Pistorius steht mit mehreren Personen vor einem Hubschrauber und hält einen Schlüssel in der Hand.
© Bundeswehr/Rolf Klatt
KategorieRüstung

Zeitenwendeprojekt: Bundeswehr erhält ersten Leichten Kampfhubschrauber

„Es geht um Ergebnisse. Es geht um Dinge, die man anfassen kann – es geht um die Zeitenwende“, so eröffnet Verteidigungsminister Boris Pistorius die Übergabe des ersten Leichten Kampfhubschraubers an die Bundeswehr durch Airbus Helicopters in Donauwörth.

Nur elf Monate läge der Vertragsabschluss für die Beschaffung des Leichten Kampfhubschraubers zurück, bemerkt der Verteidigungsminister Pistorius bei der feierlichen Übergabe des ersten Leichten Kampfhubschraubers an die Bundeswehr. Dieser Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der Zeitenwende der deutschen Verteidigungspolitik. Erst im Dezember vergangenen Jahres hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Beschaffung von zunächst 62 Maschinen für rund 2,6 Milliarden Euro bewilligt.

Bewährtes System

Finanziert aus dem Sondervermögen der Bundeswehr soll der Leichte Kampfhubschrauber die Einsatzfähigkeit der Truppe erhöhen. Die Übergabe des Leichten Kampfhubschraubers sei „ein herausragendes Beispiel dafür, dass wir die Drehzahl in der Beschaffung deutlich erhöht haben“, so Pistorius. Es ginge nicht länger darum jahrelang an Goldrandlösungen zu arbeiten, sondern vor allem auf Markverfügbarkeit und Verlässlichkeit zu vertrauen. Deshalb sei die Entscheidung, beim Leichten Kampfhubschrauber auf ein bereits erprobtes und bewährtes Luftfahrzeug zurückzugreifen, auch bewusst getroffen worden.

Weniger als ein Jahr nach Vertragsunterzeichnung übernimmt die Bundeswehr von Airbus Helicopters den ersten Leichten Kampfhubschrauber. Verteidigungsminister Boris Pistorius war in Donauwörth bei der feierlichen Übergabe.

Der Leichte Kampfhubschrauber H145M ist in ähnlicher Form bereits in der Bundeswehr eingeführt: In Laupheim werden beim Hubschraubergeschwader 64 bereits heute weitestgehend baugleiche Hubschrauber des Typs H145M SOF (Special Operations Forces) betrieben. Auch für Rettungseinsätze wird der Hubschrauber bereits genutzt. 

Durch verschiedene Modifikationen, die an dem Hubschrauber möglich sind – wie zum Beispiel ballistischer Schutz, Selbstschutzanlagen oder auch leistungsfähige Aufklärungssensoren – ist der Hubschrauber H145M multifunktional einsetzbar. Das ermöglicht zum Beispiel tageszeitenunabhängige Missionen. Auch kann der Leichte Kampfhubschrauber mit Zusatzausstattungen für Flüge über See versehen werden. Ein Einsatz der Maschinen kann also flexibel dort erfolgen, wo für die Bundeswehr schnelle Reaktionszeiten und Präzision gefragt sind.

Fähigkeit zur Feuerunterstützung der Landstreitkräfte bleibt erhalten

Der erste Hubschrauber steuert direkt im Anschluss an die Übergabe seine neue militärische Heimat an: das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg. Dort werden die angehenden Pilotinnen und Piloten der Bundeswehr ausgebildet. Weitere Maschinen, die nun schrittweise die Truppe erreichen, werden an die Standorte Fritzlar, Bückeburg, Laupheim sowie Niederstetten und Faßberg ausgeliefert.

In der Zeitenwende stärkt Deutschland gezielt seine Verteidigungsfähigkeit und das Bündnis. Pistorius ist außerdem überzeugt, dass mit Einführung des Leichten Kampfhubschraubers auch vorzeitig Zusagen an die NATONorth Atlantic Treaty Organization erfüllt würden. Bis zur Entscheidung über die Nachfolge des Kampfhubschraubers Tiger soll der H145M als Brückenlösung die Rolle der bodennahen Luftunterstützung vor allem zur Abwehr gepanzerter Einheiten wahrnehmen. 

Darüber hinaus trägt die Einführung des Leichten Kampfhubschraubers mit seinen Fähigkeiten zur Unterstützung von Spezialkräften ebenfalls zum bündnisgemeinsamen Fähigkeitsportfolio bei. Pistorius ist sicher: „Im Zusammenwirken der Systeme erreichen wir damit eine neue Qualität und Schlagkraft für die Streitkräfte.“

von Janet Watson

Mehr zum Thema

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung