Einheimischer trägt einen Karton von einem kleinen Flugzeug zum Anhänger
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KategorieErtüchtigung

Ertüchtigungsprojekt G5-Sahel: Mikrobiologen helfen in Afrika

75.000 Corona-Testkits brachte das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (IMBInstitut für Mikrobiologie) in die G5-Staaten der Sahelzone. Die Ertüchtigungsinitiative Biologische Sicherheit Sahel läuft in Corona-Zeiten auf Hochtouren. Das Münchner Institut arbeitet sonst unter anderem am Aufbau von mobilen Laboren in Afrika.

Die fünf afrikanischen Staaten Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad gründeten 2014 eine Koalition. Zusammen koordinieren sie Themen aus den Bereichen Sicherheitspolitik, Infrastruktur und Landwirtschaft, um die Armut in der Region zu bekämpfen und die Staaten zu stärken. Seit 2017 werden die G5-Staaten durch die Europäische Union, Frankreich, Saudi-Arabien und auch Deutschland unterstützt. Teil dieser deutschen Unterstützung ist die Ertüchtigungsinitiative Biologische Sicherheit Sahel.

Wie die Bundeswehr ins Spiel kommt

Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (IMBInstitut für Mikrobiologie) ist zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZGesellschaft für internationale Zusammenarbeit) federführend. Sie helfen den Institutionen aus den G5-Sahel-Ländern, biologische Risiken schneller zu erkennen und gegenzusteuern. Die Maßnahmen sollen die Menschen vor Ort nachhaltig schützen. Dies ist besonders mit Hinblick auf die Terrorbekämpfung in der Region notwendig. Hilfe zur Selbsthilfe steht dabei an oberster Stelle. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurde die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den G5-Staaten erneut bekräftigt. Die Projektmanagerin, Doktor Asli Heitzer vom IMBInstitut für Mikrobiologie, war vor Ort, um 75.000 Corona-Testkits zu verteilen.

Erklärung zum Projekt

Immer wieder fliegen Mitarbeiter des IMBInstitut für Mikrobiologie in die fünf afrikanischen Staaten. Dort geben sie ihr Wissen an das Gesundheitspersonal vor Ort weiter. Sie leiten praktische Schulungen und Einweisungen in Gerät und Material, organisieren Diskussionsrunden und halten Vorträge. Heitzer ist besonders stolz, wenn sich die afrikanischen Kollegen mit Fragen an sie wenden. Denn kulturell tief verwurzelt ist die Sorge, bei Unwissenheit das Gesicht vor den anderen zu verlieren. In diesem Projekt scheint es diesbezüglich keine Probleme zu geben.

Mit je zwei festen Teammitgliedern pro Partnerland und bis zu fünf zusätzlichen Helfenden bei der praktischen Ausbildung steigt die Zahl der ausgebildeten Wissenschaftler mit jedem Besuch weiter an. Die anfänglichen Schwierigkeiten in den einzelnen Ländern wichen schnell Anerkennung und Dankbarkeit gegenüber dem Projekt. Nicht zuletzt deshalb, als in der aktuellen Corona-Pandemie zum Beispiel die Teilnehmer des Projekts im Tschad zunächst die einzigen ausgebildeten Mikrobiologen vor Ort waren, die die Corona-Diagnostik durchführen konnten. Auch Burkina Faso war angesichts der großen Mengen an täglich benötigten Testmaterialien dringend auf die Hilfe von außen angewiesen.

75.000 Corona-Testkits

Innerhalb von drei Wochen hat das IMBInstitut für Mikrobiologie 75.000 Corona-Testkits zusammengestellt, verladen und in vier der fünf Länder in den Laboren zur Nutzung vorbereitet. In Mali ließ die politische Situation weder die Einreise der deutschen Wissenschaftler noch die Zustellung des Materials zu. In den anderen vier Ländern können nun bis zu 200 Tests täglich durchgeführt werden, um bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen. Damit leisten die mobilen Labore in Afrika einen maßgeblichen Beitrag zur Bearbeitung der in ihren Ländern anfallenden Tests und nutzen die gleichen Produkte wie die mobile Teileinheit des IMBInstitut für Mikrobiologie. Dank des Projekts Biologische Sicherheit Sahel verfügen die Mitarbeiter vor Ort über ein gutes Fachwissen, um sichere Diagnostik zu gewährleisten.

von Christin Schulenburg

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