Zwei Soldaten stehen in einem Wüstengebiet und schauen in Richtung eines startenden Helikopters.
© Bundeswehr/Marc Tessensohn
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Ministerin beim Tag des Peacekeeping: „Danke für Ihren wichtigen Einsatz“

Sie sorgen für Frieden weltweit: Frauen und Männer in Peacekeeping-Einsätzen. Polizeiangehörige, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Soldatinnen und Soldaten wurden zum Tag des Peacekeepings für besondere Verdienste von Bundesministerinnen Lambrecht, Faeser und Baerbock geehrt.

„Peacekeeping heißt, dahin zu gehen, wo Frieden und Sicherheit gefährdet sind und Soldatinnen und Soldaten wie auch zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krisen und Konflikte zu entsenden, um den Frieden zu erhalten“, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in ihrem Grußwort beim gemeinsamen Festakt. Wie ihre Kabinettskolleginnen würdigte sie den Mut und das herausragende Engagement der Ausgezeichneten bei friedenserhaltenden Einsätzen: „Heute sagen wir stellvertretend ‚Danke‘ für Ihren wichtigen Einsatz.“

Auftrag Kommunikation, Absicherung und Information

Die militärischen Auszeichnungen erhielten Frau Hauptbootsmann Jennifer Kiock, Oberstabsgefreiter Lukas Wiedemann und Oberstleutnant Volker Thomas für besondere Leistungen bei Einsätzen im Libanon, Irak und Südsudan. Ihr Auftrag war: funktionierende Kommunikation, Sicherheit für Mensch und Liegenschaft sowie aktuelle Lagebildinformationen. Beim Peacekeeping kommt es zudem besonders darauf an, örtliche Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten und die Einhaltung von Friedensabkommen zu überwachen.

Zwei Soldaten und eine Soldatin stehen in Dienstanzügen vor einer Wand mit der Aufschrift „Tag des Peacekeeping“.

Ausgezeichnet: Hauptbootsmann Jennifer Kiock (UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon), Oberstabsgefreiter Lukas Wiedemann (Counter DAESH), Oberstleutnant Volker Thomas (UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan). Drei der Peacekeeper, die weltweit zu Frieden, Freiheit und Stabilität beitragen.

© BMIBundesministerium des Innern/Henning Schacht

Preisträgerin und Preisträger versahen Schlüsselposten: Als Leiterin der Fernmeldestelle beim Einsatz UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon, der Grenzüberwachungs- und Ausbildungsmission im Libanon, war die heute im Marineunterstützungskommando Wilhelmshaven tätige, einsatzerfahrene Kiock verantwortlich für den Fernschreibverkehr des gesamten Einsatzkontingentes, überwachte Verschlüsselung und den Zugang zum deutschen Camp.

Wiedemann führte als Sicherungs- und Wachdienstsoldat bei Counter Daesh, der Bekämpfung der Terrormiliz ,,Islamischer Staat'' (IS„Islamischer Staat“), im Irak Zutrittskontrollen durch. Zwölf Stunden Streife zu jeder Tages- und Nachtzeit und ständige Rufbereitschaft gehörten vor Ort zu seinem normalen Dienstalltag. Der mehrfach für Verdienste ausgezeichnete Thomas beriet den Kommandeur von UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan, der Mission zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Beobachtung von Menschenrechtsverletzungen im Südsudan. Zuständig für alle Angelegenheiten des militärischen Nachrichtenwesens war er nicht nur der Offizier, der gesicherte Informationen beisteuerte, sondern auch Empfehlungen gab wie vorher im Kosovo, in Afghanistan oder im Mittelmeer.

Doch damit nicht genug. Kiock war Gleichstellungsvertrauensfrau, Wiedemann ist Sportsoldat in Warendorf und Thomas Ausbilder für Militärbeobachter am UNUnited Nations-Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Hammelburg. Diese Extraportion Engagement über den Dienst hinaus, gepaart mit einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen, ist auch für das Peacekeeping erforderlich. Genau deshalb fiel die Wahl in diesem Jahr auf die drei.

Deutschland sieht sich in der Verantwortung

Seit 2013 begehen die Ministerien des Inneren, der Verteidigung und das Auswärtige Amt den Tag des Peacekeepings gemeinsam. Er ist ein Symbol für den gelebten Ansatz der vernetzten Sicherheit, der ein Zusammenwirken ziviler und militärischer Kräfte in Konflikt- und Krisenlösung vorsieht. Dass es Frieden und Freiheit nicht ohne Sicherheit gibt, ist spätestens seit dem 24. Februar 2022 auch in der Mitte Europas traurige Gewissheit.

Bislang war die Bundeswehr gemeinsam mit Streitkräften anderer UNUnited Nations-Staaten an teils entlegenen Orten im Einsatz, um nach der Beilegung von Konflikten für den Schutz der Zivilbevölkerung zu sorgen und staatlichen Wiederaufbau zu ermöglichen. In dem nahen Krieg in der Ukraine sind es vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen, die unter den russischen Angriffen zu leiden haben. „Russlands Krieg in der Ukraine führt uns tagtäglich die Schutzbedürftigkeit des Friedens und unserer Sicherheitsordnung vor Augen“, so Lambrecht.

„Deutschland wird sich weiterhin im Peacekeeping engagieren und international Verantwortung übernehmen. Dies war auch meine Botschaft an UNUnited Nations-Generalsekretär Antonio Guterres bei meinem Besuch in New York vor drei Monaten“, betonte Lambrecht. Für diese Aufgabe benötige die Bundeswehr die bestmögliche Ausstattung und Ausrüstung.

Gegenwärtig ist Deutschland insgesamt viertgrößter Beitragszahler der Vereinten Nationen.  Es beteiligt sich an vier Friedenseinsätzen und entsendet Militärbeobachterinnen und -beobachter. Schwerpunkte deutscher Beteiligung sind Lufttransport, Logistik und medizinische Versorgung.

von Christina Moritz

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