdeutlicht, dass im komplexen System der EUEuropäische Union zu umstrittenen Sachfragen zweckmäßige Kompromisse gefunden werden können. Umso größer ist die Freude, dass die Projektzusammenarbeit mit den Partnern der EUEuropäische Union beginnen kann. Die Einigung ist ein großer Erfolg der deutschen EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft im Bereich Sicherheit und Verteidigung. Dies ist auch an den positiven Reaktionen von EUEuropäische Union-Mitgliedstaaten und den transatlantischen Partnern erkennbar.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte dazu: „Ich danke allen Beteiligten sehr für diesen Durchbruch nach intensiven Verhandlungen. Wir beweisen damit europäische Handlungsfähigkeit. Dies ist ein wichtiger und zweifacher Impuls: einerseits für PESCOPermanent Structured Cooperation und die europäische Verteidigungspolitik, andererseits für die EUEuropäische Union-NATONorth Atlantic Treaty Organization-Kooperation.“ Die Einigung ist für das generelle Engagement von Drittstaaten in der GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik richtungsweisend. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der transatlantischen Partnerschaft und des Ausscheidens Großbritanniens aus der EUEuropäische Union ist die Möglichkeit, eng mit Partnern zu kooperieren, von zentraler Bedeutung für die Stärkung der europäischen Handlungsfähigkeit.

von Nicolas Meyer

Zum Thema

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung