Eine Soldatin, ein Soldat und mehrere Zivilisten stehen nebeneinander auf einer Bühne.
© Bundeswehr/Johann Scheller
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„Partner der Reserve 2025“: Pistorius würdigt engagierte Arbeitgeber

Die Stellvertreterin des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling, und der stellvertretende Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Ralph Edelhäußer, haben am 3. November 2025 in München die Auszeichnung „Partner der Reserve 2025“ verliehen. Verteidigungsminister Boris Pistorius sendete eine Grußbotschaft.

Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmen, die den Reservistendienst ihrer Mitarbeitenden durch Flexibilität und Verständnis unterstützen und damit beispielgebend für die Integration der Reserve in den Arbeitsmarkt sind. Denn Sicherheit für Deutschland und Europa, unterstrich Pistorius in seiner Video-Grußbotschaft, sei nicht alleinige Aufgabe der Bundeswehr, sondern auch von Politik und Wirtschaft. Sie sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – jeder Einzelne könne und müsse seinen Beitrag leisten. „Unsere Reservistinnen und Reservisten nehmen diese Verantwortung in vorbildlicher Weise wahr“, betonte der Minister.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Wir brauchen eine starke Reserve für eine glaubhafte Abschreckung. Im Ernstfall müssen wir die Aufwuchs- und Durchhaltefähigkeit unserer Bundeswehr garantieren können.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Angesichts der Bedrohung durch Russland hatten sich die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mitglieder auf ein umfangreiches Fähigkeitspaket verständigt. Dafür müssen die deutschen Streitkräfte auf rund 460.000 Soldatinnen und Soldaten aufwachsen, inklusive der Männer und Frauen in der Reserve. Das heißt, die Bundeswehr braucht rund 260.000 Soldatinnen und Soldaten in der aktiven Truppe und rund 200.000 Reservistinnen und Reservisten.

Hand in Hand: Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Streitkräfte

Auch der Neue Wehrdienst sei ein zentraler Baustein für den personellen Aufwuchs der Truppe, bestätigte Pistorius. Gleichzeitig brauche es jedoch eine Gesellschaft, die hinter diesem Neuen Wehrdienst und Unternehmen, die hinter der Reserve stünden. „Jeder Reservistendienst, jede Ausbildung und jede Übung ist nur mit Unterstützung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber möglich“, so der Minister. Diese Bereitschaft sei eine Grundvoraussetzung für eine starke Reserve – und damit für eine einsatzbereite Bundeswehr und die Sicherheit des Landes. Sie sei jedoch nicht selbstverständlich.

„Sicherheit und Freiheit sind kein Selbstläufer, sie müssen erarbeitet und verteidigt werden. Das gelingt nur, wenn Politik, Wirtschaft und Bundeswehr an einem Strang ziehen“, ergänzte Klaus Josef Lutz, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHKIndustrie- und Handelskammer) für München und Oberbayern und Gastgeber der Veranstaltung. „Die Preisträger und alle Partner der Reserve stehen für gelebte Verantwortung der Unternehmen und für den Zusammenhalt von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Streitkräften.“

Ralph Edelhäußer, der stellvertretende Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, dankte den Unternehmensvertretenden für ihr Engagement: „Sie, werte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber übernehmen mit ihrem Handeln ganz konkret Verantwortung für die Sicherheit unseres Landes. Dieser Preis steht sinnbildlich für dieses besondere Engagement.“

Verteidigungsminister Pistorius schloss sich diesem Dank an und richtete dann noch einmal ein Schlaglicht auf die Bedeutung der Reserve: „Alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die heute einen Preis entgegennehmen, haben sich um die Reserve besonders verdient gemacht. Sie alle leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Sicherheit und Verteidigung. Sie alle wissen: Gesellschaftliche Verantwortung endet nicht mit dem Feierabend.“

Sechs herausragende Unternehmen ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurden sechs Unternehmen in den fünf Kategorien Großunternehmen, Mittelstand und Handwerk, Öffentlicher Dienst, Start-up und in der Sonderkategorie. Zudem gab es einen Preisträger „Förderer der Reserve“. Bei den Großunternehmen ging die Auszeichnung an J. P. Morgan SE Germany. In der Kategorie Mittelstand und Handwerk gab es gleich zwei vorbildliche Arbeitgeber – inuwat AG und Weingärtner GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung Elektromaschinenbau. Im Öffentlichen Dienst gewann die IHKIndustrie- und Handelskammer Nordschwarzwald und in der neuen Kategorie Start-up wurde ARX Robotics aus München ausgezeichnet. Das von ehemaligen Bundeswehrangehörigen gegründete Unternehmen stellt unbemannte autonome Landsysteme für den militärischen und den kommerziellen Einsatz her. In der Sonderkategorie ging die Auszeichnung an die Münchner Sicherheitskonferenz (MSCMunich Security Conference) und den Preis „Förderer der Reserve“ verdiente sich die Google Germany GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung.

Partner der Reserve“
Mit der jährlichen Auszeichnung von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die das Engagement von Reservistinnen und Reservisten besonders unterstützen, sollen herausragende Beispiele für gelebte Verantwortung gewürdigt und andere Unternehmen ermutigt werden, ihre Zusammenarbeit mit der Reserve auszubauen. Seit 2016 wurden insgesamt 40 Unternehmen, Organisationen und Institutionen des Öffentlichen Dienstes mit dem Preis ausgezeichnet. Die Zeremonie fand 2025 erstmals in München, bei der Industrie- und Handelskammer (IHKIndustrie- und Handelskammer) für München und Oberbayern, statt.

von Redaktion der Bundeswehr

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