Ein 3D-Modell der Fregatte in seitlicher Ansicht auf Wasser.
© Bundeswehr/Damen Naval
Kategorie25-Millionen-Euro-Vorlagen

Das größte Kampfschiff der Bundeswehr: Zwei weitere Fregatten 126 für die Marine

Die Fregatte 126 wird künftig das größte Kampfschiff der deutschen Streitkräfte sein. Die erste von vier georderten F126 wurde vergangene Woche auf Kiel gelegt. Nun hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags unter anderem grundsätzlich grünes Licht für die Beschaffung zweier weiterer dieser Mehrzweckkampfschiffe gegeben.

Der Haushaltsausschuss hat in seiner Sitzung vom 12. Juni zunächst einer Änderung des Vertrags über die bereits laufende Beschaffung von vier Fregatten der Klasse F126 für die Deutsche Marine zugestimmt. Der Beschaffungsvertrag mit Damen Schelde Naval Shipbuilding wurde bereits im Juni 2020 geschlossen. Aufgrund der weltweiten Inflation infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine kann der Vertragspartner das Projekt unter den damals vereinbarten Kostenregelungen jedoch nicht länger durchführen. Der veranschlagte Mehraufwand beläuft sich auf rund 323 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt in den Jahren 2024 bis 2027 über das Sondervermögen Bundeswehr und ab 2028 über den Verteidigungshaushalt.

Verstärkung für die Deutsche Marine 

Darüber hinaus gab der Bundestag grundsätzlich, das heißt mit der Auflage eines Maßgabebeschlusses, grünes Licht für die Beschaffung zweier weiterer Einheiten der F126. Die Bundeswehr hatte sich diese Option im Beschaffungsvertrag offengehalten. Die Finanzierung der rund 3,18 Milliarden Euro erfolgt ausschließlich über den Verteidigungshaushalt. „Mit insgesamt sechs Fregatten dieses Typs werden wir nicht nur einsatzfähig, sondern auch durchhaltefähig sein“, so Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der Kiellegung der ersten Fregatte 126 am 3. Juni in Wolgast.

Die F126 wird eine wichtige Rolle in der Landes- und Bündnisverteidigung spielen und steht gleichzeitig für Deutschlands Einsatz für die regelbasierte internationale Ordnung sowie für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Für die Durchführung des Projekts wird ein Anteil von etwa 70 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland angestrebt und über 65 deutsche Auftragnehmer werden in den Bau der Schiffe eingebunden sein. Die angestrebte Beschaffung der zwei weiteren Fregatten ist ein starkes Signal an die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner und trägt erheblich zur glaubhaften Abschreckung im Bündnisrahmen bei. Die Lieferung des fünften und sechsten Schiffs soll jeweils im Jahr 2033 und 2034 erfolgen.

Seekrieg der Zukunft: Der Allrounder der Deutschen Marine 

Die Fregatten der Klasse F126 werden 166 Meter lang und haben eine Besatzung von jeweils bis zu 198 Soldatinnen und Soldaten. Sie werden zur dreidimensionalen Seekriegführung befähigt sein – können also Ziele unter Wasser, auf dem Wasser und in der Luft bekämpfen. Ihre wichtigsten Aufgaben werden die Seeraumüberwachung, das Durchsetzen von Embargos, die Unterstützung von Spezialkräften sowie Evakuierungsoperationen sein. Durch die Einrüstung von speziellen Missionsmodulen können die Mehrzweckkampfschiffe flexibel an unterschiedliche Einsatzszenarien angepasst werden.

von Lara Finke

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung