Eine Eurodrohne (Computermodell) fliegt über ein Wüstengebirge
© Airbus
Kategorie25-Millionen-Euro-Vorlagen

Entwicklung der Eurodrohne schreitet voran

Mit der Freigabe von rund 3,1 Milliarden Euro durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wird Deutschland als eine von vier Programmnationen die Zeichnungsbereitschaft erklären. Nach Abschluss der nationalen Billigungsprozesse auch in Frankreich, Italien und Spanien ist der Weg für das Projekt European MALEMedium Altitude Long Endurance RPASRemotely Piloted Aircraft System frei.

Eurodrohne rückt näher

Mit den nun freigegebenen Mitteln wird ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Eurodrohne ermöglicht. Mit dem System können die Partner auch die technologische Souveränität Europas unter Beweis stellen. Sobald auch die Zustimmungsprozesse der übrigen Programmnationen abgeschlossen sind, wird die internationale Rüstungsorganisation OCCAROrganisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement einen Vertrag schließen, auf dessen Grundlage mit der Entwicklung der Eurodrohne begonnen wird. Der Vertrag wird auch die eigentliche Beschaffung der Fluggeräte sowie die anfängliche Unterstützung durch die Industriepartner für den Anfangsflugbetrieb umfassen.

Augen am Himmel

Die Eurodrohne wird auch als MALEMedium Altitude Long Endurance RPASRemotely Piloted Aircraft System bezeichnet. Dieses steht für Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System und bedeutet, dass die 16,40 Meter lange und 5,32 Meter hohe Eurodrohne mehr als 24 Stunden in rund 13.500 Metern in der Luft bleiben kann. Ihre Spannweite wird 30 Meter und das maximale Abfluggewicht rund elf Tonnen betragen.

Das Fluggerät soll mit seinen Sensoren in mittlerer Flughöhe nicht nur optisch aufklären und überwachen können. Auch Systeme für die signalerfassende Aufklärung werden mit an Bord sein. Ob elektro-optische, Infrarot- und Radarsensoren: Die multinational entwickelten Systeme können von den beteiligten Nationen erweitert und ergänzt werden.

Keine Bewaffnung geplant

Der deutsche Anteil des Projektes umfasst 21 der unbemannten und bewaffnungsfähigen Luftfahrzeuge und die zum Betrieb erforderlichen Bodenkotrollstationen als „Cockpits am Boden“. Hinzu kommen Ausbildungs- und sonstige Betriebsgeräte sowie Unterstützungsleistungen der Industrie für den fünfjährigen Anfangsflugbetrieb. Eine Bewaffnung der Eurodrohne plant Deutschland derzeit nicht. Diese wird erst nach einer separaten parlamentarischen Entscheidung erfolgen.

Ablösung von Heron 1 und German Heron TP

Als europäische Eigenentwicklung soll die Eurodrohne auch präzise Aufklärungsergebnisse in der Landes- und Bündnisverteidigung aber auch bei Einsätzen zur Krisenvorsorge und Krisenreaktion liefern können. Die Eurodrohne soll bereits im Grundbetrieb auch im europäischen Luftraum fliegen können. Dadurch können gleichzeitig zum gesteigerten militärischen Nutzen auch wertvolle Erkenntnisse im Umgang mit dieser Technologie gewonnen werden, die auch der zivilen Luftfahrt zu Gute kommen. Langfristig wird die Eurodrohne die Leasinglösungen mit Heron 1 und German Heron TP ablösen.

von Alexander Schröder

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