Mehrere Militärfahrzeuge stehen hintereinander zum Transport
© Bundeswehr/Sven Fischer
KategorieLandes- und Bündnisverteidigung

Acht Nationen, eine Initiative: Schnellere Truppenverlegungen durch Europa

Acht europäische Nationen haben mit der Zeichnung einer Absichtserklärung für die Central Northern European Military Mobility Area (CNE MMA) einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit auf dem europäischen Kontinent unternommen. Das Ziel ist die schnelle Verlegung von Truppen und Material.

Deutschland, die Niederlande, Polen, Belgien, Tschechien, Litauen, Luxemburg und die Slowakei haben einen Kooperationsrahmen geschaffen, mit dem grenzüberschreitende Bewegungen von alliierten Streitkräften in Europa verbessert werden. Military Mobility (militärische Mobilität) bezeichnet die Fähigkeit, militärisches Personal und Material noch in Friedenszeiten zum Zwecke der Abschreckung rasch und effizient verlegen zu können.

Gemeinsam handeln und abschrecken

Dabei geht es zunächst um den Abbau von bürokratischen Hindernissen. Grenzüberschreitende Genehmigungsverfahren für Militärtransporte sollen beschleunigt, standardisiert und vereinfacht werden. Eine wichtige Rolle spielt zudem die multinationale Abstimmung in Hinsicht auf die zu nutzende militärische und zivile Verkehrsinfrastruktur. Bei der Verlegung von Truppen und Material muss die Nutzung von Straßen, Brücken, Schienennetzen, Häfen und Flughäfen koordiniert werden. Verbesserte Möglichkeiten für Militärtransporte stärken die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten von EUEuropäische Union und NATONorth Atlantic Treaty Organization, denn im Bündnisfall oder bei Krisen müssen die Verbündeten schnell Truppen und Ausrüstung verlegen können.

Reaktionsfähigkeit stärken

Deutschland, die Niederlande und Polen hatten bereits im vergangenen Jahr ihre Kooperation zur Einrichtung eines grenzüberschreitenden Musterkorridors für den militärischen Verkehr von Westen nach Osten intensiviert. Hierbei steht insbesondere der Transport von Truppen, Material und Nachschub von den niederländischen Häfen an die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke im Fokus. Für Übungen sowie für Einsätze bei Bedrohungen muss schnell Verstärkung, auch beispielsweise mit Großraum- und Schwertransporten, zu den Verbündeten gelangen. Dies stellt insbesondere Deutschland mit seinem föderalen Aufbau vor Herausforderungen.

Vision einer gesamteuropäischen Lösung 

Für die CNE MMA werden die Empfehlungen zur Einrichtung des Musterkorridors national umgesetzt und die engen Austauschbeziehungen auf fachlicher und strategischer Ebene auf weitere Staaten erweitert. Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen EUEuropäische Union und NATONorth Atlantic Treaty Organization werden zusätzliche Empfehlungen erarbeitet. Unter anderem soll die Digitalisierung von grenzüberschreitenden Prozessen unterstützt werden. Die acht Nationen werden eng mit dem Joint Support and Enabling Command (JSEC) der NATONorth Atlantic Treaty Organization, mit der EUEuropäische Union und anderen regionalen Initiativen im Bereich der militärischen Mobilität zusammenarbeiten, um zur langfristigen Vision einer Joint European Continent Military Mobility Area (JEC MMA) beizutragen. Das JSEC koordiniert sämtliche Truppenbewegungen der NATONorth Atlantic Treaty Organization im europäischen Bündnisgebiet.

Die Rolle Deutschlands

Deutschland spielt eine besondere Rolle in den gemeinsamen Projekten zur militärischen Mobilität, denn im Herzen Europas gelegen ist die Bundesrepublik die logistische Drehscheibe für Marschbewegungen der verbündeten Streitkräfte. Die Bundeswehr unterstützt mit dem Host Nation Support die Alliierten bei ihren Truppenbewegungen nach und durch Deutschland.

von Redaktion der Bundeswehr 

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