Ein KFOR Emblem hängt an einer Glaswand.
© Bundeswehr/Marc Tessensohn
KategorieMandatsverlängerung

Bundeswehr gilt im Kosovo als Garant für Stabilität und Sicherheit

Der Deutsche Bundestag hat in zweiter Lesung die weitere Beteiligung der Bundeswehr an der internationalen Sicherheitspräsenz im Kosovo beschlossen. KFORKosovo Force (Kosovo Force) sichert die Friedensregelung für das Land militärisch ab.

Daten und Fakten

Auftrag

Seit das Kosovo sich im Jahre 2008 für unabhängig erklärte, konzentriert sich KFORKosovo Force auf die Überwachung der Entwicklung von professionellen, demokratischen und multiethnischen Strukturen. Aufklärung und Beratung stellen den Schwerpunkt der KFORKosovo Force-Arbeit dar. Auf Grundlage der UNUnited Nations-Sicherheitsratsresolution vom 10. Juni 1999 leistet die Bundeswehr als Teil des Einsatzkontingents KFORKosovo Force einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Umfelds. KFORKosovo Force trägt dazu bei, die öffentliche Ordnung sicherzustellen. Die Kooperation mit internationalen Organisationen und lokalen Akteuren ist in diesem Kontext sehr wichtig. Deutsche Soldatinnen und Soldaten stabilisieren durch ihren Einsatz die Lage in der Republik Kosovo und der gesamten Balkan-Region. 

Lage

Seit Beginn des Einsatzes hat sich die Lage im Kosovo und der Region Westbalkan stabilisiert. Zwischen der Republik Serbien und der Republik Kosovo läuft derzeit ein Dialog zur Normalisierung der Beziehungen. Dieser ist jedoch von Höhen und Tiefen geprägt. Es ist weiterhin Potenzial für Konflikte und Eskalation vorhanden. So kam es 2023 zu gewaltsamen Zwischenfällen, bei denen KFORKosovo Force-Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilistinnen und Zivilisten teilweise schwer verletzt wurden. Ende November 2024 wurde ein Sprengstoffanschlag auf die zentrale Wasser- und Stromversorgung des Landes verübt. Das zeigt: Alte Spannungen können im Kosovo jederzeit wieder aufbrechen, insbesondere im mehrheitlich von ethnischen Serben bewohnten Norden des Kosovo. Der Beitrag der Bundeswehr zu KFORKosovo Force ist deshalb seit April 2024 durch eine zusätzliche Einsatzkompanie verstärkt worden. Dieses Engagement soll bis Mai 2027 verstetigt werden. 

Ausblick

Aufgrund der vorhandenen Spannungen ist die Stabilisierung durch KFORKosovo Force und damit die Präsenz der Bundeswehr in der Region weiter nötig. Die Bundeswehr gilt dort als Sicherheitsgarant und als Ergänzung der Sicherheitsstrukturen. Deshalb unterstützt Deutschland diesen Einsatz im Rahmen der NATONorth Atlantic Treaty Organization zur militärischen Absicherung des Friedens in der Balkan-Region weiter. Das ist die Voraussetzung für weitere politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen der Republik Kosovo – bis hin zu einer Normalisierung des Verhältnisses zu Serbien. Beide Länder können dadurch auch ihre EUEuropäische Union-Beitrittsperspektiven verbessern. Insgesamt sind Stabilität und dauerhafter Friede im Kosovo sowie auf dem westlichen Balkan von großem Interesse für Deutschland, für die NATONorth Atlantic Treaty Organization und für Europa als Ganzes. 

Wie geht’s weiter?

Wenn es des Einsatzes dann noch bedarf, legt die Bundesregierung dem Parlament das Mandat auch im kommenden Jahr wieder zur Entscheidung vor.

von Redaktion der Bundeswehr 

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