Ministerin Lambrecht spricht am Mikrofon vor dem Schriftzug Invictus Games.
© Bundeswehr/Sebastian Wilke
KategorieInvictus Games

Ministerin bei Invictus Games: „Hier kann jeder nur gewinnen“

Es war eine bewegende Woche, die die Athleten und Angehörigen bei den Invictus Games erlebten. Auch Verteidigungsministerin Christine Lambrecht machte sich ein Bild von dem Großereignis im Versehrtensport und sprach mit den deutschen Athleten. Sie war beeindruckt von dem starken Zusammenhalt und der gegenseitigen Unterstützung.

„Die Teilnahme an den Invictus Games ist für die Frauen und Männer ein wichtiger Meilenstein auf einem langen, oft durch Rückschläge geprägten Weg zurück in ein aktives Leben“, sagte Ministerin Lambrecht beim Besuch der Spiele in Den Haag und betonte: „Hier kann jeder nur gewinnen.“ Sie besuchte Wettkämpfe, sprach mit den Athleten des Teams Germany und verschaffte sich bei einem Rundgang durch den Zuiderpark einen Eindruck vom Geschehen neben den Spielen. 

Beim Rundgang durch den Zuiderpark, wo die Invictus Games ausgetragen wurden, machte sich Lambrecht einen Eindruck von dem gesamten Ereignis und der Organisation seitens der Gastgeber. Sie zeigte sich begeistert davon, wie die Niederländer die Spiele umgesetzt hatten. Und dass bei dem Programm rund um die Wettkämpfe auch an die Familien und Freunde gedacht wurde, die ihre Liebsten nach Den Haag begleitet hatten. 

Besonders beeindruckend fand Lambrecht die Atmosphäre und den Kampfgeist der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In den Gesprächen mit den Athleten des Teams Germany erfuhr sie, wie großartig und wichtig das gesamte Ereignis für die Sportlerinnen, Sportler und ihre Angehörigen ist. Der überragende Teamgeist und wie die Frauen und Männer länderübergreifend füreinander einstehen, habe sie sehr berührt.

Die gesamte Veranstaltung rückt ins Bewusstsein, dass „alltäglich Soldatinnen und Soldaten unserer Nationen ihren Dienst für Frieden und Sicherheit in der Welt leisten und unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens ihren Auftrag und ihren Dienst an unserer Gesellschaft“ ausführen, so Lambrecht. Sie lobte das „unverzichtbare Engagement“ der Frauen und Männer.


Die Invictus Games als weithin bekannteste Sportveranstaltung für physisch und psychisch geschädigte Soldatinnen und Soldaten seien ein wichtiger Bestandteil ihres Lebensweges zurück in den gesellschaftlichen Alltag sowie den Dienst in den Streitkräften. Die Ministerin hob hervor, dass es bei den Spielen nicht um den Wettkampf und Medaillen gehe, sondern darum, „Menschen mit erheblichen Gesundheitseinschränkungen auf ihrem Weg zu einem erfüllten, teilhabeorientierten Leben zu begleiten“. Der Sport sei dabei ein zentrales Mittel des Rehabilitationskonzeptes der Bundeswehr. „Nicht die sportliche Höchstleistung ist das Ziel der Teilnehmenden, sondern sich selbst, den Angehörigen und der Welt zu zeigen, dass man invictus, dass man unbesiegt ist.“ 

Auf dem Weg der Rehabilitation spielen aber auch die Familie und das persönliche Umfeld eine entscheidende Rolle. „Die Teilhabe der nahestehenden Personen sicherzustellen, ist mehr als ein Dank für die unermüdliche, auch bei den Angehörigen Kräfte zehrende Unterstützung auf dem schweren Weg zurück in ein aktives Leben.“ Den Angehörigen gebühre ebenso Wertschätzung und Anerkennung wie den Soldatinnen und Soldaten. 

Internationales Fest des Sportes und der Verständigung

Diese Botschaft soll auch in Düsseldorf bei den Invictus Games 2023 vertreten werden. Die Spiele stehen unter dem Motto „A Home for Respect“. „Es wird ein internationales Fest des Sportes, der Inspiration und der Verständigung. Ich erwarte mir von der Austragung der Invictus Games in Deutschland einen wahrnehmbaren Impuls mit nachhaltiger Wirkung in der Gesellschaft“, so Lambrecht. Es gehe um die Anerkennung und Wertschätzung für den „unverzichtbaren Dienst unserer Soldatinnen und Soldaten. Dabei blicken wir mit Respekt auf die besonderen Entbehrungen und Risiken für eine Verwundung an Leib und Seele, die untrennbar mit dem Soldatenberuf verbunden sind“.

Die Invictus Games 2023 werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf ausgerichtet. Erstmals wird Tischtennis als Disziplin angeboten. Ein inklusiver Sport, bei dem alle – ob mit oder ohne körperliche Beeinträchtigung – mitspielen können. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller betonte, dass man in der Stadt am Rhein stolz darauf sei, Gastgeber für die zahlreichen Nationen mit ihren Athletinnen und Athleten zu sein.

Wie das aussehen könnte, erlebte die Ministerin bei der emotionalen Abschlusszeremonie, bei der alle 17 Nationen noch einmal auf die Bühne kamen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer klatschten mit- und füreinander, sie bejubelten sich gegenseitig. Einige von ihnen waren zu Tränen gerührt. Bei all den imposanten Eindrücken steige die Vorfreude auf die Invictus Games vom 9. bis 16. September 2023 in Düsseldorf. Der niederländische Teamkapitän Wouter Bakker überreichte auf der Bühne die Invictus-Games-Flagge an Vocko, Kapitän des Teams Germany. Er bringt die Fahne gemeinsam mit einigen Teamkameraden per Rad nach Düsseldorf. Die Gruppe wird dort am Montag, 25. April, empfangen.

von Amina Vieth

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